this post was submitted on 05 Mar 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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man könnte es auch damit lösen, indem man sich bei der Suche nach Wohnung oder sonstiger Bleibe aktiv nach gewissen Faktoren umschaut, die eben "wichtig" sind.
Mir war bspw. wichtig, dass ich nen Bahnhof mit halbwegs ordentlicher Anbindung fußläufig erreichbar habe. Hab ich sogar - 15 Minuten zu Fuss. Und das auf dem Land.
Natürlich wäre es wünschenswert, wenn Busse und Bahnen an jeder Dackelhütte anhalten. Allerdings zahlt so etwas eben keiner - umgekehrt hat man, wo die Infrastruktur DERART dünn ist, dann auch meistens Häuser oder eben Platz, um mindestens eine wetterfeste Schukosteckdose nach außen zu führen, um dann ein mindestens kleines Elektroauto damit laden zu können (und die sind gewiss nicht teuer. Dacia Spring etwa - 99 Euro pro Monat. So günstig, dass man, wenn man die Förderung beantragt und den Wagen genau so finanziert, auf zwei Jahre gerechnet nicht nur kostenlos fahren kann, sondern sogar bis zu 2000 Euro ZURÜCK bekommt).
Ganz, ganz bös gesprochen könnte man sogar sagen, dass wir uns, als Gesellschaft, jahre- und jahrzehntelang bewusst in eine Sackgasse manövriert haben (sehenden Auges btw.) und jetzt, da wir am Ende der Sackgasse stehen, wird laut rumgejammert, dass doch IRGENDWER was tun müsse und das es doch so nicht mehr weitergeht und man Hilfe braucht...
Hab's genauso gemacht und komme seit 35 Jahren ohne Auto aus.
Das heisst nicht, dass es für jeden geht! Aber wenn man will, geht viel, und man hat mehr Lebensqualität dazu.
ich gebe ja zu, dass es Ecken bei uns im Land gibt, die (noch) nicht mit ÖPNV oder Fahrrad leicht erreichbar sind. ABER: In genau diesen Regionen gibt es Alternativen und KANN man Alternativen schaffen.
Wir hier in meiner Region (ländlich, wie gesagt) haben da mit der Bürgerenergie (die besteht btw. NUR aus Privatleuten!) etwa CarSharingfahrzeuge angeschafft. Rein elektrisch, wohl gemerkt (und zu einem wirklichen Schnapper. Sprich: Um die 30-40 Euro pro Tag). Werden hervorragend und gern von den Leuten angenommen.
Ich selbst engagiere mich gerade dafür, dass bei unserem Bahnhof, an dem das Parkhaus neu gebaut werden soll, bei der Gelegenheit MASSENHAFT Ladestationen für Elektrofahrzeuge hinkommen, die man dann einfach morgens dort anstöpselt, mit der Bahn dann zur Arbeit, zum Shopping, in die Schule, in die Uni oder sonstwohin fährt, damit der Wagen, wenn man zurück kommt, schön voll ist - was die Notwendigkeit, daheim zu laden, effektiv eliminieren würde (gleichzeitig könnte man sogar überliegen, die Autos dann netzdienlich zu verwenden, dafür dann halt Parken und Laden kostenlos machen, wenn die Fahrer das wünschen).
Und ich war auch dran beteiligt, dass wir hier Leih-Pedelecs von NextBike (oder wie auch immer die jetzt heißen) hin bekommen. Auch die werden reichlich benutzt und erfreuen sich so großer Beliebtheit, dass wir mittlerweile etliche neue Stationen einweihen konnten.
Schließlich habe ich mit einer anderen Gruppe noch aktiv dafür gekämpft, dass unsere Busanbindung optimiert wird, mehr Strecken, ein breiteres Netz, Taktverdichtung etc. - denn DIE werden mittlerweile auch bereitwillig angenommen und teils aktiv danach gefragt.
Dinge wie "ich kann halt nicht anders" sind in meiner Wahrnehmung nur typisch deutsche Ausreden. Frei nach Pispers: