this post was submitted on 22 Jan 2026
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ADHS - Austausch, Tipps, Erfahrungen

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Moin/Gude/Servus/Hallo zusammen.

Ich habe bereits im Zuge eines teilstationären Klinikaufenthalts vor etwa 5 Jahren eine ADHS-Diagnostik durchlaufen. Damals sagte man mir, aufgrund fehlender Auffälligkeiten im Kindesalter (keine ausreichenden Hinweise in den Zeugnissen, Aussagen eines Teelfoninterviews mit meiner Mutter) könne man die Diagnose nicht ausstellen, auch, wenn es klare Hinweise im Erwachsenenalter gibt.

Ich bin nun seit knapp einem Jahr in Psychotherapie und meine Therapeutin hat im Zuge der Therapie auch eine Diagnostik durchgeführt. Sie kommt zum selben Ergebnis, auch wenn sie ganz klare Zeichen sieht, ich ihr immer wieder davon erzähle und sie auch den Leidensdruck spürt. Freunde die diagnostiziert sind, sehen es. Ich sehe es und erkenne parallelen zu typischen Symptomen welche auf Social Media genannt werden (auch wenn mir klar ist, dass das keine besonders gute Quelle ist). Eine Freundin hat mir erzählt, dass sie selbst erst beim 2. Mal diagnostiziert wurde, weil sie auch sehr unauffällig in der Kindheit war. Der Unterschied ist, ich bin keine Frau. Trotzdem spüre ich und spürte ich bereits zu Beginn der Jugend, dass irgendwas anders ist. Ich habe unter anderem diagnostizierte soziale Ängste, aufgrund derer ich bis vor wenigen Jahren sehr viele Dinge gar nicht gemacht habe, nicht geteilt habe und nur mit mir selbst ausgemacht. Ich hätte mich als Kind niemals getraut "wild auf den Tischen zu tanzen". Gut, bin ohnehin eher unaufmerksam und nur gelegentlich dreht das Äffchen in meinem Kopf voll ab.

Long Story short: ich fühle mich gerade etwas verloren und nicht ernst genommen. Für eine dritte Diagnostik hab ich einfach nicht die Energie. Immerhin hat meine Therapeutin angeboten, dass wir zusätzlich beantragte Stunden für ADHS-Themen verwenden und sie, sofern ich zustimme und sie von der Schweigepflicht entbinde, gern mit der Psychiaterin bei der ich im März mein Erstgespräch habe darüber redet, in der Hoffnung so an eine offizielle Diagnose zu kommen. Dabei weiß ich nicht mal, ob die Psychiaterin sich überhaupt um ADHS kümmert.

WeiĂź auch nicht so recht, was ich hiermit ausdrĂĽcken wollte. Aber ein bisschen venten war schon mal nicht schlecht.

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[–] Senseless@feddit.org 2 points 4 weeks ago (1 children)

Gut, über meinen Erzeuger kann ich nix sagen. Es mag auch dran liegen, dass ich in einer Ausbildungsambulanz untergekommen bin. Sie sagte, wenn dort nicht noch Supervisoren draufschauen würden vor denen sie das entsprechend begründen muss (eben nach ICD 10), hätte sie mir die Diagnose gegeben..

[–] Kornblumenratte@feddit.org 3 points 4 weeks ago

Und das ist letztlich der einzige Weg. Irgendwer muss den Mut haben zu sagen "das ist ein ADS." Leider sind die Medis BTM-pflichtig – der einzige echte Test ist letztlich, die paradoxe Amphetaminwirkung auszutesten. Die "Diagnostik" und die "Tests" sind ja nur standardisierte Fragebögen. Macht nur niemand und ist nicht offiziell.