this post was submitted on 14 Jan 2026
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HUMANTIUS: Deutschland🇩🇪

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Webseite: https://humantius.wordpress.com/

Diese Gruppe richtet sich an alle, die sich aktiv für eine humanistische Gesellschaft einsetzen möchten. Hier findest du Gleichgesinnte, die gemeinsam die humanistische Idee voranbringen möchten. Wir bieten Raum zum Austausch und zur Entwicklung von Vorschlägen. Wir freuen uns über jeden, der mitdenkt und mitgestaltet. Nur so entsteht eine lebendige Gemeinschaft jenseits bloßen Beobachtens.

founded 3 months ago
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Frauenparkplätze oder Parkplätze mit Schildern wie „reserviert für Frauen“ oder „nur für Frauen“ ausgewiesen sind sexistisch. Es ist eine klare Form von Geschlechterdiskriminierung, weil eine Gruppe bevorzugt und die andere bewusst ausgeschlossen wird.

Sie privilegieren eine Gruppe einseitig und entziehen anderen Menschen (in diesem Fall Männern) faktisch die Nutzung. Wenn es Frauenparkplätze gibt, müsste es konsequenterweise auch Männerparkplätze geben. GIBT ES ABER NICHT. Gerade weil das so ist, handelt es sich um eine einseitige und damit offensichtlich unfaire Begünstigung.

Theoretisch könnten Männer dort zwar parken, aber schon der Name schreckt ab, und in privaten Einrichtungen können Fahrzeuge von Männern geparkt, sogar abgeschleppt oder sanktioniert werden. Stellt euch vor, da stünde „Nur parken, wenn Sie Jude sind“ oder „Reserviert für Schwarze, keine Weißen“ oder irgendeine beliebige Gruppe ohne sachlich zwingenden Grund wie „Ärzte im Dienst“ in unmittelbarer Nähe eines Krankenhauses. Der Aufschrei wäre gewaltig.

Es ist mehr als fragwürdig, warum Frauenparkplätze nicht als Diskriminierung und Sexismus gelten. Eigentlich müssten solche Parkplätze rechtlich als Benachteiligung von Männern bewertet und entsprechend strafrechtlich verfolgt werden, stattdessen verkauft man sie als „tolerant“ und „fortschrittlich“, und der Staat spielt bei dieser Inszenierung brav mit.

Zur Begründung heißt es dann immer: Frauenparkplätze seien für die Sicherheit von Frauen gedacht. Da drängt sich ziemlich klar die Frage auf: „Brauchen Männer etwa keine Sicherheit?“ Wie soll man das verstehen? Sollen Männer in gefährlichen, dunklen Sackgassen parken, weil „Mann = stark“, während Frauen in die hellen, blumendekorierten Bereiche mit Kameras sortiert werden?

Das Sicherheitsbedürfnis ist kein geschlechtsspezifisches Merkmal. Auch Männer fühlen sich an bestimmten Orten unsicher. Dies wird jedoch oft ignoriert oder sogar verschwiegen. Viele Männer glauben, stark wirken zu müssen, und leugnen deshalb ihre Angst in solchen Situationen.
Auch Männer werden in und um Parkhäuser Opfer von Gewalt, und insgesamt sind Männer statistisch sogar häufiger von körperlichen Angriffen betroffen als Frauen. Wenn man auf Statistik pocht, um Frauenparkplätze zu rechtfertigen, dann könnte man genauso gut eine Statistik raussuchen, wo Männer die Opfer sind und prompt Männerparkplätze einführen. Oder eine, wo überwiegend Weiße oder Schwarze betroffen sind, und dann Parkplätze nur für diese Gruppe reservieren. Quasi: Finde Statistik für Gruppe X und mach Schutzmaßnahmen nur für Gruppe X. Das zeigt, wie absurd selektiv solche „sachlichen Gründe“ sind. Sicherheit sollte für alle gelten, nicht je nach passender Zahlengeschichte. Statt eine Gruppe zu bevorzugen, sollten Maßnahmen geschaffen werden, die allen zugutekommen: bessere Beleuchtung, Videoüberwachung, Notrufsäulen und ein generelles Sicherheitskonzept, das Menschen schützt. Nicht nur Frauen, nicht nur Männer, sondern einfach alle.

Das Bitterste daran ist: Dieser Sexismus und diese Diskriminierung von Männern passieren völlig offen, direkt vor den Augen aller und Gesellschaft wie Staat verkaufen das auch noch als modern, wichtig und „sensibel“. HALLO, SEID IHR ALLE BLIND ODER WAS? Echte Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte und Pflichten für alle, nicht Sonderrechte für eine Gruppe, während man die andere stillschweigend zurückstellt.

