this post was submitted on 03 Jul 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Das ist aber, unter normalen Bedingungen ein psychologisches Problem (Ich rede nicht davon, an der Eiger-Nordwand zu biwakieren, oder Unwetter im Hochgebirge, wo Unterkühlung ein reales Risiko ist).
Kälte ist auf dem Fahrrad angenehmer als beim Wandern, und jeder normal gesunde Mensch kann im Winter zwei Stunden wandern mit ner Jacke und vernünftigen Schuhen.
Regen gibt's immer weniger. Ich hab in den späten 80ern/90ern in NRW und Norddeutschland studiert, da waren nasse Tage auch im.Sommer die Norm. Dann zieht man halt ne Jacke an. Und Handschuhe bei Kälte. Meine Lenkerstulpen sind auch bei -15 Grad bequem warm.
Zumal die Funktionskleidung heute wesentlich besser ist.
Das ist einfach Gewöhnungssache und man gewöhnt sich schnell dran.
Und zur Bequemlichkeit - die ist kein guter Ratgeber. Unser Stammhirn ist auf Steinzeit optimiert, es vermeidet jeglichen unnötigen Energieverbrauch, und wenn man allein dem nachgeht was bequem ist, isst man zuviel, und bewegt sich viel zu wenig. Das ist sehr ungesund - und das Auto nutzt genau das aus. Das Auto appelliert an Steinzeitinstinkte.
Manche können halt nicht nass und schwitzend auf der Arbeit hocken, nachdem sie 15 km mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind.
Umziehen? Dann müsste ich jeden Tag Wechsel-Klamotten/Schuhe dabei haben... und duschen geht auf Arbeit auch nicht, also dann hockt man halt müffelnd im Büro.
Von der zusäzlichen Fahrzeit fange ich mal gar nicht an.
So wird man aber die Leute nicht für sich gewinnen, wenn man ihnen erkärt ein psychologisches Problem zu haben.
Nicht jeder. Du kannst nicht immer von dir auf andere schließen. Verschiedene Leute haben verschiedene Bedürfnisse. Du kannst nicht immer davon ausgegehn dass was für dich funktionoiert auch für andere funktioniert.
Was du hier machst, ist die Propagierung des Fahrrads als Lösung. Eh ok, warum sollte es keine andere Lösungen geben? Und eine davon ist nun mal die Elektromobilität.
Das halte ich für etwas zu verdreht. Die Bequemlichkeit sich überhaupt zu wenig bewegen zu können haben wir erst durch unseren gesellschaftlichen und technischen Fortschritt erreicht. In der Steinzeit gab es diese Bequemlichkeit nicht. Ich sehe daher eher den Verzicht als Steinzeit. Wobei Bequemlichkeit nicht automatisch gut, und Verzicht nicht automatisch schlecht bedeuten muss - aber man muss es den Menschen entsprechend verkaufen, damit sie den Vorteil für sich sehen. Anders funktioniert das nicht.