this post was submitted on 30 Jan 2026
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Fahrrad
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Warum? Ist ein Helm so schlimm?
@Gladaed Helm ist für viele fast wie Maske tragen und wir brauchen mehr Leute auf dem Rad, nicht weniger. ✊🏻
Ich trage immer einen Helm beim Radeln aus Solidarität und Mitgefühl für all die Eltern, die es schwer haben ihren Nachwuchs dazu zu bringen, die Dinger zu tragen.
Ende der 2000er hatten wir 3 Winter, in denen republikweit 3-4 Wochen lang die Wege vereist waren. Da haben wir Radfahrys die Helme vor allem beim Warten an der Ampel im Stand benötigt und zerstört! 😉
@Ascendor
An sich nichts, das system mit den Leihrädern wird damit aber effektiv verhindert und viele wird es komplett vom radfahren abhalten. Unabhängig davon ob ich einen Helm auf der individuellen Ebene für sinnvoll halte (tue ich und ich trage auch fast immer einen), halte ich eine Helmpflicht für kontraproduktiv und eine Ablenkung von den wirklichen Problemen im Straßenverkehr und es schiebt die Schuld wieder auf die Opfer.
Grundsätzlich sind Helme natürlich nicht groß schlimm, aber es gibt definitiv Usecases, wo eine Helmpflicht die Radnutzung massiv stören würde. In diversen Städten gibt es etwa diese Bikesharing-Systeme. Da haben die Nutzer halt nicht ihren privaten Helm dabei und es gibt auch keine wirklich gute Idee, um da Helme mitzuverleihen. Die Idee, dass man sich dann einen schlobbrigen, von fremden Menschen angeschwitzten oder verlausten Helm auf den Kopf setzen muss, ist einfach abschreckend.
Menschen fahren Fahrrad, wenn einfach, schnell und schön ist, wenn es Spaß macht.
Wenn es die Frisur ruiniert, oder rumnervt, weil man erst ne Panzerung anziehen muss, dann verliert es dir Attraktivität. Oder wenn Menschen durch die Helmpflicht den Eindruck bekämen, Fahrradfahren wäre gefährlich.
Zwei Denkanstöße: 1. In den Niederlanden wird kaum Helm getragen - trotzdem ist die Quote tödlicher oder schwerer Verletzungen gering. Warum?
2.: Würdest Du eher für eine Gasmaskenpflicht in der Öffentlichkeit oder für gute Luft kämpfen?
@Ascendor @Gladaed Es ist als ob man schusssichere Westenflicht fordern würde um das Problem mit zu viel Waffengewalt zu lösen.
Ebenfalls zwei Denkanstöße:
Wir haben nicht die Radinfrastruktur der Niederlande. Dementsprechend ist es um ein Vielfaches gefährlicher bei uns Fahrrad zu fahren. Warum sollten wir uns also vor Gefahr nicht besser schützen, bis sie beseitigt ist?
Die Gasmaske brauche ich nur, wenn mir jemand Abgase ins Gesicht bläst. Den Helm kann ich auch gut gebrauchen, wenn ich selbst Fehler mache. Oder ziehst du dir den Gurt im Auto auch erst an, wenn du siehst, dass jemand in dich hineinfährt?
Eben. Fordern sollte man also, dass es besser wird. Nicht, dass sich Leute damit abfinden und panzern sollen. Meine Meinung.
Nein, die schlechte Luft ist nicht nur hinter dem Abgasrohr. Die ist überall.
Übrigens trage ich Helm. Aber dass einem als erstes Forderungen an Opfer einfallen, und nicht an Täter, finde ich merkwürdig.
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Liest du hier irgendwo, dass ich fordere, dass wir Helme aufziehen und gut ist? Nein, du liest, dass es die schnellste und einfachste Methode ist. Es kotzt mich gerade echt an, dass hier gefühlt alle im Verlauf dieser Diskussion mir implizite Unterstellungen machen.
@einkorn Ich trage selbst immer Helm beim Fahrradfahren und empfehle das auch anderen Radfahrer*innen. Aber das Helmtragen die "schnellste und einfachste Methode" ist, um Fahrradfahrende zu schützen, ist halt falsch.
Fahrradhelme helfen nur bei einem bestimmten Anteil an Verletzungen, und auch da nur begrenzt. Gegen die Zwillingsreifen eines LKW schützt kein Helm.
1/3
@einkorn #Tempo30 innerorts als Regelgeschwindigkeit hilft sowohl Unfälle zu vermeiden als auch Unfallfolgen zu reduzieren. Für alle, egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Tempo 30 innerorts lässt sich durch eine Änderung der StVO bestimmt genauso schnell umsetzen wie die Helmpflicht beim Radfahren.
2/3
#Fahrrad #VisionZero
@einkorn Darüber hinaus brauchen wir bessere, sichere Verkehrsinfrastruktur, innerorts wie außerorts. Da stimme ich Dir zu, dass das größeren Aufwand erfordert. Umso wichtiger, hier zu priorisieren und zu investieren.
3/3
#Mobilitätswende #Fahrrad #VisionZero
@StephanB @einkorn
ich trage auch einen Helm, wenn ich mit MEINEM Fahrrad unterwegs bin.
Wenn ich aber mit Bus und Bahn unterwegs bin und mir dann ein Bike leihe, habe ich natürlich keinen Helm dabei.
Von der Leichtigkeit mal eben mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen, kann man dann wohl nicht mehr reden.
In den anderen Kommentaren wurde ja ausgiebig erklärt, was das WIRKLICHE Problem ist.
Warum nicht? Du weißt doch, dass du ihn brauchen wirst. Und jetzt ehrzähl mich bitte nichts von zu viel Gepäck, weil das wirst du garantiert auch nicht auf dem Leihfahrrad transportieren.
@einkorn
Nein, das weiß ich nicht vorher.
Lustig, was Fremde so meinen zu wissen.
In meiner Welt gibt's viele Gründe, warum ich spontan entscheide, welches Verkehrsmittel ich nutze.
@einkorn @Ascendor nur die Unterstellung dass du die Evidenz zu Helmpflicht nicht kennst, genauso wenig wie der Gerichtspräsident.
@einkorn @Ascendor Wer #helmpropaganda betreibt tut das auf eigene Gefahr. Aber du hast ein bisschen Aufmerksamkeit bekommen. Freu dich doch!
Ich kann nur hoffen, dass du niemals so stürzt, dass du einen Helm gebraucht hättest.
Und wenn du jetzt wirklich behaupten möchtest dass du nie vom Fahrrad gefallen bist oder wirst, ob durch Fremdeinwirkung oder nicht, glaubt dir auch niemand.
Na klaro. Mit der Verve, mit der Du hier als allererstes Helmpflichten forderst, kämpfst Du sicher auch für striktere Regeln, härtere Strafen und bessere Infrastruktur im Verkehr. ;-)
Ich denke, an der Stelle bin ich mal raus. Überzeugter, dass Helmpflichten uns gesamtgesellschaftlich etwas bringen, bin ich nicht.
Gute Nacht.
@Gladaed @Ascendor
ich wäre auch noch für Handschuhe, Armschienen, Schienbein und Knieschützer. Zusammen fast unverletzbar
Trägst du das alles auch im Auto? Nein, weil es unverhältnismäßig ist. Ein Gehirn ist ein etwas delikates Stück Gewebe, das wir wenig bis gar nicht reparieren können. Ein Schutz dafür ist bei Aktivitäten, die oft mit einem Sturz enden können, also sinnvoll.