this post was submitted on 31 Mar 2026
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Frag Feddit

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Gibts im Fediverse, oder auch anderswo eine (bevorzugt deutschsprachige, englisch aber auch ok) Community, Forum oder sonst irgendwas wo man auch als Noob eine verständliche Einführung in das Thema, bzw ein bisschen Durchblick aneignen und ggfs bei Unklarheiten auch ne Frage stellen kann?

Ich möchte für meine Familie eine Alternative zu Google Fotos und Drive, die Daten sollen bei mir bleiben.

Habe dafür schonmal teilweise was zum laufen gebracht, bisher aber nur lokal. Bevor ich da jetzt sensible Daten einfüge und das alles aus dem Internet erreichbar mache würde ich allerdings gern ein bisschen besser wissen was ich da tue, wie was funktioniert und was ich eigentlich brauche dass das am Ende auch sinnvoll gesichert ist und ich nicht unwissentlich irgendwo riesige Lücken eingebaut habe. Problem ist ich kenne mich mit sowas bisher nicht gut aus, das ist jetzt erstmal sehr viel Input. Man findet haufenweise Tutorials, die manchmal aber auch mehr verwirrend sind weil neben den reinen Anweisungen zu Installation/Konfiguration ein bisschen die Erklärung fehlt oder im nächsten Tutorial die gleiche Sache ganz anders ist. Jemand ne Idee?

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[–] ardorhb@discuss.tchncs.de 2 points 14 hours ago

Würde auf deutsch im Fedivers auch auf !de_edv@feddit.org setzen. Ist natürlich allgemeiner aber da dürften sich die meisten Leute tummeln die sowas irgendwie machen.

Hab auch schon lange Nextcloud (bzw. anfangs noch ownCloud) und bisschen anderen Kram am laufen. Gut eingerichtet läuft das eigentlich die meiste Zeit recht still vor sich hin.

[–] kossa@feddit.org 9 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (2 children)

Sehr gute Startressource ist linuxserver.io.

Ist Englisch, aber ich rate auch dich gleich an Englisch und v.a. die Fachsprache zu gewöhnen. Das Troubleshooting wird dadurch bedeutend einfacher.

[–] Klingenrenner@feddit.org 4 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Ein weiterer Tipp: System nie auf deutsch installieren, wenn es keine große deutsche user base gibt. Es ist absolut Hölle eine deutsche Fehlermeldung online zu suchen. @argl@feddit.org

[–] argl@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Genau deswegen suchte ich bevorzugt nach deutschsprachigen Communitys, Englisch sprech ich zwar grundsätzlich gut genug, aber wenns um Dinge geht wo man sich eh nicht auskennt ists halt doch einfacher. Gleich auf englisch aufsetzen könnte da tatsächlich praktisch sein 👍

[–] Klingenrenner@feddit.org 1 points 1 day ago

Daher der Tipp ^^

Ich verfluche noch mindestens wöchentlich die Entscheider, die den active directory server seinerzeit auf Deutsch aufgesetzt haben. Du könntest in jede Fehlermeldung davon "oh no, we made a fucky wucky, a little oingo boingo" schreiben und hättest den gleichen Informationsgehalt.

ich rate auch dich gleich an Englisch und v.a. die Fachsprache zu gewöhnen. Das Troubleshooting wird dadurch bedeutend einfacher.

Kann ich so bestätigen. In der gesamten IT-/Software-Welt ist Englisch halt einfach standard. Auch wenn man durchaus Infos auf deutsch findet, habe ich das Irgendwann aufgegeben und suche mittlerweile eigentlich ausschließlich auf Englisch, einfach weil man meist deutlich mehr infos findet.

[–] ranslite@pie.dasneuland.de 7 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (3 children)

Ich habe eine alte Workstation als Homeserver laufen und nutze Immich als Google Fotos Alternative und ein paar Samba Freigaben als NAS. Die Verbindung stelle ich als Wireguard VPN Verbindung her. Es laufen außerdem noch Jellyfin als Medienserver und Paperless ngx als Dokumentenverwaltung.

