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Kolumne Starke Gefühle von Pauline Jäckels

Die CDU-Kampagne gegen "Lifestyle-Teilzeit" soll triggern. Das tut sie auch. Denn wir sollen mehr arbeiten, aber vom Wachstum haben wir wenig.

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[–] nicerdicer@feddit.org 19 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Man darf nie vergessen, dass all diese Debatten von der CxU losgetreten werden, um die Bevölkerung gegeneinander auszuspielen, so dass sie am Ende ideologisch zerstritten ist. Dann kann sie nicht mehr geschlossen gegen die politischen Eingebungen vorgehen. Das Muster ist hierbei ist immer das Gleiche: es gibt "gute" und "schlechte" von denen, und die werden gegeneinander ausgespielt.

  • Bürgergeldempfänger: Die "guten" haben halt unglücklicherweise ihre Arbeit verloren, und müssen wieder auf die Beine kommen. Eine Lappalie sozusagen. Die "schlechten" sind diejenigen, die in der öffentlichen Wahrnehmung "keinen Bock auf Arbeit haben", oftmals, weil hier psychische und physische Hürden (z.B. durch Sucht, Krankheiten etc.) vorhanden sind, die man nur überwinden kann, wenn eine vernünftige Hilfestellung geboten würde. Und Ausländer natürlich: da wird - leider auch erfolgreich - der Eindruck verbreitet, "dass die Ausländer ja ausschließlich hierher kommen, um die Stütze abzugreifen".

  • Teilzeit: Auch hier sollen die einen gegen die anderen ausgespielt werden. Die "guten" in Teilzeit Arbeitenden sind alleinerziehende Mütter, die neben der Arbeit auch noch die Erziehung der Kinder organisieren müssen. Die hätten auch gar keine Zeit, Vollzeit zu arbeiten. Die "schlechten" hingegen sind diejenigen, die einfach nur gut verhandelt haben, und vielleicht nur eine Vier-Tage-Woche haben - dafür werden sie aber auch nur für vier Tage bezahlt und nehmen in Kauf, dass die Entscheidung, in Teilzeit zu arbeiten, sich ggf. negativ auf die Rente auswirken könnte!

Und so geht es in vielen Bereichen weiter. In der Zeit (die machen da mittleweile auch ordentlich mit) gab es einen Artikel (mittlerweile Paywall), in dem die Leser gefragt worden sind, ob diese eine eigene Wohnung angemietet haben, obwohl sie mit ihren jeweiligen Lebenspartnern in deren Wohnung zusammenleben. Auch hier ist das Muster, Gruppen untereinander auszuspielen, erkennbar. Der Ansatz hier geht sicherlich in die Richtung, dass ja der Wohnungsmarkt sehr angespannt ist, und diese Leute nun eine potentielle Wohnungen blockieren, obwohl sie zeitweilig woanders untergekommen sind.

Lasst euch nicht verarschen!