this post was submitted on 16 Feb 2026
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Hallo zusammen,

meine aktuellen USB-Kopfhörer haben begonnen, sich aufzulösen, und ich möchte mir einen Ersatz zulegen, der eine Verbesserung darstellt. Aktuell schwanke ich zwischen den Sennheiser HD 560S und ähnlichen Modellen. Allerdings bin ich mir unsicher, ob mein aktuelles Setup den Anforderungen dieser Kopfhörer gerecht wird.

Ich nutze eine Linux-Maschine mit einem ASUS-Mainboard (TUF Gaming Z690-PLUS Wifi), das zwar einen etwas besseren Audio-Chip besitzt, aber ich vermute, dass die Sennheiser mit ihren 120 Ohm mehr Leistung benötigen, als das Mainboard liefern kann, um sauber zu laufen.

Welche Lösungen gibt es hierfür? Ich habe wohl ein Rattenloch geöffnet und bin reingefallen. Habt ihr Erfahrungen damit und könnt mir Tipps geben?

Ich möchte die Kopfhörer hauptsächlich für Musik (FLAC), Gaming und gelegentlich für Multimedia nutzen. Ich weiß, dass ich vermutlich einen Kopfhörerverstärker und/oder einen Digital-Analog-Wandler (DAC) benötige. Allerdings ist der Markt hier etwas unübersichtlich: Es gibt einige Hersteller, die auf mich einen unseriösen Eindruck machen, und von den gewohnten Herstellern findet man kaum etwas. Zudem ist eine Vielzahl der Geräte nicht oder nur schlecht erhältlich.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Empfehlungen – vielen Dank im Voraus!

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[–] YourAvgDuckHead@discuss.tchncs.de 8 points 3 days ago (2 children)

Ich trau mich kaum das laut auszusprechen, aber ich betreibe seit Jahren meine DT770 (250 Ohm) an billigen chinesischen Bluetooth Empfängern (allerdings mit AptX Low Latency, damit es nicht ganz so unerträglich ist). Das funktioniert super. Ich habe die Kopfhörer auch schon immer einfach direkt an die Headphone-Outs von meinen Geräten angeschlossen, ohne Vorverstärker oder DAC. An meinem Linux Desktop mach ich dann noch ein bisschen EQ mit Easy Effects, und verstärke die tiefen Bänder ein bisschen. Daher würde ich vorschlagen, probiers erstmal aus bevor du noch mehr Geld ausgibst.

Aber aus Audiophiler Sicht ist das sicherlich ganz schrecklich :D

[–] bilgamesch@feddit.org 4 points 3 days ago

Du machst das richtig. Wenn du keine Störgeräusche hast, brauchst du keinen externen DAC. Die meisten Mainboard-DACs sind gut genug - die Chips die da drauf sitzen teilw. identisch mit denen in den teuren Geräten.

Wenn man doch Störgeräusche hat: Apple USB-C -> 3.5mm Adapter. Mehr DAC braucht niemand. Der Verstärkerteil da drin schafft auch 250 Ohm-Kopfhörer, insofern sie nicht brutal ineffizient sind.

Einen Verstärker braucht man auch nur, wenn's sonst nicht laut genug wird - oder weil man auf den physischen Lautstärkeregler steht. Das ist der Grund, aus dem ich einen habe.

[–] nEx@feddit.org 4 points 3 days ago

Ich bin beeindruckt - danke! Das ermutigt mich, es einfach mal ohne irgendwelche weitere Hardware auszuprobieren.

Aber aus Audiophiler Sicht ist das sicherlich ganz schrecklich :D

Vermutlich :D

[–] ikirin@feddit.org 6 points 3 days ago* (last edited 3 days ago) (1 children)

Ich bin vor langer Zeit als ich meine audiophile Phase hatte auf einen externen Audio-Stapel umgestiegen mit einem Topping D30 DAC und einem JDS Labs Atom als Verstärker. Und Mikrofon mit einem ModMic am Kopfhörer drauf, angeschlossen auf eine externe USB-Schallkarte die etwa so groß ist wie ein USB-Stock.

