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Text der Petition
Mit der Petition wird eine Änderung von § 3 Absatz 3 Nr. 2c Straßenverkehrs-Ordnung dahingehend gefordert, dass auf außerörtlichen Straßen ohne baulich getrennte Geh- und Radwege die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t verbindlich auf 60 km/h begrenzt wird. 100 km/h sollen künftig nur noch dort zulässig sein, wo zusätzliche, baulich getrennte Geh- und Radwege neben der Fahrbahn vorhanden sind.

Begründung
Auf vielen außerörtlichen Straßen existieren keine baulich getrennten Geh- und Radwege. Fußgänger und Radfahrer müssen diese Straßen dennoch nutzen, weil es häufig keine Alternativen gibt. Die derzeit zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h stellt in solchen Situationen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Bei hohen Geschwindigkeiten sind Reaktions- und Bremswege lang, und Kollisionen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern führen meist zu schweren oder tödlichen Verletzungen. Bereits eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 60 km/h kann den Anhalteweg deutlich verkürzen und die Schwere von Unfallfolgen erheblich mindern.
Die vorgeschlagene Regelung schafft eine klare, leicht verständliche und bundesweit einheitliche Vorgabe: Tempo 60 dort, wo sich motorisierter Verkehr den Raum mit Fußgängern und Radfahrern teilt, und Tempo 100 nur auf Strecken mit ausreichender baulicher Trennung. Damit wird die Verkehrssicherheit verbessert, die Akzeptanz der Regeln erhöht und ein wirksamer Beitrag zur Vision Zero – null Verkehrstote – geleistet.

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[–] A_norny_mousse@feddit.org 8 points 1 day ago (1 children)

"bauliche Trennung" müsste schon sehr klar und ohne Schlupflöcher definiert werden. Und "Radweg" auch, siehe @hendrik@palaver.p3x.de's Kommentare

[–] hendrik@palaver.p3x.de 4 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Ja. Ich glaube vor allem brauchen wir clevere Lösungen... Also die machen hier knaller Sachen. Alte Bahntrassen zu Fahrrad-Infrastruktur umbauen, und dann kann man schön auf direktem Wege durch's Grüne fahren, fern ab vom Autoverkehr, maximal 1,5% Steigung... Aber dann machen sie auch wieder richtig dumme Sachen. Spuren umwidmen, aber das ist richtig ätzend dort zu fahren. Manchmal sogar baulich getrennt, aber nach 800m verschwindet dann der Radweg sang und klanglos und man endet erstmal inmitten einer riesigen, vielbefahrenen Kreuzung... Irgendwie enden Radwege gerne genau da wo es kompliziert ist... Manchmal nehmen sie den Autofahrern etwas weg und das bringt etwas, manchmal ist aber auch niemandem damit geholfen, weil irgendwie guter Wille da war, aber sonst nicht so viel.

Also ich denke worauf es ankommt ist, dass man fitte Stadtplaner in den Behörden sitzen hat, die sich da was sinnvolles ausdenken. Gerne auch maßgeschneidert für die spezifischen Gegebenheiten. Und man die tatsächlichen Probleme ausmacht und die mal mit Geld bewirft... Also ich denke letztendlich ist es das, was wirklich hilft.

Letztendlich muss auch was in den Gesetzen stehen, das ist klar. Ich finde es nicht falsch was hier gefordert wird. Ich finde es trifft aber auch nicht so wirklich.