this post was submitted on 01 Feb 2026
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[–] luciferofastora@feddit.org 9 points 4 days ago* (last edited 4 days ago) (2 children)

Und wann genau kommt der digitale Euro?

Da sich der EU-Rat, in dem die Mitgliedsländer versammelt sind, für die neue Digital-Währung auszusprechen scheint, kann es jetzt relativ zügig gehen. Es braucht nun eine Verordnung, also ein Gesetz. Über das kann das europäische Parlament vielleicht sogar schon in diesem Jahr abstimmen. Geht das glatt durch, dann kann es 2027 erste Tests geben und 2029 können wir womöglich schon alle das neue Digital-Geld nutzen.

Nenn mich zynisch, aber 2027-29 ist verdammt lange für das Problem, das hier gelöst werden soll.

Edit: Natürlich sollte sowas nicht überstürzt werden, und spät ist besser als nie. "Zu spät" bezieht sich hier auf das Politische Klima, das vermutlich schneller eskaliert. Man hätte das gut fünf bis sechs Jahre früher anpacken sollen.

Aber vom Konjunktiv und Reue können wir uns nichts kaufen. Gut, dass es jetzt in Gang kommt.

[–] FooBarrington@lemmy.world 6 points 4 days ago (1 children)

Hm, erscheint mir genau richtig. Selbst kleine IT-Projekte in Firmen haben oft einen ähnlichen Zeithorizont - wenn es schneller wäre, hätte ich kein Vertrauen.

[–] luciferofastora@feddit.org 1 points 4 days ago

Projekt-technisch absolut. Ich meinte eher, dass der Zug politisch etwas spät dran ist.

[–] rolandwallner@feddit.org 2 points 4 days ago (2 children)

Die EU setzt mit dem digitalen Euro 2029 nicht auf ‚zu spät‘, sondern auf strategische Stabilität – aus drei Gründen:

  1. Sicherheit vor Geschwindigkeit:

    • China testet den e-CNY seit 2020 – aber nur als Inlandstool (260 Mio. Nutzer, aber kein globaler Standard).
    • Die EZB priorisiert Rechtsrahmen (MiCA, Datenschutz) und technische Resilienz (Offline-Zahlungen, Cybersecurity). Hektik führt zu Fehlern (vgl. Nigeria: e-Naira-Nutzung unter 0,5 % nach 2 Jahren).
  2. Währungssouveränität:

    • Stablecoins (USDC/Tether) sind USD-abhängig – der digitale Euro sichert die Autonomie des Euroraums (20 % globale Reserven).
    • Beispiel: Im Ukraine-Krieg nutzten Europäer US-Stablecoins, weil es keine europäische Alternative gab. Das schwächt den Euro.
  3. Pragmatische Testphase:

    • 2027–2029: EU-interne Tests mit Großhandel/Banken (Target2-System) – kein Verbraucherrisiko.
    • Ab 2030: Bilaterale Sandboxes mit Schweiz/UK (stabile Partner, ähnliche Regulierung).
    • Vergleich: Die Schweizer SNB testet seit 2021 mit ‚Project Helvetia‘ – aber ohne Massenrollout.

Fazit: 2029 ist kein Verspätung, sondern Balanceakt zwischen Innovation und Stabilität. Wer ‚zu spät‘ kritisiert, ignoriert, dass USA keine CBDC planen (Fed: ‚Kein Digital Dollar‘) und Stablecoins keine Zentralbank-Alternative sind.

[–] thesdev@feddit.org 3 points 4 days ago* (last edited 4 days ago) (1 children)

Frage: Wurde deine Antwort mit KI geschrieben?

[–] rolandwallner@feddit.org 1 points 4 days ago

Ja. Die Passage war eine KI‑Zusammenfassung (Mistral) nach längerer "Diskussion", die ich so übernommen habe.

Zur Sache: Ob und wann es einen digitalen Euro gibt, hängt am EU-Gesetzgebungsprozess; die EZB entscheidet erst danach über eine Ausgabe.

Und zum internationalen Vergleich: China wird oft als Referenz genannt, weil dort eine staatliche Digitalwährung (e‑CNY) in großem Stil erprobt wird. Das setzt die EU politisch unter Druck, sagt aber allein noch nichts über „zu spät“ vs. „sicher und robust“ aus. In den USA ist die Lage eher umgekehrt: Die Fed hat bisher keine Entscheidung für eine CBDC getroffen und betont öffentlich, dass sie ohne klare Unterstützung von Regierung und Kongress nicht vorpreschen würde.

[–] luciferofastora@feddit.org 1 points 4 days ago

Du hast Recht, dass das absolut sinnvoll ist, das ordentlich und sorgfältig zu machen. Ich fürchte bloß, dass wir die Konsequenzen der Abhängigkeit noch vorher deutlich zu spüren bekommen werden.