Wer solchen Sexismus wie Frauenparkplätze oder andere Benachteiligungen entdeckt, sollte zuerst den sauberen Weg wählen:

Eine sachliche, aber klare E‑Mail an die Firma bzw. den Betreiber des Parkplatzes.

Wenn dort nichts passiert, den nächsten Schritt: an die Stadt, den Bürgermeister, zuständige Stellen schreiben und begründen, warum das diskriminierend ist.

Alternativ kann man natürlich versuchen, mit plakativen Mitteln Aufmerksamkeit zu erzeugen etwa Sticker wie „Sexismus“ oder entsprechende Markierungen oder Schrift. Aber: Alles, was in Richtung Beschädigung, Schmiererei oder unerlaubtes Bekleben geht, ist strafbar und kann durch Kameras, Zeugen oder Gesichtserkennung schnell zu Anzeigen und einem richtig unangenehmen Verfahren führen; Am Ende steht dann in den Medien „Die Männer sind aggressiv, deshalb brauchen wir mehr Frauenparkplätze“, während am eigentlichen Problem nichts geändert wird.

Klarer gesagt: Der Ärger ist absolut, man darf wütend sein Aber der klügste Weg ist, diesen Sexismus mit legalen, dokumentierten Mitteln anzugehen, statt sich von einem ungerechten System noch kriminalisieren zu lassen

Zusatz: https://www.roland-rechtsschutz.de/frauenparkplatz/#speziell-gekennzeichnete-parkplaetze

top 13 comments
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[–] DmMacniel@feddit.org 6 points 3 weeks ago (2 children)

Seit den 1990er Jahren dokumentieren Studien, dass sich viele Frauen im öffentlichen Raum unsicher fühlen, da sie sexuelle Übergriffe und Gewalt fürchten. Dadurch schränkt sich ihre Bewegungsfreiheit ein: Aus Angst, bedroht oder belästigt zu werden, meiden viele Frauen bestimmte Räume insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Die stadtplanerische Veränderung so genannter Angsträume, wie Parks, Unterführungen, Parkplätze an Autobahnen und Flughäfen, Parkhäuser und Tiefgaragen, führte unter anderem zur Einrichtung von Frauenparkplätzen. Diese sind meist näher an Fluchtwegen und Ausgängen, heller beleuchtet oder im Aufnahmebereich von Kameras gelegen und sollen so das Sicherheitsempfinden von Frauen erhöhen und ihre Mobilität fördern. Frauenparkplätze sind in vielen Städten inzwischen Standard.

Noch fragen? Bricht es dir wirklich ein Zacken aus der Krone, dass du als männlicher Mann 2 Meter weiter gehen musst nur weil die ersten Parkplätze ausgewiesen sind?

Und warum bemängelst du nur Frauenparkplätze was ist mit Behindertenparkplätze oder Familienparkplätze? Diskriminierend nicht?

[–] rumschlumpel@feddit.org 3 points 3 weeks ago

Was ist mit unmännlichen (gender-nonconforming) Männern, schwarzen Männern usw.? Die weitaus meisten Männer sind keine Gewalttäter, sondern genau wie Frauen potentielle Gewaltopfer - vergewaltigt werden sie wohl seltener, gerade im Kontext von Parkplätzen, aber Vergewaltigungen sind bei weitem nicht das einzige Gewaltverbrechen, das auf Parkplätzen stattfindet. Und im Fall von Parkplätzen wäre es wohl allemal möglich, alle Geschlechter besser zu schützen.

[–] KounjiKakumeika@feddit.org 2 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago) (1 children)

https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenparkplatz - Also es behaupte, dass die Studie zeigte, dass Frauen sich unsicher fühlen. Da stellst sich die Frage, fühlen sich Männern etwa sicher? Dazu kommt noch, dass ich keine Studie finden konnte , um das Verhältnis von Frau und Mann und das Gefühl von Sicherheit in der Garage. In Allgemeinheit gibt es das aber nicht für Garagen. Auch in Wikipedia (en/de) konnte ich dazu keines Studie finden.

Dann stellt sich die Frage warum gibt es dann keine Männergassen oder nur Männerraum, weil Männer Opfer von Gewalt sind. -> https://feddit.org/comment/10973001

was ist mit Behindertenparkplätze oder Familienparkplätze

Das ist doch nicht Diskriminierend. In Familienparkplätze können auch Väter parken. Und behinderte habe es sowieso schwer im Leben. Da ist ein Behindertenparkplätze lobenswert. Ich fokussiere mich eher auf Sexismus.

