this post was submitted on 17 Jan 2026
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[–] Obin@feddit.org 1 points 1 month ago (1 children)

Klar, da gebe ich dir völlig recht. Es ist nur ein Baustein in einem Gesamtkonstrukt, dass man Sozialismus nennt. Wobei halt ohne privatisiertes Gesundheits/Pflegesystem und mit einem intakten Sozialsystem, dass darauf folgen würde wäre schon viel erreicht, auch in dem Bereich.

[–] sockenklaus@sh.itjust.works 1 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (1 children)

Voll, ich find's halt nur ein gutes Beispiel dafür, dass der Kapitalismus ein totalitäres System ist, das sogar Lebensbereiche durchdringt und bestimmt, die eigentlich von ihrer Idee her (in meinem Fall Diakonie) nicht-kapitalistisch sein wollen. Und was mich so schockiert, ist, dass man dann nicht sagt "Okay, Krankenstand + Personalkosten sind ein Problem für uns, lasst uns die schlechte Finanzierung des Sozialsystems kritisieren und zähneknirschend versuchen, das Beste draus zu machen", sondern das neoliberale Narrativ der faulen 'kranken' Arbeitnehmer wird unreflektiert reproduziert.

Klarer Fall von "Es gibt kein richtiges Leben im falschen."

[–] Obin@feddit.org 1 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Dass du von der Diakonie sprichst (habe da selbst Zivi gemacht und Ehrenamt danach ein paar Jahre, trotz Atheist) passt. Was du beschreibst ist die protestantische Arbeitsethik, die zwar ideologisch nicht kapitalistisch ist, aber ein zentraler Bestandteil des Nährbodens auf dem sich der Kapitalismus ausbreiten konnte, weil ultra-leicht auszubeuten.