Außerdem noch wichtig ist eine Backup Strategie. Ich habe dafür einen zweiten kleinen Homeserver und eine Storagebox bei Hetzner laufen, wo die Backups gesichert werden.

Die Lernkurve ist am Anfang steil und dokumentiere dir alles, um es später nachvollziehen zu können. Es ist auch kein install and forget Vorhaben. Man muss sich aktiv um regelmäßige Updates deines Setups kümmern.

Bin zwar selber nur Hobbyadmin, aber bereue nicht selbst diese Reise angetreten zu sein.

[–] argl@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Backup Strategie steht als nächstes auf der Liste wenn alles erstmal läuft wie geplant. Bisher sind meine Daten auf mehreren Festplatten gesichert und erstmal einigermaßen sicher denk ich. Auf Dauer wollte ich das irgendwie automatisieren und dann vielleicht statt nur der Bilder, Dokumente etc auch das gesamte System sichern um das bei Bedarf schnell wiederherstellen zu können statt komplett neu aufzusetzen.

Dokumentation muss ich tatsächlich noch was tun solange ich es noch zusammenkriege, eigentlich war das alles erstmal nur zum testen gedacht, aber funktioniert deutlich besser als erwartet.

Updates stehen auch auf meiner Liste. Geht doch sicher auch irgendwie automatisch?

[–] ranslite@pie.dasneuland.de 2 points 1 day ago

Meine Backups habe ich mit Bash Script, die mittels Cronjob gestartet werden, automatisiert.

Docker Container lassen sich mit Watchtower aktuell halten. Ich habe da nur Angst in breaking changes zu geraten.

[–] cows_are_underrated@feddit.org 3 points 1 day ago (1 children)

dokumentiere dir alles, um es später nachvollziehen zu können.

Wenn man selber Lust hat mit Bash ein bisschen mehr zu programmieren lohnt es sich auch durchaus Installationsprozesse mit Skripten voll zu automatisieren. Die Skripte können dann als Dokumentation dienen und wenn man mal was neu aufsetzen will, muss man nur das Skript neu ausführen.

[–] argl@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

Das wäre tatsächlich cool, aber ist dann halt nochmal ein weiteres Thema wo ich von annähernd Null anfangen müsste 😅 Mal schauen, vielleicht setze ich das auch alles nochmal neu auf, geht ja mit nem Raspi einfach und bei Nutzung einer anderen SSD sogar ohne was kaputt zu machen, da könnte ich mich an sowas mal versuchen. Bisher läuft alles auf dem standard Pi OS, nachdem ich ursprünglich nicht auf GUI verzichten wollte und jetzt aus Faulheit doch alles über SSH geschafft hab könnte ich ja dann auch Ubuntu Server oder so probieren.

[–] cows_are_underrated@feddit.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Das ist gar nicht mal so enorm schwer. Die ganzen Befehle die du dir aus den Anleitungen kopiert sind ja eben genau das (also Bash). Was bei der Automatisierung von Installationen halt wichtig ist, ist dass du einfach nach jedem Befehl, der Potentiell Fehlschlagen kann prüfst, ob der vorherige Befehl fehlgeschlagen ist. In bash geht das über die Variable $?, welche immer den exit code Der letzten Operation enthält. Wenn $? nach einer Operation 0 ist, heißt es, dass diese Erfolgreich war. Alles andere heißt, dass irgendwas schief gelaufen ist. Das ganze würde dann (beispielsweise) so aussehen:

mkdir -p some/directory/path
ret=$?
if [ $ret != 0 ]; then
   echo 'could not create directory "some/directory/path" '
   exit 1
fi

Wo Es etwas komplizierter wird ist, wenn man als Teil einer Installation Konfigurationsdateien erstellen oder bearbeiten muss.

