this post was submitted on 20 Jun 2026
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Netzkultur / Netzpolitik

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Kurz gesagt: KI ist fundamental unvereinbar mit emanzipierten, egalitären und freiheitlichen Gesellschaften. Nicht weil KI von den falschen Dynamiken geprägt wird, sondern weil die Technologie genau dafür gebaut ist. [...] KI ist keine Zukunftstechnologie und keine Innovation, derer sich linke Bewegungen bemächtigen sollten. Sie ist inhärent konservativ und homogenisierend und damit nicht etwa ein Maßstab für fortschrittliche Gesellschaften, sondern eine Zementierung des Status quo. [...]

Diese Systeme übertragen Muster aus der Vergangenheit auf die Zukunft und beeinflussen individuelles und gesellschaftliches Handeln und Denken. Die Reproduktion von Mustern ist zwangsläufig konservativ, weil die Daten nur Vergangenes abbilden können.

top 15 comments
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[–] gandalf_der_12te@feddit.org -1 points 8 hours ago* (last edited 8 hours ago) (1 children)

ebenso sollten wir autos verbieten weil so schnelle maschinen sind viel schneller wie ein mensch, d.h. wenn sie dich jagen dann kannst du nicht davor davonlaufen. und überhaupt 60 L benzin unter'm arsch gezielt in kleinen explosionen zünden klingen nicht verträglich mit der menschlichen gesundheit.

außerdem nimmt es uns (und den pferden) kostbare arbeitsplätze weg.

[–] Kazel@feddit.org 1 points 1 hour ago
[–] ComfortableRaspberry@feddit.org 10 points 1 day ago (2 children)

Valide Punkte aber sehr einseitig. Der Autor blendet alle sinnvollen Nutzen von Mustererkennung komplett aus. Dabei sind diese z. Bsp. sowohl in Medizin als auch Katastrophenschutz teils überlebenswichtig.

AI hat an manchen Stellen eine Daseinsberechtigung. Wir müssen die Menschen aber darüber aufklären, dass ChatGPT aber nicht nur glorifizierte Autovervollständigung ist, sondern der Output vom Unternehmen dahinter beeinflusst werden kann und wird.
Die Pauschalisierung im Artikel finde aber leider ähnlich dumm wie Leute die ihr Denken vollständig ans LLM auslagern.

[–] RedstoneValley@sh.itjust.works 6 points 23 hours ago* (last edited 23 hours ago)

Derzeit wird der Begriff "KI" in den Medien in den allermeisten Fällen synonym mit LLMs verwendet. Andere ML Anwendungen kommen meist nur dann ins Spiel um die Nützlichkeit von "KI" darzustellen. Ein lustiges kleines Täuschungsmanöver und es funktioniert jedes Mal. Weil der durchschnittliche Deutsche immer noch ein Faxgerät im Kopf hat.

Ich will damit nicht sagen, dass LLMs generell nutzlos wären. Die Mystifizierung und Anthropomorphisierung (uff, was für ein Wort) der Technologie und der direkt daraus folgende Missbrauch/Falschnutzung sind ein wesentliches Problem. Die Modelle selbst als Wissensspeicher zu missbrauchen führt genau zu der angesprochenen Zementierung des Status Quo.

[–] Majoran@feddit.org 6 points 1 day ago (1 children)

Tja es weiß halt leider eh niemand so richtig, was eigentlich mit "KI" gemeint ist. Der Einsatz von "KI", den du in der Medizin beschreibst, gab es schon Dekaden vor ChatGPT. Der Artikel spricht im Kern wichtige Punkte an, aber wie solche Texte gerne die Homogenisierung des Denkens kritisieren und dabei nichtmal einen präzisen Begriffsgebrauch angewendet kriegen, um LLMs und anderes Machine Learning zu differenzieren, geht mir einfach nur noch auf die Nerven.

[–] ComfortableRaspberry@feddit.org 4 points 1 day ago (1 children)

Er umreißt sein Verständnis von KI zumindest Mal kurz:

Das, was gemeinhin mit KI gemeint ist, sind Systeme der Mustererkennung und Musterreproduktion. Diese Systeme übertragen Muster aus der Vergangenheit auf die Zukunft und beeinflussen individuelles und gesellschaftliches Handeln und Denken

Das umfasst theoretisch jede Art von systemgestützter statistischer Vorhersage basierend auf vorhandener (und damit vergangener) Daten.

[–] derAbsender@piefed.social 2 points 21 hours ago* (last edited 19 hours ago) (1 children)

Also ist Statistik systemerhaltend und konservativ?

