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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Spitzenreiter waren AfD-Anhänger bei der Aussage: »Ich tue genug für den Staat« (89 Prozent), Schlusslicht bei der Aussage: »Der Staat tut genug für mich« (38 Prozent). Dass der Staat mehr für sie tun müsste, meinen 35 Prozent aller Bürger, aber 56 Prozent im AfD-Milieu. Die Differenz der Prozentsätze zwischen »Ich tue genug für den Staat« und »Der Staat tut genug für mich« war bei Anhängern der AfD mit weitem Abstand am größten (51 Prozentpunkte), gefolgt von den Nichtwählern (37), Anhängern der FDP (24), der Linken (13), der SPD (12), der Grünen (10) und der Union (9).6

Eine Gesinnungs- und Anspruchsegozentrik, die natürlich leicht Frustrationen und Kränkungen produzieren kann, stach schon in der Mitte-Studie 2023 bei den AfD-Anhängern hervor. Die Aussagen: »Menschen wie mir steht mehr zu als anderen« und »Menschen wie ich verdienen eine bessere Behandlung als andere« sind klassische Items zur Messung von Anspruchsdenken. Sie werden in der psychologischen Forschung genutzt, um Persönlichkeitsmerkmale wie Narzissmus, Egozentrik und den Wunsch nach Sonderbehandlung zu identifizieren. Beide Aussagen weisen in der Mitte-Studie 2023 etwa drei Viertel der Bevölkerung zurück, nur jeder Zehnte macht sie sich »eher« oder »voll und ganz« zu eigen, darunter überdurchschnittlich viele Jüngere, Ostdeutsche und solche mit Berufsausbildung. Die subjektiv eingeschätzte Schichtzugehörigkeit stand in keinem statistisch bedeutsamen Zusammenhang mit Anspruchsdenken. Während Anhänger von Grünen und Linken signifikant unterdurchschnittlich Ansprüche auf Besser- bzw. Sonderbehandlung stellten, nahmen solche der AfD den Spitzenplatz ein, gefolgt von FDP-Anhängern, die ihre eigene wirtschaftliche Lage vergleichsweise gut einschätzen. Insofern liegt es nahe, dass weniger die reale eigene wirtschaftliche Lage als »neoliberale Denkstrukturen für die Ausprägungen von Anspruchsdenken verantwortlich sind. [...] Exkludierende Gedanken gegenüber Gruppen, deren Mitgliedern vermeintlich weniger zusteht als der eigenen Gruppe, verdeutlichen einen relativen Anspruch nicht zuletzt im Einklang mit grundlegend populistischen Positionen«. Es fanden sich »deutliche Zusammenhänge zwischen dem Anspruchsdenken einerseits und rassistischen, klassistischen, hetero-/sexistischen sowie antisemitischen Einstellungen«.

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[–] A_norny_mousse@piefed.zip 3 points 2 weeks ago

Sorry für englisch, aber:

Bodean James Gazzer had spent thirty-one years perfecting the art of assigning blame. His personal credo - Everything bad that happens is someone else’s fault - could, with imagination, be stretched to fit any circumstance. Bode stretched it. The intestinal unrest that occasionally afflicted him surely was the result of drinking milk taken from secretly radiated cows. The roaches in his apartment were planted by his filthy immigrant next-door neighbors. His dire financial plight was caused by runaway bank computers and conniving Wall Street Zionists; his bad luck in the South Florida job market, prejudice against English-speaking applicants. Even the lousy weather had a culprit: air pollution from Canada, diluting the ozone and derailing the jet stream… A series of unhealthy friendships eventually drew Bode Gazzer into the culture of hate and hard-core bigotry. Previously, when dishing out fault for his plight, Bode had targeted generic authority figures - parents, brothers, cops, judges - without considering factors such as race, religion or ethnicity. He’d swung broadly, and without much impact. But xenophobia and racism infused his griping with new vitriol.


Carl Hiaasen, Lucky You (1997)

Hiaasen's Romane kann ich komplett nur empfehlen.