this post was submitted on 19 May 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Tja, das passiert, wenn man "Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht (und Sportteil)" auf die ersten beiden Themen reduziert ¯\_(ツ)_/¯
Ich sehe vor meinem inneren Auge schon das Nachfolgeportal: „SPOCHT- exklusiv mit oben-ohne Wetterbericht“
Das neueste vom Spocht: Boris Becker hat einen neuen Schläger, der alte störte Becker!
Neuigkeiten vom Eishocken: Kalter Arsch
Wieso schafft es der linke Teil der Gesellschaft nicht, ein eigenes Medienportal zum gleichen Themenkomplex aufzubauen und so 50% der Stimmen zu holen?
Geld. Es gibt einfach zu wenig Geldquellen sowas zu pushen. Überreiche sind in der Regel egoistisch, sonst wären sie nicht überreich. Da rechte / faschistische Politik denen erstmal hilft (bis die Nazis sagen sie seien unerwünschte Menschen und denen alles weg nehmen) wird gerne finanziert was die Kasse klingeln lässt.
So wie alle. Ansonsten könnten 100.000 normale Bürger 100 Euro in ein Medienunternehmen investieren. Das Geld wäre noch nicht mal weg. Wenn dann noch weitere Menschen helfen, es populär zu machen, etabliert es sich ohne großen Aufwand.
Dafür dass Linke von sich selbst organisierenden Gesellschaften träumen sind sie zu sehr in konservativen Strukturen gefangen.
Jetzt vielleicht nicht als direkten Gegenpol zu nius, aber für 500€ kann man Genossy bei der taz werden. Da sind noch nicht 100k, aber schon 25k dabei -- aktuell mit 25,4M€ Kapital.
Genau. Die TAZ als Boulevard Medium fehlt.
Ist doch genau das, was der taz immer vorgeworfen wird?
Das Problem ist nicht das Geld, das Problem sind wir Linken. Wir stehen uns selber permanent im Weg. taz ist ein gutes Beispiel: wie viele, selbst Linke, verachten die taz - aus diversen Gründen. Manche dieser Gründe sind wirklich lächerlich ("der Dominik Johnsen hat mal so einen pro-Krieg Artikel geschrieben, seit dem...", "der Tom vom sounsovielsten war frauenfeindlich") Linke urteilen ständig über Linke, wer links genug ist, um links sein zu dürfen. Für die einen ist die taz nicht links genug, für die anderen eine unlesbares Boulevardblatt. Der Runterwähli auf deinem Post zeigts. Die taz möchte dieses Jahr ihre 50.000 Digital-Abos zusammen bekommen, ihr dürft also: taz-zahl-ich Das ist übrigens eine reine Solidarveranstaltung: diese 50.000 Leute machen es möglich, das die taz ohne Bezahlschranke auskommt, ich glaube Nius träumt von einer solchen Solidarität.
Also Volksverpetzer-Genossenschaft?
Das wäre schön. Ich denke allerdings, dass der Volksverpetzer noch weniger Boulevard ist als die TAZ. Es geht dort um Fakten und Richtigstellungen. Ein linker Boulevard müsste dagegen attraktiver schreien als die Bild. Ich denke das sind verschiedene Zielgruppen.
Naja, man muss es sich auch leisten können. Wer mal eben zweistellige Millionenbeiträge zuschießt, kann wahrscheinlich hinterher noch beim Bäcker Brötchen holen gehen und sich keine Sorgen um seine Rente machen.
100 Euro sollte von jedem Durchschnittshaushalt leistbar sein. Natürlich ist es einfacher, wenn man Millionen hat. Die Zeiten des kalten Krieges sind allerdings vorbei, in denen die Elite ein Interesse hatte, dass der Kapitalismus ein freundliches Gesicht hatte. Jetzt muss der Bürger selber für eine funktionierende Demokratie sorgen und 100 Euro ist verglichen wenig. Die Mieten, Gesundheitskosten und Energiepreise sind bei Weitem noch nicht ausgereizt.
Mir scheint, wir sind uns im Prinzip einig.
Entspricht das nicht der TAZ? Meines Wissens kann dort jeder Genossenschaftsanteile zeichnen.
Im Prinzip schon bis auf die Zielgruppe, da die TAZ nicht Boulevard ist.
Die TAZ ist Zeitung nach dem Selbstverständnis der Linken. Für die Eroberung der Mitte braucht es andere Inhalte und vor allem eine andere Form.
Wozu? Ob russische Propaganda von links oder rechts publiziert wird is auch schon egal. Sieht man bei der Partei von Wagenknecht.
Diese Medien finanzieren sich nun mal durch Parteien- und/oder Propagandabudgets.
Um Politik zu bekommen die nicht von äußeren Einflüssen gekauft ist.
Was verleitet Sie zur Annahme dass sie nicht von äußeren Einflüssen gekauft wäre. Wagenknecht hat ja schön gezeigt dass Populismus von Links wie hier angedacht ist die gleiche russische Propaganda ist, bloß links angemalt. Das unterstützen dann Leute die auf antimuslimische AI Desinformation von irgendwelchen pakistanischen Scammern reinfallen.
Es ging mir um
und nicht das BSW.
Das eigene Medienportal wäre dann weitesgehend frei von allen Einflüssen, inklusive den russischen.
Es schafft auch der rechte Teil der Gesellscaft nicht so ein unabhängiges Portal aufzubauen warum soll es dann der linke Teil schaffen? Und genauso wichtig, woher soll die Finanzierung kommen? Seriöse unabhängiger Journalismus wird zunehmend unfinanzierbar, zumindest professionell und hauptberuflich organisierter.
Der rechte Teil hat die Bild. Der davon unabhängige rechte Teil nutzt TikTok.
Ein eigenes rechtes Portal aufzubauen wäre schwieriger, da Bild den Bereich schon besetzt.
Links hat eine freie Nische für linken Boulevard.
Mikroinvestitionen der linken Arbeiter. 100.000 Leute die 100 Euro geben finanzieren etliche Mitarbeiter. Wenn jeder dann noch das Portal auf sozialen Medien teilt, hat es eine gute Chance, sich zu etablieren.
Die Bild als Journalismus zu bezeichnen ist mutig. Tiktok ist voll von Desinformation und Propaganda.
Womöglich kann man etwas aufbauen mittels crowdfunding aber das verleitet stark zu slop und Sensationalismus und bestraft aufwendig recherchierten Journalismus in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie mit zunehmend kürzeren Aufmerksamkeitsspannen die noch weiter verschlechtert wird durch exzessive KI Nutzung.
Recherchen für die TAZ. Ziel des linken Boulevardportals muss nur sein, die Mehrheit soweit zu informieren, dass sie nicht gegen ihre Interessen ihre Stimmen vergibt.
Dann reden wir nicht von Journalismus sondern von Meinungsmache oder kurz gesagt einfach Manipulation. Dann gibt auch der Vergleich zur Bild plötzlich Sinn.
Man kann nicht alle Probleme auf einmal lösen. Wenn das Boulevardportal sich etabliert hat, spricht nichts gegen investigativen Journalismus.
Ich denke am Anfang ist es schwierig genug, die Informationen zu politischen Entwicklungen so aufzubereiten, dass sie gelesen werden und nicht Leser abschrecken.