this post was submitted on 18 Aug 2025
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Nahost

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Nahost

Disteln in Libanon - SierpinskiDreieck

Nachrichten, Kultur und hoffentlich kulinarisches mit Bezug zum "nahen Osten". Aufgrund des sehr groben Verständnisses in Deutschland schließt das alles von Marokko im Westen bis Afghanistan im Osten ein. Themen der Diasporas, sowie die Beziehung zu anderen Ländern in der Welt sind ebenso willkommen. Bei Posts bitte möglichst deutsche Quellen nutzen und bei Bedarf englische mit verlinken.

Regeln

Bei Verstößen gibt es temporäre Auszeiten in schweren oder wiederhohlten Fällen permanent.

*Der ICC und ICJ haben unter anderem zu folgenden Themen bereits eine Rechtsauffassung vertreten.:

https://news.un.org/en/story/2024/05/1149966
https://www.icj-cij.org/case/186
https://icj-cij.org/case/192

founded 2 years ago
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https://archive.is/DdiqR

Wie ist es für Juden, nach dem 7.  Oktober in Deutschland zu leben? Zwei jüdische Schwestern haben Angst vor Ablehnung, sie erleben ungewollte Solidarität – und suchen nach jüdischer Normalität.

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[–] Peter_Arbeitslos@feddit.org 2 points 9 months ago (1 children)

Aber es muss ja auch ohne Aktivismus für Menschen möglich sein, sicher zu leben. Kenne in Berlin Jüd*innen, die sich überlegen, ob sie auf der Straße noch Hebräisch sprechen können. Und das liegt nicht an Nazis, sondern an radikalen Pro-Palästina-Menschen.

[–] Saleh@feddit.org 1 points 9 months ago (2 children)

Überlegen die sich das weil sie entsprechende Antisemitismuserfahrungen gemacht haben?

Ich frage, weil Lobbyorgamisationen wie der Zentralrat, die JSUD und RIAS gezielt Angst schüren.

Meine Erfahrung war dann, dass eine vermutlich jüdische Frau nahe der Synagoge in Prenzlauerberg, wo viele Jüdinnen und Juden leben, auf offener Straße und am hellichten Tag ihre Sandale in Richtung meiner arabischen Frau geschleudert hat. Wir hatten sie bis dahin überhaupt nicht wahrgenommen. Nach rationaler Angst sah das nicht aus. Wir haben uns dann jedoch gegen eine Anzeige entschieden, weil wir angesichts der bisherigen Erfahrungen mit der Berliner Polizei davon ausgehen müssen, dass wir dann Probleme bekommen und nicht die Täterin.

Bzgl. RIAS und JSUD erinnere ich mich noch an deren Pressekonferenz zur Vorstellung ihres neuen Jahresberichtes. Da wird einerseits das Abreißen von Plakaten über Hamas-Geiseln als Antisemitismus an Universitäten problematisiert und dann Lahav Shapira als Opfer von Antisemitismus inszeniert. Dass von Shapira Videoaufnahmen existieren, wo er zuvor zahlreiche Poster über durch die IDF ermordete Menschen abgerissen hat, sowie andere Studierende körperlich bedrängt hat, wird dabei ignoriert. Es gibt also zumindest für RIAS und die JSUD die Vorstellung, dass die gleichen Taten gegen Araber/Palästinenser/palästinasolidarische Menschen legitim sind, die gegen jüdische Menschen Antisemitismus seien und bekämpft werden müssen, im Fall von Universitäten auch mit autoritären Angriffen auf Grundrechte wie Freiheit der Forschung, freie Selbstentfaltung, freie Meinungsäußerung...

Mit den beiden Beispielen will ich zeigen, warum wir zwischen begründeten Ängsten und Problemen mit Antisemitismus, und zwischen von israel-extremistischen Organisationen geschürten Ängsten, denen eine rationale Basis fehlt, unterscheiden müssen.

[–] Successful_Try543@feddit.org 2 points 9 months ago (1 children)

Für die, die wie ich über die Abkürzungen der Organisationen stolpern:

[–] Saleh@feddit.org 1 points 9 months ago

Danke, da war ich zu sehr in meiner eigenen Bubble. Hier die Vorstellung des Jahresbericht von RIAS, auf die ich mich bezog:

https://www.youtube.com/watch?v=dacrjKdt8S8

Und hier eine Kritik der "Diaspora Alliance", einer jüdischen Organisation, die sich kritisch mit der IHRA-Antisemitismusdefinition und der Instrumentalisierung von Antisemitismus auseinandersetzt, sowie ein Artikel, der dazu eine kurze Übersicht bietet.

https://diasporaalliance.co/wp-content/uploads/2025/05/RIAS_German-final.pdf
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1191520.kritik-an-meldestelle-rias-zerrbild-zu-antisemitismus.html

[–] Peter_Arbeitslos@feddit.org 2 points 9 months ago

Ich kann jetzt schwer für sie sprechen, ohne sie konkret darauf anzusprechen (was ich lieber analog machen würde). Aber sie hatten mindestens schon Vorfälle im Bekanntenkreis und die Zahlen von antisemitischen Vorfällen sind nach dem 7.10. rein faktisch explodiert.