this post was submitted on 07 Feb 2026
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Soziales_Arbeit
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Themen aus den Bereichen Soziales & Arbeit. Diskusionen sind gern gesehen, jedoch immer im Rahmen der Netiquette.
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Ich finde es etwas schade, dass der Artikel impliziert, dass diese Art von Austausch nur in Präsenz möglich ist.
Ich arbeite quasi zu 100% im Home Office. Ein Teil meiner Kollegen sitzt in anderen europäischen Ländern, da gibt es einen dedizierten Austauschtermin pro Woche und Chats für ad hoc Austausch und ich finde nicht, dass das weniger gut klappt, als beim vorherigen AG wo sich alle in Präsenz gesehen haben.
Mit meinen Teamkolleginnen, die beide am anderen Ende Deutschlands sitzen sehe ich mindestens einmal täglich per Videokonferenz und da kombinieren wir in einem entsprechend strukturierten Termin sozialen Austausch, gegenseitige Updates und fachlichen Austausch.
Wir gehören mit zu den produktivsten Teams. Ich würde sagen, dass das nicht an Präsenz vs HO liegt sondern daran, dass wir führungslos arbeiten (keine direkte Führungskraft, wir legen unsere Themen und Ziele selbst fest, das Management hat veto Recht) und damit mehr hinter unseren Themen stehen.
Wenn ich das mit meinen früheren Jobs vergleiche, arbeite ich auch weniger für die Tonne.
Alle paar Monate treffen wir uns in Präsenz, um unsere nächsten Ziele festzulegen und schön Essen zu gehen. Für mich persönlich ist das völlig ausreichend und ich glaube mehr Zeit im office würde uns tatsächlich eher ausbremsen. Nicht zuletzt weil ich Stille schwer aushalte und deshalb unfassbar viel rede :D
Ich glaube, der soziale Austausch ist ein bisschen die Crux. Der ist super schwierig zu formalisieren.
In Präsenz entsteht der halt einfach irgendwie™.
Ich habe mal in einem remote only Unternehmen gearbeitet. Da hat sich der soziale Austausch auch in den Konferenzen ergeben, das war auch natürlich. Dann sollten die Meetings effizienter werden, es gab keinen sozialen Austausch mehr. Dann haben sich alle beschwert, dass es so seelenlos ist. Dann wurde der soziale Austsausch formalisiert. Das hat aber halt gar nicht geklappt. Wenn es heißt "jetzt sind 10 Minuten für random Gelaber, danach wird es produktiv" - das klappt halt nicht (oder klappte halt in dieser speziellen Teamkonstellation nicht).
Wir bereiten das teils gezielt vor indem wir irgendeine generische Frage, ein meme oder irgendwas in der Art mitbringen. Manchmal brauchen wir das dann aber nicht, weil wir so ins Gespräch kommen.
Ist sicherlich nichts für alle.
Das mit der Effizienz ist dann halt schädlich. Aber wäre es wohl auch in Präsenz, wenn die Vorgesetzten mit im Raum sitzen und darauf achten würden, dass nur über produktives gesprochen wird. Da käme das mir irgendwie befremdlicher vor.