this post was submitted on 20 Jun 2026
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Netzkultur / Netzpolitik
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Valide Punkte aber sehr einseitig. Der Autor blendet alle sinnvollen Nutzen von Mustererkennung komplett aus. Dabei sind diese z. Bsp. sowohl in Medizin als auch Katastrophenschutz teils überlebenswichtig.
AI hat an manchen Stellen eine Daseinsberechtigung. Wir müssen die Menschen aber darüber aufklären, dass ChatGPT aber nicht nur glorifizierte Autovervollständigung ist, sondern der Output vom Unternehmen dahinter beeinflusst werden kann und wird.
Die Pauschalisierung im Artikel finde aber leider ähnlich dumm wie Leute die ihr Denken vollständig ans LLM auslagern.
Derzeit wird der Begriff "KI" in den Medien in den allermeisten Fällen synonym mit LLMs verwendet. Andere ML Anwendungen kommen meist nur dann ins Spiel um die Nützlichkeit von "KI" darzustellen. Ein lustiges kleines Täuschungsmanöver und es funktioniert jedes Mal. Weil der durchschnittliche Deutsche immer noch ein Faxgerät im Kopf hat.
Ich will damit nicht sagen, dass LLMs generell nutzlos wären. Die Mystifizierung und Anthropomorphisierung (uff, was für ein Wort) der Technologie und der direkt daraus folgende Missbrauch/Falschnutzung sind ein wesentliches Problem. Die Modelle selbst als Wissensspeicher zu missbrauchen führt genau zu der angesprochenen Zementierung des Status Quo.
Tja es weiß halt leider eh niemand so richtig, was eigentlich mit "KI" gemeint ist. Der Einsatz von "KI", den du in der Medizin beschreibst, gab es schon Dekaden vor ChatGPT. Der Artikel spricht im Kern wichtige Punkte an, aber wie solche Texte gerne die Homogenisierung des Denkens kritisieren und dabei nichtmal einen präzisen Begriffsgebrauch angewendet kriegen, um LLMs und anderes Machine Learning zu differenzieren, geht mir einfach nur noch auf die Nerven.
Er umreißt sein Verständnis von KI zumindest Mal kurz:
Das umfasst theoretisch jede Art von systemgestützter statistischer Vorhersage basierend auf vorhandener (und damit vergangener) Daten.
Also ist Statistik systemerhaltend und konservativ?
Naja, die Wissenschaft ist nur Wissenschaft. Ich denke die Anwendung von Statistik aber schon. Also immer wenn ich Schuhe kaufen muss oder Hosen, merke ich das wer auch immer im Büro sitzt und ausrechnet welche Größen man in den Jeans-Laden legt, nicht in meinem Interesse arbeitet. Also man hat besser 'nen Standard-Körper und ist nicht zu außergewöhnlich, sonst gibt's gerne mal Probleme wenn da irgendwie Statistik im Spiel ist. Ähnliche Probleme hab ich auch mit Fernsehen oder Radio, oder der Spotify Top Deutschland Playliste. Da läuft haupsächllich langweiliger Kram. Entweder bestimmt durch die Statistik, oder irgendwer hat sich da reingekauft... Aber viel interessantere Inhalte gibt's Abseits davon.
Am einfachsten lebt man immer irgendwo gut innerhalb der Gauß-Glocke. Vor der Industrialisierung hatte jede:r seine eigene Leiste beim Schuster, da war es zumindest für alle gleich schwierig Schuhe zu kaufen 😆