Wir haben kein richtiges Repair-Cafe, sondern 2x im Jahr ein Repaircafe-Event welches über Zeitung, Homepage und Kanälen beworben wird. Es ist bisher so, dass dort Dinge repariert werden, 3D-Druck möglich ist, Kleider getauscht und geflickt werden. Die Resonanz ist ganz gut.
Für dieses Jahr habe ich mir zwei zusätzliche Specials überlegt, bin mir aber nicht so ganz sicher wie ich diese am Besten anpacke:
1. Defekte Smartphones und Tablets zerlegen.
Viele haben alte, defekte Smartphones/Tablets daheim und trauen sich nicht diese wegen den Daten zu entsorgen. An dem Tag würde man die Smartphones zerlegen, den Akku entnehmen und alle großen Chips aufbohren, damit der Kunde beruhigt ist. Akku und Rest kann dann getrennt zum Recyclinghof.
2. Alte Laptops auf Linux umrüsten.
Das Thema kann ich gar nicht einschätzen. Wenn ich auf Kleinanzeigen bzw Ebay schaue sehe ich unzählige Laptops zwischen 50 und 150 EUR, die keinen interessieren. Somit kann ich mir kaum vorstellen, dass das Thema sonderlich für den privaten, funktionierenden Laptop interessiert. Vielleicht trotzdem auf den Flyer mit aufnehmen und schauen was passiert? Vor Ort wird die Zeit eh zu knapp sein Laptops auf Linux zu migrieren. Das wird dann eher ein Beratungsgespräch werden, im Sinne von "kauf dir eine SSD, erhöhe den Arbeitsspeicher und melde dich dann nochmal".
Wie schätzt ihr die zwei Themen ein und was habt ihr an Einfällen dazu?
Das scheint sehr nischig. Das müssen Personen sein, die paranoid genug sind, dem Recycling-System nicht zu vertrauen aber nicht in der Lage sind, ein Telefon eigenständig zu zerstören. Sicher gibts solche Leute, aber ich kenne keine.
Coole Aktion. Es könnte durchaus auch etwas für neue Geräte sein und würde zum Digital Independence Day passen. Also 2 Mottos (Motten? Mottata?): "Alten Geräten neues Leben einhauchen" oder "Befreie dich vom Windowszwang". Eine Idee wären ein paar Livesysteme (2-3 Geräte) mit verschiedenen Desktops zum Reinschnuppern, mit vorinstallierten gängigen Windows-Anwendungen (wine oder VM) und Alternativen.
SSD-Kauf und später wiederkommen ist etwas schwierig, weil ja längere Zeit zwischen den Terminen liegen kann. Es sei denn, ihr habt auch außerhalb der Termine noch Aktionen. Man könnte natürlich schon vorab erwähnen, dass die Leute vorbereitet kommen sollen. Wird ja beim 3D-Druck auch so sein, oder? Aber Beratung klingt schon ganz gut.
Ja, mit den Laptops wird das sehr individuell werden. Manche gehen vielleicht gleich, andere brauchen erst einmal eine Datensicherung und andere neue Komponenten - und dann wird es eher ein Beratungsgespräch mit Kontaktaustausch.