this post was submitted on 03 Jul 2026
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Mach dich nicht lächerlich. Fahrradfahren oder eine Jacke anziehen, wenn das Wetter schlecht ist, ist keine Steinzeit.
Edit: Okay, ich habe etwas recherchiert und du hast natürlich recht. Hier ist eine uralte Filmaufnahme aus einem extrem ärmlichen Entwicklungsland vor langer, langer Zeit, die das klar belegt. Und hier sieht man schön, dass man bei Kälte niemandem zumuten könnte Fahrrad zu fahren.
Lol, mit Arroganz wird man die Leute bestimmt überzeugen. :) Und, wascht du jetzt deine Wäsche eh auch mit der Hand, wenn das für mich kein Problem ist?
Ich verstehe diese Frage leider nicht, aber komisch ist es für mich schon, dass du nicht mal merkst dass deine erste Antwort gebündelte Arroganz ist und es nicht merkst wenn es dir ebenso wieder aus der Wald heraus schallt. Und nein, Leute die so weit ab von der Realität und Logik sind holt man ohnehin mit gar nichts ab. Mein Kommentar ist für Leute, die eine Wahrheit außerhalb ihres Echokammer noch ansehen wollen und für die es keine Propaganda ist, dass stinknormale Leute wie du und ich bei Regen oder Kälte außerhalb einer klimatisierten, schallisolierten Box leben können.
Was ist an der Frage nicht zu verstehen? Es gibt sicher auch bei dir etwas, wo du durch Komfortverzicht einen Beitrag für die Umwelt leisten könntest, aber es nicht machst, weil dir der Komfort wichtiger ist.
Das finde ich jetzt lustig, das ausgerechnet du das sagst. Bis jetzt hat sich dein Kommentar für mich gelesen, wie aus einer Echo-Box. Immerhin nutze ich ja alle Optionen: Fahrrad, Öffis und Auto. Jede Option hat ihre Vor- und Nachateile aber eben auch da und dort ihre Berechtigung.
Ich glaube, hinter dem Satz
steckt mehr hinter:
Suggeriert er, dass Radfahren bei etwas Regen oder Kälte extrem unangenehm ist. In der Realität ist es wesentlich angenehmer, bei Kälte auf dem Fahrrad zu sitzen, als an einer Bushaltestelle zu stehen. Ich denke, das Argument zielt vor allem auf Leute, die schon länger nicht mit dem Fahrrad gefahren sind und vergessen haben, wie angenehm es wirklich ist. Ich habe diese Argumentation schon oft gesehen in verschiedenen ähnlichen Kontexten, und würde mich nicht wundern, wenn es Astroturfing ist. Es gibt da auch die Warmwetter-Variante: Angeblich schwitzt man bei warmen Wetter grundsätzlich viel zu sehr. Das Argument kommt nicht von Frisörinnen sondern von Büroarbeitern. Was diese Carbrain-Witzbolde komplett vergessen ist, dass es bis Anfang / Mitte 90er Jahre kaum Klimaanlagen gab, d.h. wenn man sich in ein in der Sonne geparktes Auto setzte, war das gern mal 50 Grad heiss. Aber das hätte NIEMALS so einen Autojünger dazu bewogen, aufs Autofahren zu verzichten oder sich aufs wesentlich kühlere Fahrrad zu setzen. Es ist halt auch nur ein vorgeschobenes Argument.
Zweitens wird da gleich gesetzt "Fahrrad fahren = Steinzeit" also implizit "Auto fahren = Zivilisation". Mal von der Frechheit dieser Herabsetzung abgesehen, suggeriert das auch, dass es irgendwie einen Anspruch darauf gäbe, allein zugunsten der eigenen Bequemlichkeit das Klima mit Emissionen zu zerstören, speziell in Situationen wo das (Verbrenner-)Auto einfach zu ersetzen ist.
Steinzeit ist es übrigens, just for Fun Dinge zu verbrennen. Einschließlich Öl und Benzin. Die Alternativen sind da - es gibt keinen Grund, sich noch wie Fred Feuerstein zu benehmen. Wenn die Menschheit es ins nächste Jahrtausend schaffen will, müssen wir uns das abgewöhnen, und zwar besser heute als morgen.
Falsch. Ich fahre sogar gerne mit dem Fahrrad, aber nicht bei Regen und Kälte. Da stehe ich sogar lieber bei der Bushaltestelle - wenn man das gut plant, ist das auch nicht lange. Aber je nach Strecke ist natürlich auch das Auto eine Option. Dank der Elektromobilität gibt es auch die Standheizung serienmäßig. Und auch in einer Stadt sind die Öffis nicht rund um die Uhr oder in allen Randgebieten eine gute Option.