Das bearbeiten einzelner Werte in einer bereits bestehenden Konfigurationsdatei ist an sich aber noch relativ einfach:

sed -i -E "s/username=.*/username=cows_are_underrated/" ""config.txt"

Was der command tut ist, dass er die Datei config.txt Zeile für Zeile nach dem gegebenen Muster username= (gefolgt von einer beliebigen Anzahl an weiteren Zeichen (das ist die Bedeutung von .*. Der . bedeutet ein beliebiges Zeichen und das *, dass beliebig viele davon folgen können)) durchsucht und jedes vorkommen dieses Musters durch username=cows_are_underrated ersetzt. Das s Am Anfang des "commandos" (ich weiß nicht, was der richtige Name ist) signalisiert sed, dass das gegebene Muster wie bereits beschrieben ersetzt werden soll. Die -i Flag sorgt dafür, dass die Datei auch bearbeitet wird und nicht nur das Ergebnis, nachdem sed durch ist mit den Operationen, in dein Terminal ausgibt. Die -E Flag sorgt dafür, dass sed zum durchsuchen Extended Regex nutzt. Regex ist eine formale Sprache zum beschreiben von Zeichenketten und es gibt halt verschiedene "Flavours" davon, welche u terschiedliche Funktionalitäten haben. Extended Regex ist so mit die simpelste. Wenn du Regex lernen willst (leider ist Regex nötig, sobald man etwas kompliziertere Bash Skripte schreibt), kann ich nur regexcrossword.com und regex101.com empfehlen.

Ich selber kann es wirklich nur empfehlen zumindest ein bisschen bash zu lernen. Ich weiß, es ist zum lernen schon ein ziemlicher Krampf, aber sobald man es einmal zumindest grob verstanden hat ist es relativ angenehm zu nutzen. Es ist auch absolut belohnend zu sehen, wie dein gesamter Server sich durch das ausführen einiger Skripte komplett von alleine einrichtet und konfiguriert.

[–] Majoran@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Ich selber kann es wirklich nur empfehlen zumindest ein bisschen bash zu lernen.

Ich weiß immer nicht, ob das 2026 wirklich noch stimmt. Ich habe in meinem Leben bestimmt ein halbes Dutzend Programmiersprachen gelernt, aber die Bash-Syntax wir mir immer zu doof. Klar, mit nem Cheatsheet kann ich Bashskripte auch lesen und hinfriemeln, aber wer heutzutage seine eigene Automatisierung skriptet, nimmt doch mindestens python. Wichtiger ist doch, Code-Logik vom Prinzip her zu verstehen, statt sich auf eine Sprache festzunageln.

[–] cows_are_underrated@feddit.org 1 points 23 hours ago* (last edited 23 hours ago) (1 children)

Far die Automatisierung von so Installationen finde ich persönlich Python eher unpraktisch. Jeden einzelnen command irgendwie über os.system oder subprocess.run auszuführen ist zwar etwas, was man tun kann, sehe ich aber ehrlich nicht den Mehrwert im Vergleich zu direktem Bash. Textdateien kann man natürlich relativ gut in Python machen, finde das aber in Bash dann oftmals doch angenehmer (kommt halt drauf an was man machen will).

Der Vorteil den Bash meiner Meinung nach im Gegensatz zu Python hat ist, dass es halt nativ läuft (man muss also nicht jedes mal erst wieder ne neue Python virtual environment aufmachen, oder die ganzen Python Pakete global installieren) und der Fakt, dass die ganzen GNU-Utils einfach so unfassbar nützliche tools sind, dass ich da nicht drauf verzichten will.