Für das was ich mache vollkommener overkill - daher meine 2 Cent nimm dir die Kopfhörer die für die am besten klingen + falls der interne Audioschaltkreis deines Hauptbretts zu schwach ist, dann überleg dir einen externen DAC.

Achja, und beim Umstieg auf Linux hat das ganze 0 Probleme gemacht - funktioniert so reibungslos wie unter Kleinweich Fenster :)

[–] nEx@feddit.org 2 points 3 days ago (1 children)

Danke für deine 2 Cent! Die Installation klingt schon wirklich wild. Ich erkenne in euren Antworten ein Muster :D

auf Linux hat das ganze 0 Probleme gemacht

Das klingt wie Musik in meinen Ohren - auch wenn ich noch keine Kopfhörer habe. Windows habe ich zum Glück schon vor einigen Jahren verbannt. Linux auf die 1.

[–] ikirin@feddit.org 2 points 1 day ago

Es klingt wilder als das es ist - es ist 1 USB-Kabel vom PC an den DAC, dann 1 kurzes Kabel vom DAC zum Verstärker, und dann halt 1 3.5mm Klinkenverlängerung zu den Kopfhörern.

Das Mikro ist abnehmbar, und liegt daher bei dem Audiostapel hinten, die externe Schallkarte schon fix eingesteckt. Wenn ich also ein Mikro benötige wirds magnetisch befestigt, und wenn ich ausgeplaudert hab dann wirds wieder zurückgelegt :)

[–] shaoiken@feddit.org 6 points 3 days ago* (last edited 3 days ago) (1 children)

Meine Erfahrungen:

Wenn du die Kohle hast: Sennheiser HDB 630. Mit dem inkludierten Dongle ungelogen die eierlegende Wollmilchsau. Selbst für Hardcoreaudiophile, dank eingebautem Equalizer, und Gamer, die Latenz ist gering genug. Kostet aber 499,- €. Nutze ich nicht nur am PC, sondern an jedem Gerät was Ton wiedergibt.

Wenn du weniger ausgeben willst, hol dir nen Apple USB C Dongle als DAC und kabelgebundene Kopfhörer deiner Wahl. Alles an DAC mehr als das ist in den meisten Fällen rausgeworfenes Geld. Wenn du kein Apple magst, würde ich dir https://www.youtube.com/watch?v=a-jlS_OlSUg&t=57 als Startpunkt deiner Recherche empfehlen.

Edit: Ach ja, nutze seit 2017 ausschließlich Linux am PC. Läuft 1a darunter.

[–] nEx@feddit.org 3 points 3 days ago

Vielen Dank für deine Empfehlungen! Die Sennheiser HDB 630 klingen zwar nach einem vielseitigen Allrounder, aber die geschlossene Bauform und die Kunstleder-Pads sind leider nicht ideal für mich.

Dein Tipp mit dem Apple USB-C-Dongle als kostengünstige DAC-Lösung finde ich sehr praktisch, falls mein Mainboard-Audio nicht ausreicht, wäre das eine einfache Lösung. Den YouTube-Link werde ich mir auf jeden Fall anschauen.

[–] BigShammy80@feddit.org 6 points 3 days ago (1 children)

Seit ich vor ca. einem halben Jahr auf Linux umgestiegen bin, habe ich dort weiterhin mein altes Headset benutzt:

https://www.corsair.com/de/de/p/gaming-headsets/ca-9011235-eu/hs80-rgb-wireless-premium-gaming-headset-with-spatial-audio-carbon-eu-ca-9011235-eu

Das hat ohne Probleme funktioniert. Ich kann das Headset empfehlen, es hat einen super Klang, gutes Mikro und hält 3-4 lange Spieleabende durch, bevor man es laden muss. Sitzt auch sehr bequem.

Aber to be honest: Ich glaube hier gibt es 10 Meinungen von 5 Leuten 😂

[–] nEx@feddit.org 3 points 3 days ago

Danke für den Tipp, jedoch wollte ich kabellose Kopfhörer vermeiden.

