Tja, das passiert, wenn man "Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht (und Sportteil)" auf die ersten beiden Themen reduziert ¯\_(ツ)_/¯
DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Ich sehe vor meinem inneren Auge schon das Nachfolgeportal: „SPOCHT- exklusiv mit oben-ohne Wetterbericht“
Das neueste vom Spocht: Boris Becker hat einen neuen Schläger, der alte störte Becker!
Neuigkeiten vom Eishocken: Kalter Arsch
Wieso schafft es der linke Teil der Gesellschaft nicht, ein eigenes Medienportal zum gleichen Themenkomplex aufzubauen und so 50% der Stimmen zu holen?
Geld. Es gibt einfach zu wenig Geldquellen sowas zu pushen. Überreiche sind in der Regel egoistisch, sonst wären sie nicht überreich. Da rechte / faschistische Politik denen erstmal hilft (bis die Nazis sagen sie seien unerwünschte Menschen und denen alles weg nehmen) wird gerne finanziert was die Kasse klingeln lässt.
Überreiche sind in der Regel egoistisch
So wie alle. Ansonsten könnten 100.000 normale Bürger 100 Euro in ein Medienunternehmen investieren. Das Geld wäre noch nicht mal weg. Wenn dann noch weitere Menschen helfen, es populär zu machen, etabliert es sich ohne großen Aufwand.
Dafür dass Linke von sich selbst organisierenden Gesellschaften träumen sind sie zu sehr in konservativen Strukturen gefangen.
Jetzt vielleicht nicht als direkten Gegenpol zu nius, aber für 500€ kann man Genossy bei der taz werden. Da sind noch nicht 100k, aber schon 25k dabei -- aktuell mit 25,4M€ Kapital.
Genau. Die TAZ als Boulevard Medium fehlt.
Ist doch genau das, was der taz immer vorgeworfen wird?
Das Problem ist nicht das Geld, das Problem sind wir Linken. Wir stehen uns selber permanent im Weg. taz ist ein gutes Beispiel: wie viele, selbst Linke, verachten die taz - aus diversen Gründen. Manche dieser Gründe sind wirklich lächerlich ("der Dominik Johnsen hat mal so einen pro-Krieg Artikel geschrieben, seit dem...", "der Tom vom sounsovielsten war frauenfeindlich") Linke urteilen ständig über Linke, wer links genug ist, um links sein zu dürfen. Für die einen ist die taz nicht links genug, für die anderen eine unlesbares Boulevardblatt. Der Runterwähli auf deinem Post zeigts. Die taz möchte dieses Jahr ihre 50.000 Digital-Abos zusammen bekommen, ihr dürft also: taz-zahl-ich Das ist übrigens eine reine Solidarveranstaltung: diese 50.000 Leute machen es möglich, das die taz ohne Bezahlschranke auskommt, ich glaube Nius träumt von einer solchen Solidarität.
Also Volksverpetzer-Genossenschaft?
Das wäre schön. Ich denke allerdings, dass der Volksverpetzer noch weniger Boulevard ist als die TAZ. Es geht dort um Fakten und Richtigstellungen. Ein linker Boulevard müsste dagegen attraktiver schreien als die Bild. Ich denke das sind verschiedene Zielgruppen.
Naja, man muss es sich auch leisten können. Wer mal eben zweistellige Millionenbeiträge zuschießt, kann wahrscheinlich hinterher noch beim Bäcker Brötchen holen gehen und sich keine Sorgen um seine Rente machen.
100 Euro sollte von jedem Durchschnittshaushalt leistbar sein. Natürlich ist es einfacher, wenn man Millionen hat. Die Zeiten des kalten Krieges sind allerdings vorbei, in denen die Elite ein Interesse hatte, dass der Kapitalismus ein freundliches Gesicht hatte. Jetzt muss der Bürger selber für eine funktionierende Demokratie sorgen und 100 Euro ist verglichen wenig. Die Mieten, Gesundheitskosten und Energiepreise sind bei Weitem noch nicht ausgereizt.
Mir scheint, wir sind uns im Prinzip einig.
Entspricht das nicht der TAZ? Meines Wissens kann dort jeder Genossenschaftsanteile zeichnen.
Im Prinzip schon bis auf die Zielgruppe, da die TAZ nicht Boulevard ist.
Die TAZ ist Zeitung nach dem Selbstverständnis der Linken. Für die Eroberung der Mitte braucht es andere Inhalte und vor allem eine andere Form.
Wozu? Ob russische Propaganda von links oder rechts publiziert wird is auch schon egal. Sieht man bei der Partei von Wagenknecht.