Ist denke ich aber auch Geschmackssache. Habe jetzt erst ein Interface zum verwalten einer CSV Datei geschrieben. Habe das ganze vorher mal in Python gemacht, aber das war eher so mäßig. Es hat zwar funktioniert, aber war kein Überflieger. Habe das ganze jetzt aufgrund geänderter Anforderungen nochmal neu gemacht und dann halt in Bash (ich möchte Anmerken, dass das Mein erstes "größeres" Projekt in Bash war). Der Code umfasst zum einen deutlich weniger Zeilen (vorher waren es ca 800-100, jetzt sind es 500) ist mMn deutlich übersichtlicher und hat gleichzeitig noch deutlich verbesserte Funktionalitäten. Das wofür ich vorher 50 Zeilen gebraucht habe wird jetzt mit einem sed Befehl in Bash und noch so 15 Zeilen code für Error-checking erledigt.

Das ganze ist denke ich zum Großteil aber auch einfach Geschmackssache. Ich persönlich bin mittlerweile absolut kein Fan von Python, auch wenn ich es viel benutze (es ist halt quasi Idiotensicher und schnell in der Entwicklung).

Wenn ich für etwas Klassen oder nicht primitive Datentypen "brauche", würde ich auf jeden Fall Python bevorzugen, aber Abseits davon gibt es durchaus ziemlich viele Anwendungsfälle, für die Bash vollkommen ausreicht.

Man kann natürlich auch noch über Performance reden, aber das ist jetzt kein Fass, was ich aufmachen werde.

[–] Majoran@feddit.org 1 points 23 hours ago (1 children)

Ich stimme dir da voll zu, dass das Geschmackssache ist, und wenn du in Bash dein Muskelgedächtnis hast, ist ja auch klar, dass du es dann bevorzugst. Ich kam halt nie dazu, mir die eigenwillige Syntax zu merken und selbst als ich an Linux gegen Geld gearbeitet habe, musste ich bei den alle paar Monaten, wo ich einmal was in Bash machen musste, immer wieder von vorne nachschauen, was jetzt $ und # und @ nochmal bedeutet. Ist natürlich keine Herausforderung, wenn man da einmal drin ist, aber ich hab deswegen auch immer den Verdacht, dass Bash Anfänger eher abschrecken würde, weil z.B. Python da ja doch auch intuitiv leserlicher ist.

[–] cows_are_underrated@feddit.org 1 points 18 hours ago

Würde dir absolut zustimmen, dass due Syntax eigenartig ist. Ich selber bin auch Meilen davon entfernt bash wirklich gut zu können, aber bis jetzt hat es ausgereicht, was ich kann. Für mich selber ist es in relativ vielen Anwendungsfällen halt doch schon ziemlich nützlich (und bin in eben jene Fällen auch froh, dass ich es kan ), weshalb ich selber halt durchaus auch Leuten dazu rate, zumindest die absoluten Grundlagen zu lernen.

[–] argl@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Immich ist super, genau das war eigentlich fast der hauptsächliche Grund warum ich das mache.

Fürs Drive bin ich mir noch nicht ganz sicher, Owncloud, Nextcloud - cool wäre wenn ich irgendwas finde was vor allem unter Android annähernd so einfach funktioniert wie die Google Drive App.

Habe dazu bisher einen Raspberry Pi 5 aufgesetzt auf dem bisher Pi-Hole und Immich läuft.

Wo hast du den Server für Wireguard installiert? Meine Fritzbox unterstützt das, mit Wireguard App auf dem Android würde das super easy funktionieren und Immich war testweise auch von unterwegs erreichbar. Hier fängts dann aber z.B halt schon an dass ich mir nicht sicher bin ob das so richtig und ausreichend sicher ist...

[–] ranslite@pie.dasneuland.de 1 points 1 day ago

Ich lasse Wireguard auch über die Fritzbox laufen, ist der einfachste Weg und sollte sicher sein, ist auf jeden Fall besser, als offen im Internet erreichbar zu sein.

Samba Shares lassen sich einfach in so gut wie jeden Dateimanager (auch auf dem Handy) einfügen.

[–] pantherina@feddit.org 5 points 1 day ago (1 children)
[–] argl@feddit.org 1 points 1 day ago

Das sieht sehr gut aus, danke! Gleich mal eine Beitrittsanfrage gestellt