Medizin & Gesundheitswesen
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Oh, spannend. Da muss man vielleicht dazu sagen, dass es hier keinen kategorischen Unterschied gibt. Also Proteine sind aus 20 Aminosäuren zusammengebaut, ob die aus einem Schweinearsch oder einem Bohnenarsch stammen, ist erstmal egal.
Allerdings gibt es da Unterschiede in der Zusammenstellung wie viel der jeweiligen Aminosäuren enthalten sind.
Bei tierischen Proteinen entspricht die Zusammenstellung fast exakt der Zusammenstellung, die wir Menschen für die Gewebebildung brauchen (macht auch irgendwo Sinn: man konsumiert tierisches Gewebe, um tierisches Gewebe zu produzieren).
Bei pflanzlichen Proteinen gibt es mehr Varianz, also Bohnen haben viel von einer Aminosäure, wenig von einer andere, dafür haben Linsen davon wieder viel und so weiter.
Klingt jetzt erstmal nicht vorteilhaft für die pflanzlichen Proteine, allerdings futtern die meisten Menschen in westlichen Kulturen wesentlich mehr Proteine als sie tatsächlich für Erhalt oder Aufbau von Gewebe benötigen.
Also auch die Empfehlung
ist so gewählt, dass damit auch Sportler und Schwangere noch genug Proteine bekommen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Könnte mir vorstellen, dass man mit pflanzlichen Proteinen die Verteilung so hinbekommen kann, dass für manche Aminosäuren nur der Bedarf für's Gewebe gedeckt ist (also für die, wo ein Überschuss möglicherweise schädlich ist), und dann die anderen Aminosäuren könnte man ordentlich in sich reinfuttern.
Jetzt müsste nur noch jemand durchrechnen, welche Grünzeugkombination die passende Aminosäurenverteilung hat.
Und dann am besten noch eine Langzeitstudie durchführen, ob das wirklich so gesundheitsfördernd ist.
🙂
Reis und Hülsenfrüchte ergänzen sich angeblich perfekt.