Wie bringt man vor allem junge Menschen dazu, mehr zu lesen? Christian Dawidowski gibt eine ernüchternde Antwort: „Wir kennen keinen Weg im Moment, der wirklich einen durchschlagenden Erfolg brächte.“
Oof
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Wie bringt man vor allem junge Menschen dazu, mehr zu lesen? Christian Dawidowski gibt eine ernüchternde Antwort: „Wir kennen keinen Weg im Moment, der wirklich einen durchschlagenden Erfolg brächte.“
Oof
Verlernen wir das Lesen?
Nö, nicht direkt. Das ist nur ein Symptom der systematischen und völligen Verblödung der Bevölkerung durch Click-bait, Brain-Rot und sonstigen hirnerweichenden Dreck in 24/7 Dauerbeschallung.
Das ist ja das, was mich wundert. Egal, wo ich hinfahre, sehe ich permanent Leute auf das Smartphone starren, was ich grundsätzlich für eine positive Entwicklung halte, schließlich gibt es im Internet auch sehr viel Intelligentes und Lehrreiches zu lesen.
Aber wenn das, was die Leute da ansehen, zu einem großen Teil nur Bilder und Videos (auf TikTok oder YouTube oder Facebook oder Instagram? ich weiß es ja auch nicht) sind, allerhöchstens Textnachrichten, dann (… siehe Artikel). Ich selbst scrolle am Smartphone meistens durch Mastodon oder Lemmy (bzw. Artikel, die ich darüber finde), beides Plattformen, die primär aus Text bestehen, aber vielleicht bin ich einfach ungewöhnlich?!
tldr?
Tut mir Leid, ich kann nicht lesen
(Spoiler: Wir sind halt hart im Arsch, wenn große Teile der Bevölkerung nicht lesen können. Denn das bedeutet auch, dass sie komplexe Sachverhalte nicht verstehen können und dann können wir unsere Demokratie halt in die Tonne kloppen)
Ich hab mal so eine Doku über Analphabeten in den USA gesehen - da war tatsächlich eine dabei, die Texte immer mit dem iPhone gescannt und sich vorlesen lassen hat.
Moderne Probleme erfordern moderne Lösungen, oder so.
Das Problem ist nicht, dass Leute überhaupt nicht lesen können. Wer nicht lesen kann, kann in den meisten Fällen auch keine komplexen Texte verstehen, selbst wenn man sie ihm vorliest. Die verstehen leider auch nicht das Hörbuch.
Wir haben es natürlich überall mit komplexen Sachverhalten zu tun. Themen, bei denen es nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Die nicht einfach zu erklären sind. Für die es nicht diese einfache Lösung gibt. Und dafür braucht man halt die Fähigkeit, diese komplexen Sachverhalte auch zu begreifen und wenn du einfache Texte nicht verstehst, wirst du daran auch scheitern.
kannst ja nicht mal behaupten, dass man damit nicht klar käme. kaum jemand muss doch einen Brief schreiben. Der CV kann auch von Claude ausgespuckt werden. Und längere Texte lässt du einfach vorlesen. Bücher können automatisch als Hörbücher bereitgestellt werden. Ist ein bisschen wie schön schreiben.
gesendet per Sprachdiktat von meinem iPad
Wenn größere Teile der Bevölkerung nicht lesen könnten, wirke sich das auf die politische Willensbildung aus – „und ganz konkret auf die Fähigkeit, zwischen Fake und Wahrheit zu unterscheiden“.
Das können wir auch jetzt schon nicht. CumEx geht noch voll auf die, die lesen können. Keiner der Parteien, die in den letzten Jahren regiert haben, kann vertraut werden und keine dürfte gewählt werden.
Bereitschaft, sich in Gefühlslagen von Menschen hineinzuversetzen, die vor 100 oder 200 Jahre gelebt haben, sei bei Studenten oft gar nicht mehr vorhanden.
