this post was submitted on 22 Mar 2026
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Ich antworte mal gleichzeitig auf deine beiden Beiträge und muss dir leider etwas widersprechen. Wenn du zum Beispiel mal in die polizeiliche Kriminalstatistik guckst, dann wirst du feststellen, dass Partnerschaftsgewalt auch von Frauen ausgehen kann. Genauer gesagt sind bei 20% der bekannt gewordenen Fälle Männer die Opfer und 1/4 der Täter sind Täterinnen. Die Dunkelziffer in diesen Fällen wird übrigens enorm sein, gerade da sich weibliche Partnerschaftsgewalt anders und weniger in Form von direkten Körperverletzungen zeigt und mehr über psychische Gewalt. Schaust du in andere Statistiken, wirst du feststellen, dass z.B. 2/3 der Opfer von Gewalttaten männlich sind oder dass auch Männer bei den Gewaltdelikten im öffentlichen Raum viel häufiger Opfer sind.
So wie du argumentierst und wie es dann leider auch in den entsprechenden Bubbles üblich ist, Ist es dann einfach viel zu unterkomplex und damit falsch. Du etwa hast zum Beispiel einfach mal 20% der Opfern von Partnerschaftsgewalt völlig ins Gesicht gespuckt. Du behauptest, dass alle Männer sich Deutschrap und Gewaltpornos reinziehen. Unten attackierst du einfach mal extrem pauschal alle "Männer-Egos" als fragil. Von allen 42 Millionen Männern des Landes. Und das zieht sich dann einmal durch alle Argumentationsmuster: Eben noch drüben bei Mastodon einen Post gesehen, dass Männer ja angeblich alle nachts ohne Angst durch die Straßen gehen und nie einen Schlüssel in der Faust als Selbstverteidigung gehalten hätten.
Und jetzt kommt der springende Punkt, und ich bitte dich, den wirklich in Ruhe und ohne Wut durchzulesen: Solche Aussagen widersprechen eben den Lebenserfahrungen, die du als Mann gemacht hast. Du kriegst natürlich mit, wenn im Freundeskreis Scheiße in Partnerschaften passiert, und es ist dann halt auch häufig eben weiblich. Weil dein Kumpel halt dann auf deiner Couch pennt oder sich doch hart ausheult. Du kriegst halt auch mit, wenn Freunde und Bekannte Gewalt auf der Straße erfahren haben. Und du kennst natürlich auch entsprechende Unsicherheitssituationen da draußen. Die Chancen sind auch nicht klein, dass dir selber schon mal Gewalt angetan wurde. Die Person, die im Freundeskreis Opfer von Fakeprofilen wurde, war ein Mann und die Ex-Freundin steckte wohl dahinter. Wurde nie gerichtlich/polizeilich nachgewiesen, aber der Zusammenhang zur Trennung war glasklar. Und wenn du dann entsprechende feministische Posts liest, die einfach so pauschal Männer attackieren, dann holt das dich schlicht und einfach nicht ab. Nicht wegen eines fragilen Egos, sondern einfach, weil es halt falsch ist. Partnerschaftsgewalt ist kein männliches Problem. Partnerschaftsgewalt ist nicht angeborene Eigenschaft von Menschen, die Penisse besitzen, sondern ein viel, viel komplexeres Thema, das auch von Frauen ausgeht. Und um wirklich etwas gegen die Ursachen zu machen, reicht es halt nicht ins Internet zu schreiben, dass Männer alle Gewaltpornos und Deutschrap gucken und daher alle Monster sind.