[–] hendrik@palaver.p3x.de 1 points 17 hours ago* (last edited 16 hours ago)

Naja, die Wissenschaft ist nur Wissenschaft. Ich denke die Anwendung von Statistik aber schon. Also immer wenn ich Schuhe kaufen muss oder Hosen, merke ich das wer auch immer im Büro sitzt und ausrechnet welche Größen man in den Jeans-Laden legt, nicht in meinem Interesse arbeitet. Also man hat besser 'nen Standard-Körper und ist nicht zu außergewöhnlich, sonst gibt's gerne mal Probleme wenn da irgendwie Statistik im Spiel ist. Ähnliche Probleme hab ich auch mit Fernsehen oder Radio, oder der Spotify Top Deutschland Playliste. Da läuft haupsächllich langweiliger Kram. Entweder bestimmt durch die Statistik, oder irgendwer hat sich da reingekauft... Aber viel interessantere Inhalte gibt's Abseits davon.

Am einfachsten lebt man immer irgendwo gut innerhalb der Gauß-Glocke. Vor der Industrialisierung hatte jede:r seine eigene Leiste beim Schuster, da war es zumindest für alle gleich schwierig Schuhe zu kaufen 😆

[–] plyth@feddit.org 1 points 15 hours ago

in der das Binäre und das Quantitative die Krise lösen sollen – diese Gesellschaft ist unmenschlich.“

Tiere quantifizieren nicht. KI ist nicht animalisch sondern gerade menschlich, und wir erahnen, dass es anders als jetzt, in Zukunft keine Momente des Entkommens mehr geben wird.

KI ist fundamental unvereinbar mit emanzipierten, egalitären und freiheitlichen Gesellschaften.

Im Gegenteil. Genau in solch einer Gesellschaft kann KI keinen Schaden anrichten, weil jedem Raum gegeben wird.

KI ist nicht die Atombombe sondern eine konventionelle Armee. Sie wird nicht einmalig sondern kontinuierlich eingesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Freiwillig darauf zu verzichten bedeutet, dass diejenigen gewinnen werden, die keine emanzipierte, egalitäre und freiheitliche Gesellschaft wollen. Sie werden ihre klassenbasierte Gesellschaft mit Hilfe der KI durchsetzen.

Es gibt klassenbasierte Gesellschaften, weil Eliten Wissensvorsprünge haben. So wie Gewehre alle gleich stark machen gibt die KI allen das gleiche Wissen.

[–] Art____Dent@feddit.org 5 points 23 hours ago

In dem Kontext fallen mir immer die Robotergesetze von Isaac Asimov ein: https://de.wikipedia.org/wiki/Robotergesetze . Schon das erste Gesetz wird durch heutige KI eigentlich verletzt, wird hier auch im Zusammenhang einer Geschichte beleuchtet: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:1fda63b166c465dc/

[–] A_norny_mousse@piefed.zip 5 points 1 day ago

Kurz gesagt: KI ist inhärent sexistisch, rassistisch, vorurteilsgetrieben, konservativ.

[–] DrunkenPirate@feddit.org 2 points 21 hours ago* (last edited 13 hours ago) (1 children)

Wen die grundsätzliche Technikkritik und Kybernetik interessiert, dem sei der Film „Das Netz“ von Lutz Dammbeck ans Herz gelegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Netz_(2004)

Der Film geht über den Una-Bomber Kaczynski, der diese Entwicklung sah und mit der Ermordung von Protagonisten zu behindern versuchte.

Im Film wird eine interessante Verflechtung von Hippies, CIA, LSD, HellsAngels, ~~Stanford~~ Harvard Studenten und dem Beginn des Internets aufzeigt.

[–] hendrik@palaver.p3x.de 4 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Guter Artikel. Also aus linker Perspektive halte ich es auch für höchst problematisch, dass KI die Produktionsmittel komplett in Hand der Reichen verschiebt. Sonst kann es sich ja niemand leisten KI-Modelle zu trainieren...

Aber das ist sicherlich auch eins der größten gesellschaftlichen Probleme. Und jeder Mensch, der sich schoneinmal mit einem KI-Kundenbetreuungs-Bot unterhalten hat, weiß wahrscheinlich, dass die immer nur die 10 Standardprobleme abhandeln können. Ist da irgendwas besonderes dabei, bzw verlässt man die ausgetretenen Wege, scheitert es ziemlich sofort.

Weiterhin ist genau diese "datafizierte" Welt ja auch was unsere Gesellschaft im/durch das Internet zerstört. Und all den Algorithmen auf den Mainstream-Plattformen. Gut zu sehen an den USA, die uns da ein ganzes Stück voraus sind. Also dumm und zu konsumierenden Schafen macht es uns ohnehin, das ist ja Sinn der Sache... Bleibt nur zu diskutieren ob es die Menschen auch zwangsläufig rechtsradikal macht, oder ob das nur die "falsche Anwendung" ist.