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this post was submitted on 17 Jan 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Du scheinst kognitiv nicht in der Lage hier eine systemische Betrachtung durchzuführen. Das wiederum finde ich sehr schade, weil das es dir schwer machen wird deinen eigenen Impact auf das System korrekt einzuschätzen und den negativen Konsequenzen deiner eigenen Machtposition über deine Mitarbeiter langfristig aus dem Weg zu gehen. Und ja, dieser Shift der Perspektive, durch Reichtum und Erfolg ist wissenschaftlich belegt. Das heißt nicht, das wird bei dir passieren, sondern das passiert oft. Du wärst nicht der erste Unternehmer der von guten Vorsätzen am Anfang irgendwann Dinge denkt, wie dass den Mitarbeitern Gewerkschaften und Betriebsrat auszureden (oder Lobbyismus in diese Richtung zu betreiben) zu ihrem eigenen Wohl wäre. Das Problem liegt in dieser Machtposition selbst, nicht darin ob oder wie stark du sie (in diesem Moment) ausnutzt. Dass unser System das ermöglicht ist das Problem und solange es möglich ist, wird es immer mehr Arbeitgeber geben, die sie ausnutzen als die das nicht tun.
lesen -> verstehen -> nichts dazu erfinden -> antworten:
Zur Klarstellung: Den Staat würde ich hier überhaupt nur als Arbeitgeber in der Verwaltung, Infrastruktur, Gesundheitssystem usw. sehen. Alles andere wäre idealerweise in Kooperativen, also abgedroschen sozialistisch "Produktionsmittel in Arbeiterhand". Die Größe des Unternehmens spielt da erst mal keine Rolle. Ein solches System würde aber auf jeden Fall kleine Unternehmen fördern, weil es die Problematik mit der Notwendigkeit zu unendlichem Wachstum umgeht. Die Erträge würden irgendwann einfach nur noch mit den Mitarbeitern skalieren, wohingegen im Kapitalismus immer neue Märkte erschlossen werden müssen, Konkurrenz aufgekauft werden muss und mehr (produktive) Mitarbeiter immer nur noch mehr Gewinn für den Unternehmer versprechen. Kannst dir also überlegen ob es dir tatsächlich um bessere Chancen für kleine Unternehmen geht, oder um bessere Chancen für dein kleines Unternehmen.
Man ist Kapitalist in dem Moment, in dem einem ein Betrieb gehört und man andere für ihre Arbeit bezahlt, anstatt die Erträge gleichberechtigt aufzuteilen und gleichberechtigt die Entscheidungen zu treffen. Das ist keine Meinung, das ist einfach nur die Definition des Wortes. Ob du "böse" (du bist hier der, der immer wieder diese Begriffe verwendet) oder ein Egoist bist steht auf einem anderen Blatt, aber ein Idealist bist du an dem Punkt mit Sicherheit schon nicht mehr, höchstens vielleicht in der verzerrten Selbstwahrnehmung.
Solange du mit Unterstellungen wie kognitiver Unzulänglichkeit Argumente einleitest und weiterhin ausführlich Unterstellungen und Stereotypisierung wir am Fließband lieferst, fürchte ich, dass unsere Unterhaltung nicht weiter stattfinden wird. Wenn du an ernsthaftem, konstruktiven Austausch Interesse hast, gern, aber bitte nicht stumpfe Implementierung des persönlichen Narrativs, da steige ich automatisch aus.