Nein. Was ich damit gemeint habe: Technische Errungenschaften machen uns das Leben bequemer. Die Steinzeit ist für mich der Verzicht auf Bequemlichkeit. Eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler macht uns das Waschen bequemer. Auch dort könnte man Energie sparen, aber zum Preis der Bequemlichkeit. Ein E-Bike ist bequemer als ein normales Fahrrad und bei Regen, Schnee oder Kälte ist für viele das Auto die bequemere Wahl. Will man das ändern, muss man Alternativen finden und akzeptieren dass nicht die gleiche Lösung bevorzugen, wie man selbst, statt den Leuten überheblich zu sagen, dass ihnen gefälligst nicht kalt sein soll.
Das ist aber, unter normalen Bedingungen ein psychologisches Problem (Ich rede nicht davon, an der Eiger-Nordwand zu biwakieren, oder Unwetter im Hochgebirge, wo Unterkühlung ein reales Risiko ist).
Kälte ist auf dem Fahrrad angenehmer als beim Wandern, und jeder normal gesunde Mensch kann im Winter zwei Stunden wandern mit ner Jacke und vernünftigen Schuhen.
Regen gibt's immer weniger. Ich hab in den späten 80ern/90ern in NRW und Norddeutschland studiert, da waren nasse Tage auch im.Sommer die Norm. Dann zieht man halt ne Jacke an. Und Handschuhe bei Kälte. Meine Lenkerstulpen sind auch bei -15 Grad bequem warm.
Zumal die Funktionskleidung heute wesentlich besser ist.
Das ist einfach Gewöhnungssache und man gewöhnt sich schnell dran.
Und zur Bequemlichkeit - die ist kein guter Ratgeber. Unser Stammhirn ist auf Steinzeit optimiert, es vermeidet jeglichen unnötigen Energieverbrauch, und wenn man allein dem nachgeht was bequem ist, isst man zuviel, und bewegt sich viel zu wenig. Das ist sehr ungesund - und das Auto nutzt genau das aus. Das Auto appelliert an Steinzeitinstinkte.
Manche können halt nicht nass und schwitzend auf der Arbeit hocken, nachdem sie 15 km mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind.
Umziehen? Dann müsste ich jeden Tag Wechsel-Klamotten/Schuhe dabei haben... und duschen geht auf Arbeit auch nicht, also dann hockt man halt müffelnd im Büro.
Von der zusäzlichen Fahrzeit fange ich mal gar nicht an.
So wird man aber die Leute nicht für sich gewinnen, wenn man ihnen erkärt ein psychologisches Problem zu haben.
Nicht jeder. Du kannst nicht immer von dir auf andere schließen. Verschiedene Leute haben verschiedene Bedürfnisse. Du kannst nicht immer davon ausgegehn dass was für dich funktionoiert auch für andere funktioniert.
Was du hier machst, ist die Propagierung des Fahrrads als Lösung. Eh ok, warum sollte es keine andere Lösungen geben? Und eine davon ist nun mal die Elektromobilität.
Das halte ich für etwas zu verdreht. Die Bequemlichkeit sich überhaupt zu wenig bewegen zu können haben wir erst durch unseren gesellschaftlichen und technischen Fortschritt erreicht. In der Steinzeit gab es diese Bequemlichkeit nicht. Ich sehe daher eher den Verzicht als Steinzeit. Wobei Bequemlichkeit nicht automatisch gut, und Verzicht nicht automatisch schlecht bedeuten muss - aber man muss es den Menschen entsprechend verkaufen, damit sie den Vorteil für sich sehen. Anders funktioniert das nicht.
Ich hab das mal nachgemessen - von Hand Geschirr spülen spart keine Energie, weil der Verbrauch an Warmwasser höher ist (cs 4 Liter für ein mal sparssm spülen gegenüber 8-9 Liter + 0.9 kWh für eine Maschinenspülung der vierfachen Menge Geschirr). (Es sei denn man erwärmt das Wasser komplett mit Solarenergie, dann kann eventuell die "Graue Energie" im Gerät überwiegen.)
Beim Auto zieht das reine Komfortargument aber nicht.
Das ist defintiv eine interessante Diskussion und ein gutes Argument. Wahrscheinlich kommt es wie so oft auf die konkrete Ausführung an. Bei der Waschmaschine hat man ja auch noch den Herstellungsprozess und den Transportweg.
Wieso nicht? Warum glaubst du denn, dass die Leute damit fahren? Weil es für viele die komfortabelste Option ist.
Auch eine Waschmaschine ist deutlich sparsamer. Also ein wirklich schlechtes Argument, lol.