[–] DramaLama@feddit.org 4 points 3 days ago (2 children)

Habe lange Zeit Beyerdynamic DT990 mit 250 Ohm Impedanz genutzt. Zuerst am Motherboard-Audio-Ausgang, später dann an einem Schiit Audio Magni+Modi (Keine Probleme unter Linux gehabt btw.). Klanglich war aber kaum ein Unterschied zu merken. Die Kopfhörer selbst sind deutlich wichtiger. Seit 3 Jahren habe ich mittlerweile Hifiman Sundaras. Klanglich gefallen mir die nochmal etwas besser und die DT990 nutze ich trotz der 250Ohm jetzt für alles andere: Am Keyboard, Laptop und manchmal an einem anderen PC direkt an der billigen Kopfhörer-Buchse vom Monitor. Ist immer laut genug, ohne das ich da jemals Verzerrungen oder ähnliches bemerkt habe. Kurzgesagt: Schicke DACs und Kopfhörer-Verstärker sind ganz nett, aber kein muss. 200€ Kopfhörer direkt am PC ist besser als 100€ Kopfhörer an einem 100€ DAC+Kopfhörerverstärker.

[–] Feddinat0r@feddit.org 4 points 3 days ago (1 children)

Kannst du mir das bitte mit den Ohm erklären? Ich habe beyerdynamic dt770, 80ohm, seit vielen vielen jahren und bin zufrieden, aber das mit den ohm, hab ich nie verstanden

[–] DramaLama@feddit.org 2 points 2 days ago

In jedem Kopfhörer befinden sich Treiber. Der Strom aus dem Kopfhöreranschluss erzeugt in ihnen ein Magnetfeld, welches wiederum die Membran zum Schwingen bringt und den hörbaren Schall erzeugt. Manche Treiber haben eine hohe Impedanz, so nennt sich der elektrische Widerstand bei Wechselstrom. Der wird (etwas vereinfacht) in der Einheit Ohm angegeben. Ist dieser Widerstand sehr hoch, fließt weniger Strom durch die Treiber. Damit die eine passende Lautstärke erreichen, muss etwas mehr elektrische Spannung her. Im Wesentlichen erreicht man die einfach, indem man die Lautstärke erhöht. Gerade mobile Geräte können aber nicht immer die Spannung liefern um das Audiosignal (welches ja letztendlich Strom ist) ausreichend durch den Treiber zu "drücken". Das merkt man vor allem, wenn ein Kopfhörer voll aufgedreht noch immer relativ leise ist. Kopfhörerverstärker stellen einfach nur sicher, dass genug Spannung vorhanden ist. Wichtig ist, dass mehr Ohm nicht gleich bedeutet, dass Kopfhörer besser klingen. Die Impedanz ergibt sich einfach aus der Konstruktion der Treiber.

[–] nEx@feddit.org 2 points 3 days ago

Vielen Dank für deine Erfahrungen und Einblicke! Deine Antwort gibt mir tatsächlich das Gefühl, dass das ganze Zubehör vielleicht mehr Begeisterung als tatsächliche Notwendigkeit ist – zumindest für meinen Anwendungsfall.

Die Sundaras klingen übrigens auch sehr interessant – die werde ich mir mal genauer anschauen.

[–] marius@feddit.org 2 points 2 days ago

Hab die 560s (klingen sehr geil für den Preis, sitzen aber recht stramm am Kopf) mit einem Fiio K5Pro. Mein Onboard Chip hatte mir einfach zu wenig Leistung. Finde nur etwas schade, dass der Fiio keinen EQ hat.

Für Windows gibt es für den Fiio einen Treiber, sodass man seine 24 bit 192 kHz flacs bitperfekt an das DAC übertragen kann. Für Linux habe ich noch nicht rausgefunden, wie man was anderes als die übliche Auflösung einstellt. Habe aber auch noch nicht wirklich nach gesucht