this post was submitted on 16 May 2026
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Ich habe Glenkill:Schafsdetektive im Kino gesehen. War ganz unterhaltsam, auch wenn der Trailer eine wesentlich stärkere Komödienrichtung andeutete, als der fertige Film dann hatte. Da war mehr Drama drin als ich erwartete.
Passend zu dem bereits in einem früheren Beitrag vorgestellten Book from the Ground habe ich auch ein anderes Werk gekauft, das ohne Worte auskommt, diesmal allerdings einen Comic: Tellurion von Matt Rhodes.
Kurzform: Mir hat der Comic gefallen (bis aufs Ende) und man kann es sich kostenlos angucken. Also sollten alle mal rein gucken, die Comics ohne Sprechblasen under tollen Panoramen nicht abgeneigt sind. In rund 1h ist man da auch durch.
Die Geschichte ohne Worte zu erzählen hat der Autor auch ziemlich gut hinbekommen, da die Charaktere starke Mimik und Gestik haben und auch Bewegungen sehr kraftvoll ausgedrückt werden. Die Farben sind schön intensiv und da es in einer tropischen Inselwelt spielt, kommt richtig schön Abenteuerstimmung auf. Das liegt vor allen auch an dem Design der Welt und der Charaktere, die ja ohne Worte gerade im Vordergrund stehen und die Geschichte tragen müssen.
Die Welt ist in einem namensgebenden Tellurium, also einem mechanischen Planetenmodell, bei dem Sonne und Mond mechanische Konstruktionen sind und sich auf mechanischen Bahnen über die flache Erdscheibe bewegen. Die Welt hat eindeutig schon eine lange Geschichte, denn überall sind Spuren einer alten Zivilisation zu sehen, die ein Schwert verehrte. Und es gibt immer wieder mal Bilder bei denen die neuen Orte durch wunderschöne Panoramen vorgestellt werden.
Die Charaktere sind, neben dem Hauptfigurentrio, Tieren entsprechend gestaltet und dadurch sehr abwechslungsreich und vielfältig entworfen. Die Hauptcharaktere erinnern mich ein wenig an Titan AE vom Stil her. Sie sind auf der Suche nach dem schon genannten legendären Schwert und treffen dabei dann auf einen Tyrannen, der das Schwert für sich begehrt.
Was mir nicht so gefallen hat ist das Ende, da es irgendwie weder thematisch noch vom Sinn her zum Rest der Geschichte passt. Im Buch ist am Anfang ein Bibelvers zitiert und dieser ist dann auch wortwörtlich umgesetzt, was .... auf mich irgendwie nicht durchdacht wirkt. Laut dem MakingOf am Ende des Buches schwirrte dem Autor die Geschichte seit min. einer Dekade im Kopf rum und er hat immer mal wieder dran gearbeitet und geplant. Daher ist das Ende vermutlich für ihn eine sehr persönliche Sache und er hat da seinen eigenen Glauben einfließen lassen, was ich respektiere. Nur die Geschichte wirkt dadurch in meinen Augen weniger rund, da das Thema "persönlicher Glaube" vorher quasi keine Relevanz hatte. Eher im Gegenteil ist es bis dahin eine klassische Abenteuergeschichte gewesen, in denen die Helden durch ihr aktives und selbstbestimmtes Handeln die Welt zu einem besseren Ort machen und nicht weil sie auf eine höhere Macht vertraut haben.
spoiler fürs Ende
das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes ist der Vers und am Ende ist das gesuchte Schwert (und hunderte davon) gefunden und es hat.... eingravierte Bilder wie Gott die Welt erschaffen hat und Gottes Wort das Schwert ist. Und das überzeugt dann auf einmal den tyrannischen Antagonisten und er hört auf Tyrann zu sei. Wofür mussten die Helden dann kämpfen, wenn der Antagonist sowieso überzeugt worden wäre, sobald er das Schwert gefunden hätte. Und dann verteilt der Hauptcharakter die Schwerter an diejenigen, die er auf seiner Reise getroffen hat und die Welt wird dadurch auf einmal besser, weil jeder ein Schwert hat??? Ich meine schon klar, es soll als Metapher dafür dienen, dass die Welt besser wird, weil Gottes Wort zu den Leuten gebracht wurde. Aber wenn die Metapher so wörtlich und real ist, dass es ein sehr reales und sehr scharfes Schwert ist, dann sollte die Geschichte auch so geschrieben sein, dass die Metapher Sinn ergibt und das reale Schwert auch wirklich einen Nutzen für die Bewohner dieser Welt hat. Wenn allein der Besitz der Gottesschwerter die Welt besser macht, wieso ist die alte Zivilisation dann überhaupt erst gefallen und die Schwerter mussten versteckt werden? Und warum ist das Versteck der Schwerter mit Graffitis von Schädeln und Zombies umgeben gewesen??? Das ergibt alles für mich keinen Sinn.Aber wie man an der Textwand hier erkennt: Der Comic ist mir nicht egal und ich finde ihn auch nicht schlecht. Ich finde einfach nur, es wurde am Ende leider kein runder Abschluss hinbekommen.
Kennen gelernt hatte ich den Comic vor Jahren auf DeviantArt. Dort veröffentlichte der Künstler kostenlos jede neu gezeichnete Seite wenn sie fertig war. Man kann sich den Comic auch für Umme auf der privaten Seite des Künstlers anschauen.
Das fand ich sehr interessant: einem Comic beim Entstehen zuschauen zu können. Da ich dann DA nicht mehr nutzte und so eine kleine Ablenkung namens Corona kam, verlor ich den Comic aus den Augen. Vor ein paar Wochen dann mal wieder dran erinnert und gesucht. Ich wusste noch, dass es nach einem mechanischen Planetensystem benannt war. Dann fand ich des Künstlers Seite und sah, dass man sich mittlerweile auch den Comic als Buch kaufen kann. Da der Autor ja quasi in Vorleistung gegangen ist und ich auch gut unterhalten war, wollte ich ihn auch unterstützen und habe mir das Buch gekauft.
Qualität des Buches ist OK. Es ist leider nur auf Amazon zu bekommen und kein Hochglanzpapier. Aber was in manchen Rezensionen behauptet wird, dass es schlechte Papier- und Druckqualität wäre, kann ich nicht bestätigen. Ich bin mit meinem Exemplar ganz zufrieden. Mit einer Ausnahme: das Buch ist anscheinend so druckfrisch, das der Deckel nicht plan aufliegt, sondern sich 2 cm nach oben bewegt, wenn das Buch auf dem Tisch liegt. Hinten im Buch steht als Druckdatum Mitte April 2026, also scheint es da mittlerweile eine Pipeline bei Amazon zu geben, bei der Bücher erst auf Bedarf gedruckt werden. Für Autoren, die nicht wissen, wie hoch das Interesse an ihren Werken ist, ist das natürlich super. Dann müssen sie keine 1000er Auflage in Vorkasse selber produzieren.
Das ging mir damals beim Buch genauso. Entweder hab ich den Humor so nicht gesehen oder das Marketing dachte, dass man das als Krimikomödie besser vermarkten kann. Mit der falschen Erwartung hat mich das Buch etwas enttäuscht.
Ich finde es auch lustig, dass es nun "international" mit sehr guten Darstellern verfilmt wurde. Ein ziemlicher Erfolg für ein ursprünglich deutsches Buch einer deutschen Autorin. Gegönnt sei es ihr.
Ich habe nach dem Film mal bei Wikipedia die Geschichte des Buches gelesen: da wurde einiges geändert. Außer der Grundprämisse ist da fast nichts gleich. Das Ende und auch der Twist ist komplett was anderes.