this post was submitted on 12 Jul 2026
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Text der Petition
Mit der Petition wird gefordert, dass der Bundestag Beteiligung ermöglicht, um auch zwischen den Wahlen zielgerichtet Vorschläge und Kritik anbringen zu können. Insbesondere sollen losbasierte Bürgerräte organisiert, über eine Plattform die Kommentierung von Gesetzesentwürfen ermöglicht, das Petitionsrecht ausgebaut und nach dem Modell der Bundesländer direktdemokratische Instrumente wie ein Initiativ- und ein Vetorecht eingeführt werden.

Begründung
Das Vertrauen in die Demokratie sinkt und Angriffe von autoritär-populistischen Kräften nehmen zu. Appelle und Beteuerungen, die Menschen nur besser mitnehmen zu wollen, genügen nicht. Es braucht Möglichkeiten, mit denen die Bürgerinnen und Bürger erleben können, dass Politik beeinflussbar und korrigierbar ist. In den Bundesländern gibt es mehr Möglichkeiten als auf Bundesebene, sich auch zwischen den Wahlen einzubringen: In manchen Ländern können Gesetzgebungsvorhaben kommentiert werden (Thüringen und Baden-Württemberg). Es gibt Möglichkeiten, den jeweiligen Landtag mit einem Thema und Gesetzentwürfen zu befassen (Volks- und Bürgeranträge). Regierung oder Parlament organisieren Bürgerräte, für die Menschen aus der Bevölkerung ausgelost werden. Und schließlich können die Bürgerinnen und Bürger mit Volksbegehren und Volksentscheiden selbst als Gesetzgeber aktiv werden und direkt mitgestalten. Auf Bundesebene bleibt nur das Petitionsrecht, das zudem reformbedürftig ist. Es ist an der Zeit, die Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte auch auf Bundesebene zu erweitern. Mit einer solchen Weiterentwicklung kann dem Vertrauensverlust in die demokratischen Institutionen, wie sie der Deutschland-Monitor vom Februar 2026 aufgezeigt hat, entgegengewirkt werden.


Das soll jetzt nicht Werbung für diese Petition sein, sondern ein Aufruf darüber zu diskutieren, ob das eine gute Idee ist.

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[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 17 points 1 day ago (1 children)

Insbesondere sollen losbasierte Bürgerräte organisiert

Haben wir doch schon, und sie werden sehr gekonnt von Parlament und Regierung ignoriert.

[–] copacetic@discuss.tchncs.de 13 points 1 day ago (1 children)

*Hatten

Wikipedia schreibt:

Der erste und bisher einzige vom Bundestag beschlossene Bürgerrat bestand im Jahr 2023 während der Ampel-Regierung, der Bürgerrat Ernährung im Wandel.[3] Er beschloss unter anderem folgende Forderungen:

  • kostenloses Mittagessen für alle Kita- und Schulkinder,
  • ein verpflichtendes staatliches Lebensmittel-Label sowie
  • die Abschaffung der Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse.

Diese Forderungen wurden vom Bundestag allerdings kaum umgesetzt.

Die darauffolgende Große Koalition schrieb sich die Fortsetzung solcher Bürgerräte zwar in den Koalitionsvertrag, allerdings gab es weiterhin Widerstand dagegen vor allem innerhalb von CDU und CSU. Daher konnte sich die Koalition auf keinen neuen Bürgerrat einigen.[4] Die Bundestagsverwaltung schaffte 2025 in der Folge die Bürgerräte wieder ab und löste die zuständige Stabsstelle wieder auf.[5]

[–] suff@piefed.social 3 points 22 hours ago (1 children)

Der Verband der Familienunternehmen hat so viel politischen Einfluss, dass ich den auch zu existierenden Bürgerräten zähle.

[–] copacetic@discuss.tchncs.de 6 points 20 hours ago (1 children)

Ich würde ihn eher zu den Lobbyverbänden zählen. Der Verband vertritt ja primär die Interessen von ein paar Milliärdären.

Der Witz bei Bürgerräten ist doch, dass man versucht die Zusammensetzung der Bevölkerung wiederzuspiegeln.

[–] suff@piefed.social 1 points 16 hours ago

Kann nur bei einem Versuch bleiben. Überarbeitete Alleinerzieher werden dort nicht dabei sein.