[–] mech@feddit.org 3 points 3 weeks ago (1 children)

Und behinderte habe es sowieso schwer im Leben.

Frauen in diesem Kontext auch.
Sprich mal mit einer Frau und lass dir erklären wie das ist, wenn der Gedanke "Wie verhindere ich, dass ich vergewaltigt werde?" im Alltag immer präsent ist. Und frage dich, wann du das letzte Mal diesen Gedanken hattest.

[–] KounjiKakumeika@feddit.org 2 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago)

Das gleiche könnte ich doch in Bezug auf Männer sagen?

also so was:

Sprich mal mit einem Mann und lass dir erklären wie das ist, wenn der Gedanke

  • Wie komme ich nicht als gefährlich vor?
  • Wieso werde ich bei physischen Auseinandersatzung als Tatverdächtiger bestraft.
  • Wieso ist es selbstverständlich dass ich bei physischen Aufgaben immer alles erledigen muss. (Vielleicht eher in den Alten Zeiten. Heute eher weniger so.)
  • Bei Familiengerichten werden die Kinder immer zu Mutter gebrach und nicht zum Vater. (Fuhrer sehr extrem. Heute eher nicht. Aber im allgemeinen ist es aber doch noch so)
  • Werde ich heute Nacht angegriffen? (Das ist eigentlich geschlechtsneutral, denn das fragt sich jeder, unabhängig vom Geschlecht.) ...

im Alltag immer präsent ist. Und frage dich, wann du das letzte Mal diesen Gedanken hattest.

Das sind alle einzelne Punkte wo man immer nur auf ein Geschlecht fokussiert. Man kann das auf jede einzelne Sache beziehen.

Alle Fragen sind legitim, aber eine Aufspaltung hilft keinem. Oder wollen wir jede Gruppe in jedem Aspekt in einem Bereich bevorzugen mit dem Argument von Schutz?--------------

[–] NotAnonymousAtAll@feddit.org 5 points 3 weeks ago (4 children)
[–] remon@ani.social 4 points 3 weeks ago

Lektion: Es braucht mehr graue Boxen!

[–] rumschlumpel@feddit.org 3 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago)

Finde ich nicht passend, das erinnert mich zu sehr an TERF-Logik a la "Männer sind inhärent gewalttätig". Was ist mit den ganzen männlichen Opfern von Gewalt? Ich würde behaupten, dass Männer die z.B. sichtbar gendernonconforming sind oder bestimmten ethnischen Minderheiten angehören, ein höheres Risiko haben, auf einem Parkplatz Gewalt angetan zu bekommen als die meisten Frauen.

[–] KounjiKakumeika@feddit.org 0 points 3 weeks ago

Ich kenne die Metapher. Aber am Ende ist es und andere Bilder in eine Diskussion nutzlos. Vielleicht sind sie gut für ein Konzept aber sonst nicht. Es gib auch Kritik dafür. Aber konnte ich jetzt nicht finden außer das da: https://wizardwalk.com/newblather/?p=2668

In Kontext auf Frauenparkplätze sagt es nichts aus? Ist es gerecht weil Frauen benachteiligt werden? (Weil die Stufen im Bild die Frauen bekommen und dort sind die Frauen kleinwüchsig.) Werden Männer nicht benachteiligt? Ich glaube aber, dass du das damit nicht meinst.

Die Metapher ist für Allgemeinheit (Wobei das Geschlecht egal ist) aussagekräftig. Aber für spezifische Sachen eher nicht.

[–] RoflmasterBigPimp@feddit.org 3 points 3 weeks ago
[–] siebentiger@feddit.org 0 points 3 weeks ago

Das passiert, wenn Männchen versuchen, Jurist zu spielen🤦

[–] KounjiKakumeika@feddit.org -1 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago)

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html


=> Finde Statistik für Gruppe X und mach Schutzmaßnahmen nur für Gruppe X

Männer sind meistens Opfer von Gewaltkriminalität . Logisch folgen Männergassen, Männerwege oder Männerraume mit Kameras und Beleuchtung. Oder andere Maßnahmen speziell für Männer

Werden aber von Politik und Gesellschaft komplett ignoriert.

spoilerAber Frauenparkplätze werden unterstützt.
DOPPELSTANDARD

Und so kann man alle in Gruppen aufteilen, wenn man die nötige Statistik herausfischt.