this post was submitted on 06 Jul 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Da ja gerade mit Habeck wieder die Problematik von Politikern und ihren Pöstchen nach der Amtszeit hochkommt, ging mir so durch den Kopf, was denn für mich eine akzeptable Anstellung für ehemalige Minister & Co wäre.

Als mindestens Minister hat man ja relativ gut verdient und wird nicht für Mindestlohn und auch nicht fürs Durchschnittsgehalt arbeiten gehen wollen. Solche hohen Gehälter können sich aber eigentlich ja nur größere Firmen leisten. Womit man dann schon wieder beim Bereich Korruption ist: setze ich ein Gesetz in Kraft, welches meine spätere Anstellungschance schmälert?

Was bleibt dann aber übrig? Selbstständigkeit? Naja, je nachdem was man studiert/gelernt hat, ist das mittlerweile so weiter entwickelt, das man es eigentlich wieder neu lernen müsste. Oder als Jurist/Beraterfirma ist man von Aufträgen großer Firmen abhängig...
Unterhaltung und durch die Talkshows tingeln? Wird nicht ewig lang gehen, da man ja auch nicht mehr relevant ist nach einer Weile. Und irgendwann ist das auch nur noch bezahlter Hampelmann für ein größeres Medienhaus, wo wir wieder beim Anfang wären.

Oder macht man es wie Alexander Engelhardt von der CSU oder Gregor Gysi mit seiner Kanzlei und lässt einfach parallel zur Politik sein Geschäft schön weiterlaufen um danach ein Standbein zu haben? Stößt mir auch irgendwie zu wider auf.

Also alle nach der Amtszeit auf eine Insel packen und nur abholen, falls sie erneut den Einzug in den Bundestag schaffen?

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[–] Sibbo@sopuli.xyz 15 points 2 weeks ago (3 children)

Ich denke, alles, was üblicherweise die Arbeiterklasse macht geht auf jeden Fall klar. Also auch sowas wie Wissenschaftler oder eben Anwalt.

[–] squaresinger@lemmy.world 10 points 2 weeks ago (1 children)

Anwalt halte ich schon wieder kritisch. Man stelle sich vor, der Richter ist jemand, den oder dessen Chef der Politiker ins Amt befördert hat.

[–] brotundspiele@feddit.org 5 points 2 weeks ago

Wenn das der Fall ist, wäre das nicht nur ein Grund für einen Befangenheitsantrag der Gegenseite, der Richter müsste seine Befangenheit sogar selbst anzeigen. Dann würde der Richter durch einen anderen ersetzt.

[–] Melchior@feddit.org 3 points 2 weeks ago

Also auch sowas wie Wissenschaftler

In dem Fall Habeck laut Tagesschau:

In dieser Funktion solle Habeck helfen, die Forschungsaktivitäten des Unternehmens voranzutreiben. Das gelte besonders in den Bereichen Stadtentwicklung und der Frage, wie privates Kapital den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum in schnell wachsenden städtischen Gebieten unterstützen könne, so das Unternehmen.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/habeck-berater-vertrag-100.html

Auch sonst geht das. Auch Unis und Forschungsgesellschaften kriegen Fremdmittel. Also auch da kann man korrupt sein.

oder eben Anwalt.

War Merz vor der Rückkehr auch. Er sass auch in Vorständen, aber viel ging auch durch seine Arbeit als Anwalt. Auch da kann man Politiker einfach buchen.

[–] rumschlumpel@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Wissenschaft ist auch so ein Feld, das auch ohne Wissenschaftler, die ex-Politiker sind, oft ein Geschmäckle hat, wenn es darum geht, wer die Forschung bezahlt ...