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[–] probable_possum@leminal.space 19 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (4 children)

Verstehe das Konzept hinter Abschiebungen als Strafe nicht. Kann einem Deutschen nicht passieren. Das steht in so kompletten Widerspruch zur Gleichbehandlung aller. Defacto Zweiklassengesellschaft.

E: Ergänzung, weil das nicht so rüber kam:
Legal ist es, weiß ich. Ich finde es nur falsch.

[–] Laser@feddit.org 18 points 2 weeks ago (2 children)

Es gibt keine Gleichbehandlung aller. Menschenrechte gelten für alle, ja, aber Bürgerrechte nicht. Kinder haben ja auch nichts alle Rechte (oder Pflichten) wie Erwachsene... davon abgesehen ist der Sinn der Abschiebung nicht primär die Strafe, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Kosten dafür nicht auch noch bei dem Staat liegen, der sowieso schon von der Tat betroffen ist.

[–] kossa@feddit.org 4 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (1 children)

Ähm, aber es gibt eine Gleichbehandlung vor dem Gesetz. Die Theorie ist: für die gleiche Straftat mit den gleichen Bedingungen sollte es die gleiche Strafe und das gleiche Strafmaß geben.

Ist halt weird, wenn man dann grundsätzlich eine Gruppe ganz anders bestrafen kann als eine andere Gruppe.

Edit: das war ja auch mit ein Grund, warum der Führerscheinentzug nicht als generelle Strafe ins StGB aufgenommen wurde. Das wird ja immer mal random diskutiert, aber ist halt doof, weil manche Menschen haben halt keinen Führerschein.

[–] Cliff@feddit.org 1 points 1 week ago* (last edited 1 week ago) (1 children)

Ich würde den Führerscheinentzug ja auch nicht als Strafe betrachten. Persone, die beweisen, dass sie der Verantwortung ein tonnenschweres Fahrzeug durch den öffentlichen Raum zu bewegen nicht gerecht werden (wollen), sollten dies schlicht nicht mehr tun dürfen.

[–] kossa@feddit.org 2 points 1 week ago (1 children)

Als Konsequenz aus Verkehrsdelikten macht das ja auch Sinn.

Mir ging es darum, dass immer mal wieder der random Vorschlag durch die Welt geistert(e), dass man das als Strafe für irgendwelche Straftaten einführt. Also, statt Geldstrafe oder Gefängnis auch Führerscheinentzug.

Und da wurde immer (meiner Laienmeinung nach zurecht) darauf hingewiesen, dass das den Gleichbehandlungsgrundsatz auflöst. Weil jemand, der eine Straftat unter gleichen Bedingungen begeht, anders bestraft würde, wenn er keinen Führerschein hat als jemand, der dafür den Führerschein abgenommen bekommt.

[–] Cliff@feddit.org 1 points 1 week ago
[–] probable_possum@leminal.space 3 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago)

Ich würde die fehlende Strafmündigkeit von Kindern nicht der Schlechterstellung von Menschen ohne Staatsangehörigkeit gegenüber stellen wollen.

Ich hab den Fall nicht verfolgt. Ob hier Bleiberecht oder Staatsbürgerschaft entzogen wurde, müsste ich nachsehen. Würde das für mich einen Unterschied machen? Hmm...

Ins Exil schicken fühlt sich für mich wie Strafe an, auch wenn es keine vom Gericht ausgesprochene Strafe ist.

[–] zaphod@sopuli.xyz 5 points 2 weeks ago

Geh mal durchs Grundgesetz und guck wo überall "jeder", "alle Menschen" und "alle Deutschen" steht. Die Wörter haben tatsächlich eine Bedeutung.

[–] nahostdeutschland@feddit.org 4 points 2 weeks ago (2 children)

Ich finde es irgendwie okay. Der eigentliche Zweck dieser Strafe ist ja die Resozialisierung. Wir sperren halt Menschen bekannterweise nicht ein, damit sie weg sind, sondern damit sie dann während der Strafe resozialisiert werden und danach wieder ein geläutertes Teil der Gesellschaft sind *

Wenn du jetzt allerdings jemanden hast, der aus dem Ausland kommt, dann kannst du ihn auch einfach abschieben und nicht noch für zig Jahre teuer im Knast hocken haben

  • und ja, ich weiß, dass das in der Praxis häufig eher schlecht klappt
[–] HerbalGamer@sh.itjust.works 5 points 2 weeks ago

Wollte gerade sagen.. Steck ne menge Kriminelle zusammen und dann wundern wieso sie soviel von einander lernen und mehr Straftate begehen.

Sosse: war im Knast, hab viel gelernt.

[–] Lauchmelder@feddit.org 4 points 2 weeks ago

Ich finde Abschiebung als Strafe schwierig weil die Person ja im Ausland wahrscheinlich dann trotzdem frei herumläuft. Also klar, man ist nicht mehr in dem Land in das man wollte, aber grundlegend hast du den Kriminellen einfach zu dem Problem einer anderen Gesellschaft gemacht