this post was submitted on 21 May 2026
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ADHS - Austausch, Tipps, Erfahrungen
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Ja, der zitierte Absatz ist schon ziemlich treffen auch für mich als AuDHS-Diagnostizierter.
Ich habe ein paar Jahre als Softwareentwickler gearbeitet, mit Masterstudium in Informatik. Fachlich habe ich den Job hingekriegt, aber trotzdem konnte ich mich selten dazu durchringen, mehr als das Minimum zu machen, was dann auch immer in dieses Klischee ausartete, dass ich bei einer Task, für die 10 Arbeitstage veranschlagt waren, 7 davon prokrastiniert habe und dann etwas abgeben habe, was trotzdem alle glücklich gemacht hat.
Ich weiß nicht, ob diese IT-Büroarbeit überhaupt so gestaltet werden kann, damit ich darin aufgehe. Es war glaube ich auch einfach dieses starke Gefühl der Entfremdung, dass ich dort an Produkten gearbeitet habe, die ich mir selber niemals kaufen würde und die ich in aller Regel auch nie gesehen habe. Ich hab dann irgendwann gekündigt, mein ganzes Leben umgekrempelt und noch ein weiteres Studium angefangen -- in Philosophie. Jetzt habe ich wieder meine schönen abstrakten Ideen und mentalen Gebäude, mit denen ich mich beschäftigen kann und es wurde mir nun angeboten, dass ich in ein paar Monaten eine technisch-philosophische Promotion anfangen kann. Viele Leute machen sich über mich lustig, da ich geradezu das Sinnbild eines Theoretikers bin, aber zum ersten Mal macht mir damit eine Tätigkeit auch wirklich Spaß.