this post was submitted on 28 Mar 2026
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Das ist hier möglicherweise unpopulär. Ich halte es für richtig Mobilität nach ihrem Zweck zu unterscheiden. Ob man dies vereinfacht über eine Pauschale oder komplizierter über ein Fahrtenbuch umsetzt ist ein anderes Thema.
Das hat mit dem Ausbau des ÖPV auch nur etwas mit einem nicht zugeordneten (Steuer)-Finanzmitteltopf zu tun.
Wenn jemand zum Erarbeiten seines Einkommens Kosten hat sollte dieser es auch von der Besteuerung des Einkommens herausnehmen können. Was jedes kleine oder große Unternehmen ebenfalls richtigerweise tut.
Wenn wir ÖPV ausschließlich für "Spaß"-Fahren ausbauen und fördern würden, wäre das aus Umwelt-als auch Gedalschaftsaspekten gesehen falsch.
In dieser Diskussion zur Pendlerpauschale und Ausbau des ÖPV werden Meiner Ansicht nach immer wieder falsche Sachverhalte suggeriert.
Die Penderlpauschale wird nicht nur Autofahrern angerechnet. Das Verkehrsmittel findet keine Berücksichtigung. Der SUV-Fahrer ist hier dem Kleinwagenfahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichgestellt. Auch der Deutschlandticketnutzer bekommt diese.
Die Subvention für das Deutschlandticket bzw. Den ÖPV wirkt nicht nur für notwendige Fahren.
Es gibt sehr viel verschiedene Gründe, weshalb mehr oder weniger gependelt wird. Soziale Aspekte (Familien) wirtschaftliche Aspekte (preisgünstiger) oder einfach nur die Notwendigkeit für einen Job. Die Gründe sind meist sehr persönlich. Freiwillig verbringt kaum jemand seine Freizeit mit Pendeln. Ob mit ÖPV oder eigenem Fahrzeug.
Ich hänge nicht an der Pendlerpauschale. Ich halte diese, unter dem Aspekt der Entbürokratisierung, jedoch für sinnvoll.
Beim Ausbau des ÖPV und ÖPVN sehe ich die Lücke der Bedarfserfasssung und des entsprechenden bedarfsgerechten Ausbau.
Ich schätze die Freiheit und damit Attraktivitätssteigerung des ÖPVN eines Deutschlandtickets. Eine Entlastung für notwendige Fahrten über Jobtickets/Pflegende-Ticket/Familienticket (z.B. als Rabatt auf das DE-Ticket) würde dem sozialen Aspekt für Menschen mit niedrigerem Einkommen besser Rechnung tragen und die Möglichkeit bieten den Bedarf besser zu erfassen.
Gott bewahre uns davor, dem Pöbel in unserer Freizeit zu begegnen. Nur mit dem SUV soll man zum entspannen an den See fahren können.
Weite Pendelstrecken werden aber seltener mit dem ÖPNV zurückgelegt, noch seltener mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Die Pendlerpauschale fördert also vor allem Autofahrer
Ich behaupte es gibt keine unnötigen Fahrten im ÖPNV. Freizeit, Spaß und Vergnügen sind notwendig im Leben, nicht nur Arbeit. Keiner fährt einfach so ÖPNV
Wie du hier von sozialen Aspekten sprichst und dann Menschen auf ihre Arbeitskraft reduzierst widert mich an
Das habe ich nicht geschrieben. Ich sehe jedoch die Finanzierung des eigenen Hobbys als persönliche Angelegenheit an. Was auch eine Fahrt zu See beinhaltet.
Emissionen und resultierenden Belastung anderer oder der Umwelt, die durch Freizeitfahrten bedingten Verkehr entstehen sind in den häufigsten Fällen unnötig. Ausbau von Infrastruktur (Straßen als auch Schiene) sollte nicht alleinig aus diesem Aspekt erfolgen. Wenn man erwarten kann, dass Menschen zum erstreiten ihres Lebensunterhalts ihren Wohnort zum Arbeitsplatz zu verlegen, kann man auch erwarten die notwendige Lebensqualität vorort und in angemessener Reichweite (z.B. Fahrrad) dort selbst zu gestalten zu können. Notfalls wäre der See eben ein Park der Naturbad.
