this post was submitted on 19 Feb 2026
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Ja, ich denke das ist der Punkt. Es ist aber auch nicht nur ein Missverständnis, sondern eine ganz bewusste Unschärfe. So ist "Zionismus" ein Synonym für israelischen Ultranationalismus, wenn man begründen muss, warum er überhaupt ein Problem sein soll. Und im nächsten Moment ist schon das Bekenntnis zu einer Zwei-Staaten-Lösung Zionismus, um ein klares Bekenntnis für die Abschaffung Israels einfordern zu können.
Ich bin zum Beispiel dafür, dass es einen Schutzraum für Jüdinnen und Juden weltweit gibt, die vor Antisemitismus flüchten müssen. Wie der aussieht und wo der ist, ist mir ehrlich gesagt egal, wichtig ist nur, dass es einen gibt. Das ist eine Lehre aus dem Holocaust aber auch aus einer viel größeren und längeren Geschichte des Antisemitismus.
Nach Vorstellung dieser Leute bin ich damit Zionist. Damit habe ich gar kein Problem, dann bin ich das halt. Aber wenn ich dann mit faschistoiden Rassisten die von einer Großisrael träumen gleichgesetzt werde, dann habe ich damit sehr wohl ein Problem.
Diese Unschärfe des Begriffs ist also ein bewusst eingesetztes Werkzeug.
Ganz richtig. Denn wenn man einerseits "Zionismus" nicht mehr nur auf die ultranationalistische Schiene bspw. einer Regierung Netanyahu beschränkt, sondern auch bereits auf die Existenz Israels an sich, dann nutzt man - ganz bewusst, meiner Meinung nach - die Verwerflichkeit der einen Sache, um die andere Sache in Misskredit bringen zu können. Da mache ich nicht mit.