this post was submitted on 15 Mar 2026
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Europa
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Die hatten 30 Jahre lang Zeit sich mal zu integrieren. Wollten die nicht. Pech gehabt.
Du machst es dir aber schön einfach.
Naja, findest du nicht, dass man nach 30 Jahren mal die Sprache des Landes sprechen sollte, in dem man offenbar gerne leben möchte? Zumindest rudimentär genug, um so einen Test bestehen zu können?
Stattdessen einfach grundsätzlich von den anderen die Kenntnis der eigenen Sprache zu erwarten hat halt den Geschmack der typischen Gutsherren-Arroganz größerer Länder: Deutsche, die fest auf 'Malle' in ihrer Finca leben, aber selbstverständlich nur deutsch reden - "das muss der Spanier können, der lebt doch schließlich von uns. Und versteht er's nicht, rede ich einfach lauter." Amis, die von jedem Menschen der Welt erwarten, dass er selbstverständlich ihre Muttersprache spricht und keinerlei Interesse an anderen Sprachen haben, weil doch jedes Land der Welt mit Neid auf Amerika schaut. Russen, die als ehemalige Herrscherelite des Ostblocks immer noch durch die Kommunikation mit den ehemaligen Untertanen in ihrer Sprache das Machtgefälle zementieren.
Ich habe selber einige Jahre im unterschiedlichen Ausland gelebt und für mich war es allein schon eine Frage des Respekts, mir zumindest die Grundlagen anzueignen, um mich im Laden/Restaurant verständlich machen zu können.
Sollte man das? Ja. Sollte man, wenn mans nicht macht, mit Gewalt vertrieben werden? Nein.
Das ist purer Nationalismus wie er im Buche steht. Reflektiere bitte deine Ansichten.
Es ist schon wichtig, hier den genauen Kontext zu betrachten:
Mit Abschiebung werden nicht diejenigen bedroht, die bereits vor der sowjetischen Besatzung dort die russischsprachige Minderheit ausgemacht haben. Diese sind seit 1991 reguläre lettische Staatsbürger und hiervon nicht betroffen.
Auch nicht diejenigen, die erst im Zuge der gezielten Russifizierung Lettlands im Land angesiedelt wurden und die seit 1991 im merkwürdigen Zustand des "Nichtbürgers" leben.
Betroffen sind nur diejenigen, die sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten aktiv um die Staatsbürgerschaft Russlands bemüht haben, also Staatsbürger Russlands werden wollten - und wurden. Diese hatten bisher eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, nun müssen sie dafür Sprachkenntnisse nachweisen. Und ganz ehrlich gesagt, da sehe ich wirklich nicht das Problem. Selbst der Betroffene aus dem Artikel findet das fair. Der große Schlüssel zur Integration ist die Sprache, nur mit ihr kommst du wirklich in einem Land an.
Was du wiedergibst ist deckungsgleich zu Putins Propaganda.
Die meisten "Russen" sind da da in der SU Bereiche diesen baltischen ssr zugeschlagen wurden. Die waren meist vorher schon da.
Und die wurden zur Russifizierung dort angesiedelt. Heutzutage ein Verbrechen gegen die Genfer Konvention.
Nach der Besetzung Lettlands durch die SU hat Lettland nicht Gebiete zugeschlagen bekommen, sondern musste sogar Gebiete an die RSFSR ("Russland") abtreten (Neu-Lettgallen um Abrene/Jaunlatgale/Pytalowo) und dies im Rahmen des Beitritts zu NATO/EU auch de jure noch mal bestätigen.
Die in der Region vor der sowjetischen Besatzung existierende russischsprachige Minderheit betrug ca. 8%. Der weit größte Teil kam nach dem 2. WK im Zuge der gezielten Russifizierung der Region durch Ansiedlung der Russen und Deportation von Letten. 1989 machten Letten in ihrem eigenen Land dann nur noch knapp über 50% der Bevölkerung aus.
Diejenigen, die tatsächlich als russischsprachige Minderheit schon vor 1940 dort wohnten, haben nach 1991 die lettische Staatsbürgerschaft bekommen, sind also nicht von diesen Ausweisungsdrohungen betroffen.
Dann gibts die sog. "Nichtbürger", also jene russischsprachigen, die aufgrund gezielter Ansiedlung während der Sowjetzeit dort leben. Die bekamen nach 1991 nicht die lettische Staatsbürgerschaft, sondern nur einen "Pass light": dauerhaftes Bleiberecht + EU-Freizügigkeit, aber kein Wahlrecht. Die sind auch nicht betroffen.
Betroffen sind nur die, die nach 1991 aktiv die russische Staatsbürgerschaft aufgenommen haben. Diese müssen jetzt lediglich lettische Sprachkenntnisse nachweisen. Etwas, das der lettische Staat seit 1995 den Leuten aktiv anbietet, damit sie im Land Fuß fassen können.
Manchmal muss man sich Dinge gar nicht einfach reden... Die sind das einfach von sich aus.
Natürlich ist es blöd wenn die sich nicht integrieren. Aber deswegen muss man sie doch nicht mit Gewalt vertreiben? Das ist eine zutiefst nationalistische Ansicht. Solche Nazi-parolen passen nicht zu deinem eher cuten username.
Welche Gewalt? Liest wohl zu viel von Putins Propaganda.
Allmählich kommt auch bei Wladimir die Einsicht. Er bereut, Lettisch nicht schon früher gelernt zu haben, "als der Kopf noch nicht so abgenutzt war", sagt er. Die Maßnahmen der lettischen Regierung hält er für gerecht. "Lettland ist der einzige Ort, an dem sich die lettische Sprache und Kultur erhalten und weiterentwickeln können. Und wir sind hier in Lettland Gäste.
Wohl den Artikel nicht gelesen.
Aber alles, was nicht Putins Weltbild entspricht = Nazi-Parole. OK. Behauptet Putin und seine Treuen auch über die Ukraine.
Wenn die nicht gehen, werden sie doch von der Polizei abgeholt? Das ist ja immernoch Staatsgewalt.
Kp wie du drauf kommst dass ich irgendwie Putin feiern würde. Der Hund darf meinetwegen öffentlich erhängt werden. Bin nur allgemein gegen Abschiebungen jeglicher Art.