Richtig. Das liegt jedoch nicht an der Abrechnungsart, sondern am Verkehrsmittel selbst. Da würde sich mit einer Abrechnung nach tatsächlich entstandenen Kosten nicht ändern. Die Bürokratie für eine Kontrolle jedoch erhöhen und den Fahrradenthusiast, der täglich 20km einfach zurücklegt, nahezu leer ausgehen.
Ja Freizeit (Ausgleich), Spaß und Vergnügen gehören zum Leben. Diese werden nach persönlichem Empfinden gestaltet. Der eine benötigt dafür die Berge, ein andere nur eine Lasertaghalle, Fitnessstudio oder Restaurant. Ich erwarte dennoch nicht, dass mein Fitness-Studio über die Gesellschaft subventioniert wird. Ja man darf behaupten, dass es keine unötigenFahrten im ÖPNV gibt. Ich habe mich auf die Subvention des DE-Ticket bezogen. Die Zahlen die zur Veröffentlichung der FAU-Nürnberg zum 9,-EUR Ticket zu Grunde liegen, zeigen im Vergleich zu Pendelzeiten deutlicheren Anstieg der Nutzung im Freizeitbereich (Wochenende).
Sehr emotionale Aussage basierend auf einer falschen Interpretation. Wir definieren nur die Aufgaben eines Staates unterschiedlich und halte es für ungerecht abhänig Beschäftigten abzusprechen, die Kosten für seinen Arbeitsweg (egal wie lange) vor Steuerberechnung abzuziehen oder Zweitwohnsitz zu finanzieren. Jedoch es für selbstverständlich hinzunehmen, dass jeder Handwerker die Anfahrt berechnet oder Konzerne Flüge/dienstliche Reisen als Kosten weiterhin zuzugestehen.
Deine Definition von Staat ist wohl der Wirtschaft dienlich zu sein und nicht dem Menschen. Wieso ist es selbstverständlich, dass der Staat die Kosten für den Arbeitsweg subventioniert und nicht dass der Arbeitnehmer seinen Arbeitsweg dem Arbeitgeber in Rechnung stellt? Ach ja, genau das passiert gewisser maßen auch. Im Artikel steht
Das höhere Einkommen ist quasi eine Pendlerpauschale für den Arbeitnehmer.
Und dazu noch
Die Kosten zum Erarbeiten werden auch bei Unternehmen nicht von der Steuer ausgenommen. Diese reichen die Kosten über ihr Produkt nur weiter und am Ende wird auf den Endpreis des Produktes die Mwst. fällig. B2B wird halt nicht auf jeden Schritt Mwst. aufgeschlagen, aber irgendwann landet jede Leistung irgendwo im B2C und wird besteuert.
Man muss sich halt anschauen, was man fördern will und was nicht. Und eine höhere Pendlerpauschale fördert wieder nur den Autoverkehr und entlastet vor allem die Gutverdiener. Beides Dinge, die nicht förderungswürdig sind.
Eine Förderung des ÖPNV durch Investition in Infrastruktur und günstigere Ticketpreise hat einfach extreme Skaleneffekte. Es macht den ÖPNV attraktiver zum Pendeln und für Freizeit, was wiederum die Umwelt schützt. Sie nutzt nicht nur den Gutverdienern und Reichen, sondern allen Bevölkerungsschichten.
Die ist wohl kaum anwendbar auf die Forderung hier, da da nur eine Reduktion des Preises aber kein Ausbau des Angebot erfolgte. Außerdem war es von vornherein auf 3 Monate begrenzt. Die Trägheit bei der Änderung von Gewohnheiten ist da doch deutlich größer. Und das es für Freizeitaktivitäten genutzt wurde, zeigt wohl, dass es in hinblick auf Umweltschutz und/oder soziale Teilhabe ein voller Erfolg war.
Der Weg zum Fitness-Studio ist aber nicht im Abo enthalten. Also jetzt Wegezoll für freizeitliche Fortbewegung? Und da kommt man dann wieder dahin, dass man Freizeit und Wirtschaftlichkeit nicht trennen kann. Weil da wo Menschen sind, oft auch Konsumiert wird. Und dadurch rechnet sich für die Gesellschaft am Ende auch die Finanzierung von "freizeitlich genutzter Infrastruktur".