this post was submitted on 30 Jan 2026
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Fahrrad
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Alles rund ums Fahrrad.
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Es gibt Studien, wonach Autofahrende Menschen auf Fahrrädern enger überholen und weniger Rücksicht nehmen, wenn diese einen Helm tragen.
Ich selbst trage Helm und meine Kinder auch, weil ich meinen Kopf mag. Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen. Mir wäre auch eine Infrastruktur am liebsten, bei der ich soweit von Autos getrennt bin, dass ein Helm quasi nicht nötig ist.
@10MeterFeldweg @einkorn Ich fahre jetzt seit etwa 20 Jahren fast alle Wege mit dem Rad. Ja, fahrende Autos sind ein Problem. Stehende Autos sind das aber deutlich häufiger. Und die Anzahl der Stürze wegen "ich musste in den Matsch ausweichen", "ich musste über den Bordstein fahren (ich weiche auf den Fußweg, nicht auf die Autofahrbahn aus)" und ähnliches ist mein Standardnutzungsfall für den Helm. Nicht, weil ein fahrendes Auto mich umreißt. Davor kommen auch noch verbreckte Radwege, die mich in Kurven wegrutschen lassen.
Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.
@einkorn @10MeterFeldweg
was machen wir mit Rauchern und Säufern?
Oder Extremsportlern?
Usw.
Im ersten Fall reduzieren wir bereits die Attraktivität des Angebots durch hohe Steuern.
Im zweiten Fall würde ich persönlich das gerne ähnlich machen, aber ich glaube ich muss dir nicht erklären, warum das in Deutschland besonders schwierig wird, oder?
Die Extremsportler stellen im Gesamtbild höchstwahrscheinloch einen Rundungsfehler da. Das ist so wie bei den sog. Totalverweigeren im Bürgergeld: Es kostet mehr denen auf die Finger zu klopfen, als sie einfach zu ignorieren.
@einkorn @10MeterFeldweg einfacher: tempo 30 für Autos überall, auch auf den Autobahnen.
Alkoholverbot, Tabakverbot, sinnvolle Beschränkungen von Zucker, innerstädtisch Tempo 30
Das sind so die Sachen, die mir als erste einfallen, die für die Erreichung dieses Zieles wahrscheinlich den größeren Hebel hätten.
Deine Argumentation entspricht echt deinem Benutzernamen bzw. nennt sich Whataboutism. Wir reden hier über Verletzungen beim Fahrradfahren, nicht darüber wie wir am effektivsten die Krankenkassen entlasten.
einkorn hat geschrieben:
Ähm, lies Dir bitte noch mal Deine Beiträge in diesem Thread durch, mit dem Krankenkassenargument bist Du angefangen. Und Tempo 30 verringert die Verletzungen beim Radfahren und entlastet nebenbei die Krankenkassen.
Richtig, das widerlegt allerdings nicht meine Aussage, dass eine Helmpflicht das ebenfalls tut. Ich habe nicht gesagt, dass es die größte Verringerung bringt, da gebe ich euch nämlich vollkommen recht.
Aber das ist eben der Kern eines Whataboutism: Es wird ein Gegenargument ins Feld geführt, dass mit der eigentlichen Aussage nichts zu tun hat.
Ja und?
Dein sog. Argument ist "Um eine Entlastung der Krankenkassen zu erreichen, ist eine Alkoholverbot [...] besser geeignet als eine Helmpflicht". Ich habe nie behauptet, dass eine Helmpflicht besser dafür geeignet ist.
Das, was du machst, ist 1:1 das Beispiel auf Wikipedia:
Du lieferst kein Argument gegen meine Aussage, sondern argumentierst gegen etwas, das ich so nie gesagt habe.
Und btw, Whataboutism vorzuwerfen und im gleichen Satz Ad hominem zu gehen ist schon ein starker Move, aber hey, was solls, ich bin hier in erster Linie zum gelegentlichen Zeitvertreib.
Momomomoment! Den Benutzernamen hast du selbst gewählt und ich habe sachlich dargelegt, warum deine Argumentation zu Deutsch "dumm" ist.
Wenn du meinst
Ich fordere, dass Du eine Gasmaske trägst, damit Du durch die schlechte Luft kein Lungenkrebs kriegst. Wir zahlen schließlich in eine soziale Krankenkasse ein.
Netter Versuch, aber du verdrehst hier gerade Täter und Opfer. Lustigerweise wird mir das ja die ganze Zeit vorgeworfen, das ich von den Autofahrern als tatsächliche Gefahr für Fahrradfahrer ablenke.
Genau das ist doch der Punkt. Die Radfahrenden sind doch auch in aller Regel die Opfer. Der Vergleich ist schon sehr passend:
Es gibt eine schlechte Grundsituation: A: Schlechter Umweltschutz/Lufreinhaltung. B: Schlechte Verkehrsinfrastruktur/Verkehrsregeleinhaltung. Diese führen zu einer schlechten Gesundheitssituation von Dritten: A: Gesundheitliche Probleme durch schlechte Luft für Leute, die nicht die Fabriken betreiben. B: Unfälle mit entsprechenden Gesundheitsfolgen für Radfahrende, die nicht das Auto steuern und nicht die Verkehrsinfrastruktur verantworten. Und nun sollen diese Opfer sich selbst schützen "für die soziale Krankenkasse": A: Mit Gasmaske, B: Mit Helm.
Wo hinkt der Vergleich? BEIDE Forderungen gehen an die Opfer.
Dann fordere ich aber, dass untersucht wird, ob diese Mittel tatsächlich zu insgesamt weniger Kosten für die Krankenkasse führen, statt irgendeine Maßnahme zu erzwingen, die sich nach Gefühl richtig anhört.
Und schon fällt die Helmpflicht raus.