Diese Medien finanzieren sich nun mal durch Parteien- und/oder Propagandabudgets.
Wozu?
Um Politik zu bekommen die nicht von äußeren Einflüssen gekauft ist.
Was verleitet Sie zur Annahme dass sie nicht von äußeren Einflüssen gekauft wäre. Wagenknecht hat ja schön gezeigt dass Populismus von Links wie hier angedacht ist die gleiche russische Propaganda ist, bloß links angemalt. Das unterstützen dann Leute die auf antimuslimische AI Desinformation von irgendwelchen pakistanischen Scammern reinfallen.
Es ging mir um
Wieso schafft es der linke Teil der Gesellschaft nicht, ein eigenes Medienportal zum gleichen Themenkomplex aufzubauen
und nicht das BSW.
Das eigene Medienportal wäre dann weitesgehend frei von allen Einflüssen, inklusive den russischen.
Es schafft auch der rechte Teil der Gesellscaft nicht so ein unabhängiges Portal aufzubauen warum soll es dann der linke Teil schaffen? Und genauso wichtig, woher soll die Finanzierung kommen? Seriöse unabhängiger Journalismus wird zunehmend unfinanzierbar, zumindest professionell und hauptberuflich organisierter.
Der rechte Teil hat die Bild. Der davon unabhängige rechte Teil nutzt TikTok.
warum soll es dann der linke Teil schaffen?
Ein eigenes rechtes Portal aufzubauen wäre schwieriger, da Bild den Bereich schon besetzt.
Links hat eine freie Nische für linken Boulevard.
Und genauso wichtig, woher soll die Finanzierung kommen?
Mikroinvestitionen der linken Arbeiter. 100.000 Leute die 100 Euro geben finanzieren etliche Mitarbeiter. Wenn jeder dann noch das Portal auf sozialen Medien teilt, hat es eine gute Chance, sich zu etablieren.
Die Bild als Journalismus zu bezeichnen ist mutig. Tiktok ist voll von Desinformation und Propaganda.
Womöglich kann man etwas aufbauen mittels crowdfunding aber das verleitet stark zu slop und Sensationalismus und bestraft aufwendig recherchierten Journalismus in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie mit zunehmend kürzeren Aufmerksamkeitsspannen die noch weiter verschlechtert wird durch exzessive KI Nutzung.
verleitet stark zu slop und Sensationalismus und bestraft aufwendig recherchierten Journalismus
Recherchen für die TAZ. Ziel des linken Boulevardportals muss nur sein, die Mehrheit soweit zu informieren, dass sie nicht gegen ihre Interessen ihre Stimmen vergibt.
Dann reden wir nicht von Journalismus sondern von Meinungsmache oder kurz gesagt einfach Manipulation. Dann gibt auch der Vergleich zur Bild plötzlich Sinn.
Seriöse unabhängiger Journalismus wird zunehmend unfinanzierbar,
Man kann nicht alle Probleme auf einmal lösen. Wenn das Boulevardportal sich etabliert hat, spricht nichts gegen investigativen Journalismus.
Ich denke am Anfang ist es schwierig genug, die Informationen zu politischen Entwicklungen so aufzubereiten, dass sie gelesen werden und nicht Leser abschrecken.
Das Portal existiert nicht um Gewinn zu generieren. Das Portal existiert um die Menschen zu radikalisieren und der AfD Wählerstimmen zu beschaffen. Von daher geht der Businessplan leider absolut auf und die Verluste sind als Werbungskosten zu sehen.
Macht nichts.
Es gibt sicherlich genug Schattengeldgeber aus den Top 0,1%, Russland, China und USA deren Gelder nicht in der Bilanz auftauchen.
Nicht unrealistisch.
Andererseits scheinen wir da auch heimisches zu haben:
Gesundheitsdaten-Millionär Frank Gotthardt musste wieder einen zweistelligen Millionenbetrag nachschießen.
Ein signifikanter Teil von Nius' Kapital kommt von Frank Gotthardt, dem Gründer der CompuGroup Medical.
Zum Glück gehen viele Ärzte bereits zu anderen Softwareanbietern um diesem Faschisten und seinen ähnlich ausgerichteten Propagandakanälen (Nius, exxpress etc.) kein Geld mehr zu geben.
Wäre wirtschaftlicher Gewinn das Ziel von Nius, wäre das relevant.
In Wahrheit ist es aber eine Investition in die Destabilisierung und Zerstörung der Demokratie und als solche überaus effektiv und ein echtes Erfolgskonzept.
