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Gäbe es noch Pommes im Bordbistro der Bahn ohne die "EU-F-Gase-Verordnung 2024/573"? Zumindest hat dieses Gesetz zur Verminderung der fluorierten Treibhausgase dazu beigetragen.

Diese klimaschädlichen Gase finden sich nicht in den Pommes - aber in den Gefrierschränken der Bordbistros. Dort wurden die Pommes gelagert, die als Tiefkühl-Pack geliefert werden. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Die Bahn verzichtet darauf. Der Gesetzgeber hat sie praktisch zum Handeln gezwungen.

Ah, Markt regelt!

Aber Moment mal, wurden ozonabbauende Substanzen nicht 1989 - vor 37 Jahren ! - durch das Montreal-Abkommen verboten - und wurden nicht längst andere Kühlgase eingeführt?

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[–] rbn@sopuli.xyz 3 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (2 children)

Propan bzw. R290 hat derzeit aufgrund der Brennbarkeit ziemlich hohe Auflagen bzgl. der maximal erlauben Kältemittelmenge im Gerät. Aufgrund dieser Beschränkung gibt es derzeit nur Single Split Klimageräte damit, d.h. ein Außengerät mit genau einem Innengerät. Bei R32 gibt es Multi-Split-Klimageräte bei denen du ein einziges Außengerät für 5 Innengeräte nutzen kannst, um damit alle Räume zu versorgen. Bei Propan brauchst du da - zumindest bis jetzt - dann 5 Außengeräte.

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen wird das Problem häufig umgangen, indem man sie als Monoblock-Geräte auslegt. Da sind sozusagen Innen- und Außengerät in einem verbaut und stehen draußen. Ergo ohne größere Gefahr, falls das Propan mal austritt. Die Wärme wird dort dann von außen durch warmes Wasser ins Gebäude transportiert.

Aktuell finde ich trotz allem Propan das Beste, was man kaufen kann. Nicht zuletzt auch durch die höhere Effizienz gegenüber den anderen Kältemitteln.

In den nächsten Jahren könnte das Problem gegebenfalls hinfällig werden, falls die aktuell noch in der Forschung steckenden elektrokalorischen Wärmepumpen irgendwann tatsächlich marktreif werden. Die brauchen nämlich überhaupt kein Kältemittel mehr und dürften auch nochmal deutlich effizienter werden, wenn man den ersten Studien glauben darf.

[–] Noobnarski@lemmy.world 1 points 8 hours ago (1 children)

Diese Auflagen finde ich ziemlich bescheuert, wenn man einen Gasherd oder eine Gasheizung hat kann das Gas daraus auch in die Wohnung kommen und brennen. Und wenn man zum Campen Gaskartuschen zuhause hat, ist dort auch viel brennbares Gas drin.

[–] rbn@sopuli.xyz 1 points 7 hours ago (1 children)

Das sehen ich und viele andere genauso, habe aber auch mal gelesen, dass Gasheizungen und Gasherde heutzutage auch ein schweres Leben hätten, wenn man versuchen würde das mit den heutigen Sicherheitsstandards erstmalig zuzulassen. Also das sei quasi nur erlaubt, da es Bestandsschutz hat, nicht weil völlig unbedenklich. Ob das tatsächlich so ist, kann ich aber nicht beurteilen.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 1 points 2 hours ago

es klingt zumindest so als könnte man dem so zustimmen. viel technologie wie z.b. autos mit verbrennermotoren würde heute wahrsl. keine erstzulassung mehr bekommen wenn es nicht schon im laufenden betrieb normalisiert wäre.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (2 children)

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrokalorischer_Effekt

interessant. HLI

das wären dann solid-state geräte? also ohne bewegliche bauteile? ich bin beeindruckt. sehr interessant.


vom seebeck-effekt hatte ich schon einmal gehört, das aus einer temperaturdifferenz eine elektrische energie macht, aber ich wusste nicht dass man das auch umkehren kann.

[–] rbn@sopuli.xyz 2 points 22 hours ago (1 children)

Du sparst dir den (tendenziell) lauten Kompressor und das (tendenziell) flüchtige und ggf. umweltschädliche Kältemittel. Lüfter zum Verteilen der Luft bzw. Pumpen zum Verteilen des Wassers wird man aber weiterhin benötigen nach meinem Verständnis.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 1 points 2 hours ago

ja ich habe jetzt die letzten 48 stunden damit verbracht das thema sehr intensiv zu recherchieren.

insgesamt kann man sagen, sehr interessante technologie, aber praktisch schwierig. der grund ist hauptsächlich der geringe wirkungsgrad. denn die technisch einfachste ausführung einer thermoelektrischen wärmepumpe mit zwei typischen metallen hätte gerade einmal 3% des wirkungsgrades der idealen carnot-maschine. im vergleich dazu haben heutige gaskompressor-wärmepumpen etwa 30% wirkungsgrad. zwar gibt es neue materialien (bismut-tellur etc.) die den wirkungsgrad auf etwa 15% heben, aber diese metalle sind in der erdkruste selten, d.h. wenn man das hochskaliert hat man ähnliche probleme wie mit den lithium-akkus ... zu wenig lithium. (und der wirkungsgrad liegt immer noch unter gaskompressor-wärmepumpe)

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 2 points 1 day ago

für alle interessierten:

es handelt sich dabei um zwei halbleiter (p-n-übergang) sodass die elektronen auf zwei verschiedenen energieniveaus liegen. beim übergang von einem halbleiter zum anderen müssen sie daher energie aufnehmen/abgeben, was die umgebung abkühlt/aufwärmt.