this post was submitted on 13 Jun 2026
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Europa
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Ehrlich gesagt kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass "nur" die Krim Putin unmittelbar zum Verhandeln zwingt. Aber vielleicht bietet das in der Folge für die Ukraine Gelegenheiten, im Süden erfolgreich zu sein, was dann in der Folge vielleicht zu Verhandlungen führen kann. Insofern könnte eine abgeschnittene Krim möglicherweise ein Auslöser sein, der am Ende zu Verhandlungen führt.
jein - die Krim ist für Russland dahingehend überlebenswichtig, da nur durch sie ein RELATIV stabiler Weg für Marineflotten ins Mittelmeer und die übrigen Ozeane möglich ist. Russland hat zwar viele Küsten, aber die liegen im NORDEN des Landes - und da ist entweder Eis oder andere Hindernisse, die ein brauchbares Ausrücken erschweren.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Putins Russland auch gerne einen offenen Konflikt mit den NATO-Mitgliedern austragen möchte. Asymmetrisch läuft der Konflikt schon lange - durch Manipulation, durch geheimdienstliche Tätigkeiten, durch Hacking, durch Einflussnahme in gewissen Parteien, durch Verbreiten von Fake-News und Förderung entsprechender, radikaler Stimmen, die destabiliisierend wirken. Aber um einen ECHTEN Konflikt auszutragen, braucht es eben militärisches Material und die Möglichkeit, dieses zu verlegen. Ohne die Krim bzw. den freien Zugang zum schwarzen Meer ist dies IMMENS behindert.
Ist die Krim destabilisiert bzw. nicht wirklich zu 100% fest im Griff von Russland, sind all diese Pläne auf tönernen Füßen gebaut. Deswegen tut das, was die Ukraine da unten gerade macht, Russland auch so ENORM weh.
Die Krim hat auch krass große symbolische Bedeutung, der Konflikt um die Krim und die Begehrlichkeiten reichen hunderte Jahre zurück, der Krimkrieg war in den 1850ern. Aus russischer Sicht war die Krim überhaupt nur ukrainisch, weil sie in der Sowjetunion als politische Geste an die Ukraine verschenkt wurde in der Annahme dass in der Union eh alle auf Linie sind. Nachdem das nicht mehr gilt will man auch das "Geschenk" rückgängig machen.
Militärisch dürfte der Verlust von Syrien für die Flotte deutlich schwerer wiegen als ein Verlust von Sevastopol, aber hilfreich ist natürlich beides nicht. Die Ironie liegt darin, dass die Ukraine den Weiterbetrieb des Stützpunktes überhaupt niemals in Frage gestellt hatte, auch nicht unter einer westlich ausgerichteten Regierung. Diese Option gibt es aber nun wohl nicht mehr.
Doof nur, wenn die Türkei sie nicht durchlässt.
naja. also erstens ist die krim noch sehr weit vom atlantik entfernt. dazwischen liegen mindestens noch der bosporus, die griechischen kleinen inseln, italien, und die straße von gibraltar. nicht gerade ein zuckerschlecken, daran vorbeizukommen im konfliktfall.
zweitens, was ich nicht verstehe, russland hat ja ziemlich viel pazifikküste. warum wird die nicht genutzt?