Die Ansage von Israel Katz ist deutlich: »Wenn die Hamas nicht den Bedingungen Israels, der Abgabe der Waffen und der Freilassung der Geiseln, zustimmt, wird sich das Tor zur Hölle öffnen«, so Israels Verteidigungsminister Israel Katz in einem Beitrag auf X. »Dann wird die Hauptstadt der Hamas so aussehen wie jetzt Rafah und Beit Hanoun.« In den beiden von der Israelischen Armee (IDF) eroberten Städten wurden mit Bulldozern viele Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.
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Die Vereinten Nationen erklärten am Freitag, dass mittlerweile über 500 000 Palästinenser hungern. Gaza-Stadt wird auf der von eins bis fünf reichenden Skala der Versorgungslage nun mit fünf bewertet, der Definition einer Hungersnot. Noch dramatischer soll die Situation weiter nördlich sein. Die israelischen Behörden verweigern Hilfskonvois der Vereinten Nationen seit Monaten die Versorgung vieler Gebiete. Für 86 Prozent des Gazastreifens gilt mittlerweile ein Evakuierungsbefehl.
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Die derzeitigen Ausbauten deuten auf die Umwandlung des Areals zu einer Transitstation für die »freiwillige Ausreise« in Drittstaaten hin. Die beschönigende Formulierung für die ethnische Säuberung des Gazastreifens wird jedoch nicht einmal mehr in Israel verwendet. Radikale Nationalisten wie die einflussreiche Siedler-Aktivistin Daniella Weiss sprechen über die »nötige« Vertreibung aller Palästinenser ohne Gewissensbisse. Israelische Menschenrechtsorganisationen wie Betselem scheuen sich nicht, den Krieg als Genozid zu bezeichnen und fordern ein sofortiges Ende.
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Das Vorgehen der IDF in Gaza-Stadt entspricht den Angriffen auf Rafah und anderen Orten im Gazastreifen. Auch vor der Einnahme von Rafah war ein Waffenstillstand in Reichweite, doch stattdessen fielen wie jetzt in Gaza-Stadt Bomben auf die Flüchtlingslager am Stadtrand. Bis zu vier Meter tief sind einige der Krater. Die Bomben werden offenbar an willkürlichen Orten abgeworfen, um die Menschen zur Flucht zu bewegen.