this post was submitted on 07 Jul 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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[–] DmMacniel@feddit.org 45 points 2 days ago (4 children)

Eine echte Flexibilisierung wäre dringend notwendig. Wer Läden zwangsweise geschlossen halten will, darf sich nicht über sterbende Innenstädte beschweren", sagte er (Kubicki) der "Bild"-Zeitung.

Ah natürlich weil Leute ja am Sonntag dann nicht arbeiten müssen und dann eher in die Geschäfte gehen, welche von Arbeitern besetzt sind... Moment mal.

[–] 5ibelius9insterberg@feddit.org 15 points 1 day ago (1 children)

Mhmmm… vielleicht sterben die Innenstädte aber auch, weil die nicht vernünftig für Fahrrad und Fußverkehr angebunden sind. Oder weil es da zu wenig dritte Orte gibt und man sich da nicht aufhalten möchte…

[–] stumpelrilzchen@feddit.org 6 points 1 day ago (1 children)

Wie, die einförmigen, megalomanischen Konsumtempel nach amerikanischem Vorbild sind dir auch nicht recht?

[–] 5ibelius9insterberg@feddit.org 11 points 1 day ago (1 children)

Ich zitiere mal den Wikipediaeintrag über Victor Gruen, dem Architekten der ersten modernen Einkaufszentren:

  • Mit seinem Konzept des überdachten, autofreien Zentrums wollte er angesichts der historischen Erfahrung zunehmender Zersiedelung und Zerstörung des (öffentlichen) Straßenraumes gemischte städtische Strukturen in fußläufiger Distanz für die Nutzung durch Fußgänger zurückgewinnen und durch zusätzlichen Wetterschutz optimieren. In den USA, wo es die gewachsene historische Altstadt, die zum Verbleiben einlädt und eine Identifikation der Bewohner mit ihrer Stadt ermöglicht, bis auf wenige Ausnahmen nicht gibt, ging es ihm darum durch den Bau von multifunktionellen Zentren, die neben Einkaufsmöglichkeiten auch öffentliche und soziale Einrichtungen enthalten, solche „Stadtzentren“ erst zu schaffen. Gruen war ein erklärter Gegner des unifunktionellen Zentrums, also des reinen Einkaufszentrums.
  • Darüber hinaus forderte er aber ebenso eine grundsätzliche Neuausrichtung der Siedlungsplanung, um die Notwendigkeit mechanischer Hilfsmittel auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Erforderliche Wege wären mit schnellen, energiesparenden und billigen kollektiven Verkehrsmitteln zurückzulegen.
  • Die städtische Umwelt müsse zum Verbleib einladen und eine hohe Qualität bieten.
  • Und letztendlich sollten gar sämtliche technische Leistungen vom menschlichen Lebensbereich durch architektonische Raffinessen so wirksam getrennt werden, dass sie schlicht nicht mehr wahrgenommen werden können.
[–] drre@feddit.org 4 points 1 day ago

bäh, jetzt hab ich heute doch noch was dazugelernt.

Danke für den Link.

[–] drre@feddit.org 15 points 2 days ago (2 children)

Ich habe die Logik der erweiterten Öffnungszeiten nie verstanden. wenn man im Monat x Euro ausgeben kann, und sich dieselbe Menge Geld auf mehr Arbeitsstunden im Einzelhandel verteilt dann muss doch der Umsatz pro Verkäuferstunde im Schnitt sinken.

die einzige Erklärung die ich sehe ist für Frage der Umverteilung. wenn ein Geschäft erweiterte Öffnungszeiten hat und die Konkurrenz nicht, dann kann das Geschäft dem anderen Kunden abjagen. ob das volkswirtschaftlich sinnvoll ist wage ich zu bezweifeln.

Ich find schon die Ausnahmen an den Tankstellen und Bahnhöfen äußerst fragwürdig.

[–] Don_alForno@feddit.org 10 points 1 day ago (1 children)

Ich habe die Logik der erweiterten Öffnungszeiten nie verstanden. wenn man im Monat x Euro ausgeben kann, und sich dieselbe Menge Geld auf mehr Arbeitsstunden im Einzelhandel verteilt dann muss doch der Umsatz pro Verkäuferstunde im Schnitt sinken.

Ja ja, für dich und mich ist die Schranke das verfügbare Einkommen. Aber für Politiker ohne Realitätsbezug ist die Schranke eben die Zeit, um ihren Zaster irgendwo ausgeben zu können. Und weil die sich nicht vorstellen können, dass es Menschen mit anderen Lebensumständen als ihren eigenen gibt, diskutieren wir alle Jahre wieder über diese Scheiße. Alles nur weil Wolfgang Kubicki sich am Sonntag ~~eine neue Seidenkrawatte kaufen gehen~~ einen Geringverdiener eine neue Seidenkrawatte für sich kaufen schicken können möchte.

[–] kossa@feddit.org 3 points 17 hours ago

Kubicki ärgert sich, dass seine Lakaien sonntags so lange brauchen, um neuen Schnaps zu organisieren. Die müssen dann nämlich aus dem Villenviertel erstmal in die schlechte Gegend, wo es anständige Kioske hat. So lange sitzt er auf dem Trockenen.

[–] Akelei@discuss.tchncs.de 7 points 2 days ago (1 children)

Was für ein dummes Argument von Kubicki. Als würden Innenstädte deswegen sterben. Das glaubt er doch nicht mal selber, oder?

[–] stumpelrilzchen@feddit.org 7 points 1 day ago (1 children)

Nein. Das ist nur das Feigenblatt, das die Großkonzerninteressen hinter dem Vorschlag notdürftig verschleiern soll. "Seht ihr? Ihr wollt doch auch am Sonntag noch für euren AG buckeln."

[–] SpongyAneurysm@feddit.org 5 points 1 day ago (1 children)

Die Regierung Merz fährt überhaupt ein Programm, das einer Generalmobilmachung von Großkonzerninteressen gegen die Arbeiterschaft gleicht.

Sozialstaat wird zusammengekürzt, Arbeitsschutzrechte ausgehöhlt und Konzerneigentum für sakrosankt erklärt.

Jeder mit ein bisschen Klassenbewusstsein sollte das erkennen.

[–] Obin@feddit.org 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Du hast nur das Konzept nicht verstanden:

  1. Arbeitnehmerrechte auflösen
  2. Deregulation des Arbeitsmarktes und der Industrie
  3. ...
  4. Die Wirtschaft[^1] ist angekurbelt™

Ist ja aber auch klar, dass der Pöbel hier ohne BWL oder Jurastudium das nicht begreift.🙄 [^1]: Definition von Wirtschaft: Renditen der Großinvestoren und des Finanzsektors und Gehälter der Geschäftsleitungen

[–] SpongyAneurysm@feddit.org 1 points 19 hours ago

Mein Studium hatte sogar ein BWL-Modul. Wir haben da eine andere Definition gelernt.

Aber diese hier scheint in der Praxis öfter genutzt zu werden.

[–] brainwashed@feddit.org 1 points 1 day ago

Klappt bei verkaufsoffenen Sonntagen erstaunlich gut