Ich bin schockiert, dass das nur 5 Jahre waren bisher. Bis dahin hat man ja mit Glück erst mal einen Therapeuten gefunden. 20 Jahre Schaden mal nicht, ob das ausschlaggebend sein wird bezweifle ich etwas, lieber bessere Anlaufstellen für Betroffene und schnelle verständnisvolle Hilfe.
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Alleine schon wegen der völligen Überlastungen der Gerichte wird das einen spürbaren Unterschied machen. Aber eigentlich noch wichtiger ist, dass endlich "Nur ja heißt ja" kommt.
Ja gut, das gibt den betroffenen die Möglichkeit länger den Täter vor Gericht zu bringen. Soweit so gut. Aber wenn wir das nur machen weil die Gerichte überlastet sind dann wird einfach nur das Symptom behandelt.
Das geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Dennoch frage ich mich wieso schwere Straftaten, wie Vergewaltigung, Totschlag usw. überhaupt verjähren.
Warum gibt es hier überhaupt Verjährungsfristen?
Wenn du jemanden Vergewaltigt hast und es kommt, warum auch immer 20 Jahre später erst raus, dann bist du verfickt nochmal Schuld und gehörst eingebuchtet!
Unser System setzt auf Rehabilitation. Einen Täter 20 Jahre später noch zu bestrafen scheint vielleicht gerecht zu sein, aber der gesellschaftliche Nutzen der Rehabilitation ist dann eventuell nicht mehr gegeben. Da ist es eigentlich fast schon unerheblich welches Verbrechen begangen wurde (vorausgesetzt es war ein einmaliges Vergehen, oder eine kurzzeitige Phase mehrere Vergehen).
Fünf Jahre scheinen mir angesichts der Schwere der Tat hier aber wirklich unangemessen zu sein.
Das Argument geht davon aus, dass ein Täter nur einmal vor 20 Jahren straffällig war und danach niemals mehr problematisches Verhalten gezeigt hat. Bei einer Vergewaltigung legt die Art der Straftat aber tiefere Probleme in der Psyche des Täters nahe, ein problematisches Rollenverständnis und herabsetzendes Verständnis vom anderen Geschlecht oder anderen Menschen. Das spricht eher nicht dafür dass so jemand einfach von selbst zum besseren Menschen wird, vor allem nach 20 Jahren ohne Konsequenzen und ohne Rehabilitation. Sondern es besteht doch eine große Wahrscheinlichkeit für Wiederholungstaten und dafür dass weitere Vorfälle existieren die einfach bloß nicht bekannt geworden sind. Da sehe ich schon den gesellschaftlichen Nutzen das mal richtig aufzuarbeiten, auch wenn viel Zeit vergangen ist.
Merz wird sicher einer Ausnahme fordern, dass es während der Ehe nicht später verjährt