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Petition Beschränkung der Geschwindigkeit auf Landstraßen ohne bauliche Trennung von Rad- und Fußwegen
(epetitionen.bundestag.de)
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@tja Es geht darum das die Petition stark auf die Sichtweise von Menschen die in den Städten wohnen ausgerichtet ist. wo das Fahrrad wirklich Massenverkehrsmittel ist und dabei die Perspektive jener die auf dem Land wohnen weitgehend ausgeblendet wird. Den die wollen über die meist größeren Strecken einfach nur schnell von A nach B kommen. Das wird schon jetzt in immer mehr Ortschaften (gerechtfertigt) verzögert, aber Landstraßen sind nun einmal dafür gedacht schnell von A nach B zu kommen, wobei ich z. B. bei nicht vorhandenen gut gemachten Fuß- und Radwegen mit einer regulären Höchstgeschwindigkeit von 70 kein Problem habe. Strecke ist nicht nur Geld, sondern eben auch Zeit. Und je mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen es gibt, umso mehr Zeit braucht man. Da man beim ÖPNV meist auf Busse setzt btw. auch damit. Praktisches Beispiel? Als ich angefangen habe Auto zu fahren hat man vom Haus meiner Eltern im Dorf nach Heidelberg Zentrum mit dem Auto rund 30 Minuten gebraucht. Heute sind es 50 bis 60 Minuten. Das mag jetzt noch ok sein wenn man aller paar Wochen fährt, aber wenn man das fast jeden Tag fährt kostet es massiv Lebenszeit.
Verstehe. Du findest also bei Landstraßen ohne Fuß-und Radweg eine Höchstgeschwindigkeit von 70 okay, aber 60 nicht zumutbar?
@tja Ich finde das 70 eine Geschwindigkeit ist mit der man Überlandstrecken gerade noch so gut zurücklegen kann ohne große Zeitverluste zu haben. Alles darunter würde in diesem Bereich außerdem nicht nur den Auto- und Lastkraftverkehr, sondern auch den ÖPNV ausbremsen. Die Lösung heißt daher in meinen Augen eine gute Fuß- und Radinfrastruktur zu schaffen. Natürlich wäre ich wenn ich auf dem Land wohne auch mit einen wirklich gut gemachten innovativen ÖPNV der unabhängig von den Straßen ist glücklich, aber den gibt es nicht.
Genau, das wären ja auch laut Petition die zwei Möglichkeiten, die Überlebenschancen der Fußgänger und Fahrradfahrer zu erhöhen:
60 km/h Höchstgeschwindigkeit oder gut ausgebaute Wege. Wenn dann jemanden die 60 zu langsam sind, kann er sich ja dafür einsetzen, dass die Wege ausgebaut werden. Finde ich fair.
@tja Nur musst Du dann dazu sagen das gerade im ländlichen Raum die Chancen auf einen raschen umfassenden Ausbau der Fuß- und Radwege schon allein auf Grund der Fiskalischen Lage so gut wie unmöglich ist und das das eben lauter kleine Stücken sind. Deshalb weiter gegen Tempo 60 auf Landstraßen.