this post was submitted on 04 Feb 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Palmers Verhalten war unangemessen.
Mit dem falschen Ticket in der ersten Klasse fahren ist ein Verstoß gegen die Beförderungsbedingungen des Zugbetreibers. Das geht mir persönlich am Arsch vorbei; ich arbeite nicht für die Bahn. Wenn die Leute sich in dann unangemessen verhalten, ist das ein Problem – aber das wäre es auch, wenn sie sich ein richtiges Ticket hätten. Das ist vollkommen orthogonal zueinander.
Insofern habe ich am Verhalten des Jugendlichen per se nichts auszusetzen. Das schließt potenzielles späteres Fehlverhalten nicht aus, aber dafür gibt es keine Anzeichen.
Palmer hingegen hat sich erst mal aufgeführt, als wäre er ein Zugbegleiter, und hat den Jugendlichen konfrontiert. Er arbeitet aber nicht für die Bahn und hat keine Autorität in der Sache. Also wäre hier Palmer der Unruhestifter.
Als der Jugendliche sich dann unhöflich aus der Unterhaltung entfernt hat, hat Palmer (der zuvor nicht als Angehöriger der Polizeibehörde zu erkennen war) ein für Streifenpolizisten intendiertes Privileg angerufen, und wollte wegen der wahrgenommenen Beleidigung Personalien aufnehmen. Wie gesagt: Er war als Polizist nicht erkennbar und ist ohnehin nur über seinen Titel als Oberbürgermeister Teil der Polizeibehörde.
Das ist ein massiver Übergriff. Als Bürgermeister mag er technisch gesehen in der Lage sein, das zu tun, aber gesellschaftlich werden hier Grenzen überschritten. Und als Leute das dann kritisieren, zeigt er sich empört, weil er davon ausgeht, dass er als Oberbürgermeister Tübingens das Recht hat, sich jederzeit zu verhalten, als wäre er ein hybrider Zugbegleiter/Bundespolizist.
Ganz ehrlich: Den Leuten in den Öffis weniger durchgehen lassen kann nicht bedeuten, eine solche grundlose Eskalation zu tolerieren.