Es ist sehr wohl relevant, weil man fortan die Darstellung als "Stimme der Mehrheit" zünftig mit einem Verweis auf den eklatanten Mangel an Abonnenten kontern kann. Irgendwann wird so eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit auch für Rechtsextreme peinlich – bestes Beispiel Nius selbst, das sich eben nur noch "Überparteilich. Populär" zu nennen wagt.
Ganz wichtig: Den Spott schön auf andere Mehrheitssprecherlein übertragen: "Soso, Vertreter einer schweigenden Mehrheit bist du? Ganz so wie Nius, ja? – die Stimme der Mehrheit des Milliardärs Frank Gotthard, die nach drei Jahren, trotz erfahrenstem Personal und zig Millionen Euro Zuschüssen, immer noch weniger Abonnenten zählt als die Schülerzeitung von Buxtehude?"
Es ist sehr wohl relevant, weil man fortan die Darstellung als “Stimme der Mehrheit” zünftig mit einem Verweis auf den eklatanten Mangel an Abonnenten kontern kann [...]
Irgendwann wird so eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit auch für Rechtsextreme peinlich
Leider, das selbe Problem. Das wäre relevant, wenn Rechte Scham kennen oder sich für Fakten interessieren würden.
die Stimme der Mehrheit des Milliardärs Frank Gotthard, die nach drei Jahren, trotz erfahrenstem Personal und zig Millionen Euro Zuschüssen, immer noch weniger Abonnenten zählt als die Schülerzeitung von Buxtehude?
Die Schülerzeitung aus Buxtehude werd' ich aber nie zu Gesicht bekommen und es ist egal, was da drin steht. Währenddessen wird Nius-Müll konstant von Medien aufgegriffen, führende Regierungspolitiker geben dort Interviews, und von Nius frei erfundene Lügenmärchen dominieren teilweise wochenlang die Medienlandschaft (von Social Media ganz zu schweigen). Also ja, Abonnentenzahlen wären interessant, wenn es um Profit ginge. Geht es aber nicht und in der tatsächlich beansichtigten vergiftenden Wirkung ist Nius ganz weit oben.
Das ist halt das Bittere an der Geschichte. Diese rechten Krawallseiten brauchen kein Businessmodell. Sie können einfach schön ohne Paywall und ohne irgendeine sinnvolle Monetarisierungsstrategie, finanziert von Milliardären, Ihren Dreck abladen. Seriöser Journalismus muss sich hingegen finanzieren und ist daher weniger zugänglich
Unterschätze mal nicht, wie gierig die Faschos sind. 22 Millionen tun auch Frank Gotthardt weh :)
Die Seite (...) nennt sich dort nicht mehr "Stimme der Mehrheit", wie sie es seit den Anfängen im Juli 2023 getan hatte. Das Motto dort wurde im März ersetzt durch "Verlässlich. Überparteilich. Populär". Und seit dem 1. Mai ist "Verlässlich" gestrichen.
Mal schaun wann sie "Überparteilich" streichen. Obwohl, dieses Wieselwort hat lange Tradition in der doitschen Presselandschaft.
"Stimme der Mehrheit" heißt doch auch nur populär.
"Die Stimme der Mehrheit" haben sie sich genannt? Vielleicht sollten sie sich und ihre Anhänger einfach als "die Mehrheit" bezeichnen.
Klingt aber auf Deutsch vielleicht ein bisschen doof, vielleicht sollte man es zuerst in eine Fremdsprache übersetzen, wie wäre es mit Russisch?
Ich erinnere an die "Wir sind das Volk" Rufe von Pegida. Das machen die Rechten ernsthaft so.
“Wir sind das Volk” war für Kapitalismus in einem sozialistischen Land, mit starker Beteiligung der Kirche. Wie kann das was anderes ausser Rechts gewesen sein?
Pegida ist nur noch rechter.
Klingt aber auf Deutsch vielleicht ein bisschen doof, vielleicht sollte man es zuerst in eine Fremdsprache übersetzen, wie wäre es mit Russisch?
Nicht nötig. Sollte der Befehl zur Umbenennung von Nius kommen, kommt er sowieso auf Russisch, direkt aus Moskau.
Russisch
gnihihi
Falls die Umbenennung kommt, nenne ich Reichelt dann Bolschewik.
Schön.
der Markt ist halt auch overcrowded, da kann halt jeder Larry mit Telegram gegenhalten und seine eigene Schwurbelei verbreiten
Ich höre die manchmal zur Belustigung im Auto. Ist gar nicht mal so lustig, man fühlt sich wie bei den MAGAs. Und die Musikauswahl ist echt grottig. Rechtsradikale haben keine Seele.