Das können auch die Lesenden nicht. Die Sorge um die Natoosterweiterung bis in die Ukraine wird als russische Propaganda verworfen. Es wird einfach ausgeblendet, dass die USA regelmässig militärisch intervenieren.
Der Artikel selber könnte als Propaganda gesehen werden. Er gibt das Gefühl, sicher zu sein, weil man lesen kann und stellt erst gar nicht die Frage, wie die Bürger mit Videos sich so informieren könnten, dass sie gute Entscheidungen treffen.
5 Downvotes, kein Argument. Lesen ist nicht das Problem, sondern dass das Nachdenken mit Tabus unterbunden werden kann. Russland darf keinen Grund für seinen Angriffskrieg haben. Die Verbindung zur Bedrohung wird gezogen. D.h. die Downvotes bestätigen, dass einige sogar wissen, wie die eigentliche Sachlage ist, können dies aber nicht unwidersprochen stehen lassen.
Die Sorge um die Natoosterweiterung bis in die Ukraine wird als russische Propaganda verworfen.
Ein deutscher tanky?
Bruder das ist unnormal rar
Es bestätigt leider den Artikel, dass die Menschen nicht mehr lesen.
Was ist deine Meinung zur Bedrohung Russlands, insbesondere wo wir Regime Changes in Venezuela und Kuba nicht sanktionieren und den Irak nicht vor einem Angriffskrieg geschützt haben?
Hab eins gelernt auf lemmy.
Die diskussion mit tankys ist verschwendete Bildschirmabnutzung
Für einen Tankie glaube ich viel zu sehr an den Kapitalismus. Kommunismus kann nicht funktionieren, wenn die Mehrheit leicht mit Fehlinformationen manipuliert werden kann.
Wenn Diskussionen für dich mit Tankies nur Bildschirmabnutzung sind könnte es daran liegen, dass du versuchst, die Diskussionen mit Beleidigungen zu gewinnen. Meiner Erfahrung nach argumentieren Tankies recht ordentlich.
Die Bedrohungslage Russlands ist allerdings nicht nur eine politische Meinung. Man muss noch nicht mal viel lesen. Trump hat die Situation mit Grönland erklärt.
Meiner Erfahrung nach argumentieren Tankies recht ordentlich.
lmao
Im Vergleich zu 'lmao' auf jeden Fall. Woher weisst du, dass du nicht durch Propaganda das Falsche glaubst? Die meisten politischen Taten werden für etwas Gutes getan. Ein reines Gewissen ist keine Absicherung.
Wenn man auf der richtigen Seite ist, darf es keine unangenehmen Fragen geben. Ansonsten ist es wahrscheinlich, dass man etwas vor sich verbergen muss.
Woher weisst du, dass du nicht durch Propaganda das Falsche glaubst?
Was genau ist denn das Falsche und was das Richtige, oder das Gute und das Böse? Wie genau können alle externen Mächte sicherstellen, dass eine andere Macht keine Gründe für einen Angriffskrieg für sich ermittelt?
Was genau ist denn das Falsche
Propaganda besteht darin, eine Lüge als wahr zu etablieren. Wenn wir aus den falschen Gründen in den Krieg ziehen, muss es irgendwo einen Widerspruch geben, etwas das falsch ist.
das Gute und das Böse
Gut ist, was für uns ist, böse ist, was gegen uns ist.
sicherstellen, dass eine andere Macht keine Gründe für einen Angriffskrieg für sich ermittelt?
Gründe gibt es viele. Sicherstellen geht nicht, solange es Freiheit gibt.
Machiavelli und ähnliche Autoren glauben, dass nur eigene Macht Sicherheit bringt. Durch das Mindset sind die aktuellen Kriege entstanden.
Gemeinsame Ziele schaffen Gründe, gemeinsam weiterzumachen. Europa hat da denke ich den richtigen Ansatz.
Die diskussion mit tankys ist verschwendete Bildschirmabnutzung