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Text der Petition
Mit der Petition wird eine Änderung von § 3 Absatz 3 Nr. 2c Straßenverkehrs-Ordnung dahingehend gefordert, dass auf außerörtlichen Straßen ohne baulich getrennte Geh- und Radwege die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t verbindlich auf 60 km/h begrenzt wird. 100 km/h sollen künftig nur noch dort zulässig sein, wo zusätzliche, baulich getrennte Geh- und Radwege neben der Fahrbahn vorhanden sind.

Begründung
Auf vielen außerörtlichen Straßen existieren keine baulich getrennten Geh- und Radwege. Fußgänger und Radfahrer müssen diese Straßen dennoch nutzen, weil es häufig keine Alternativen gibt. Die derzeit zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h stellt in solchen Situationen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Bei hohen Geschwindigkeiten sind Reaktions- und Bremswege lang, und Kollisionen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern führen meist zu schweren oder tödlichen Verletzungen. Bereits eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 60 km/h kann den Anhalteweg deutlich verkürzen und die Schwere von Unfallfolgen erheblich mindern.
Die vorgeschlagene Regelung schafft eine klare, leicht verständliche und bundesweit einheitliche Vorgabe: Tempo 60 dort, wo sich motorisierter Verkehr den Raum mit Fußgängern und Radfahrern teilt, und Tempo 100 nur auf Strecken mit ausreichender baulicher Trennung. Damit wird die Verkehrssicherheit verbessert, die Akzeptanz der Regeln erhöht und ein wirksamer Beitrag zur Vision Zero – null Verkehrstote – geleistet.

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[–] tja@sh.itjust.works 2 points 7 hours ago (1 children)

Verstehe. Du findest also bei Landstraßen ohne Fuß-und Radweg eine Höchstgeschwindigkeit von 70 okay, aber 60 nicht zumutbar?

[–] sascha@friendica.de 2 points 7 hours ago (1 children)

@tja Ich finde das 70 eine Geschwindigkeit ist mit der man Überlandstrecken gerade noch so gut zurücklegen kann ohne große Zeitverluste zu haben. Alles darunter würde in diesem Bereich außerdem nicht nur den Auto- und Lastkraftverkehr, sondern auch den ÖPNV ausbremsen. Die Lösung heißt daher in meinen Augen eine gute Fuß- und Radinfrastruktur zu schaffen. Natürlich wäre ich wenn ich auf dem Land wohne auch mit einen wirklich gut gemachten innovativen ÖPNV der unabhängig von den Straßen ist glücklich, aber den gibt es nicht.

[–] tja@sh.itjust.works 2 points 6 hours ago (1 children)

Genau, das wären ja auch laut Petition die zwei Möglichkeiten, die Überlebenschancen der Fußgänger und Fahrradfahrer zu erhöhen:

60 km/h Höchstgeschwindigkeit oder gut ausgebaute Wege. Wenn dann jemanden die 60 zu langsam sind, kann er sich ja dafür einsetzen, dass die Wege ausgebaut werden. Finde ich fair.

[–] sascha@friendica.de -1 points 5 hours ago

@tja Nur musst Du dann dazu sagen das gerade im ländlichen Raum die Chancen auf einen raschen umfassenden Ausbau der Fuß- und Radwege schon allein auf Grund der Fiskalischen Lage so gut wie unmöglich ist und das das eben lauter kleine Stücken sind. Deshalb weiter gegen Tempo 60 auf Landstraßen.