this post was submitted on 03 Feb 2026
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Frau vergisst Croissant: 2 Jahre Hausverbot für einen Supermarkt-Fehler, der immer häufiger wird

top 32 comments
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[–] Dekkia@this.doesnotcut.it 41 points 2 weeks ago (1 children)

Coop, die Supermarkt-Kette, kommentierte nur allgemein: Man beurteile jeden Fall individuell.

Ja das sehe ich, deshalb warens auch nur 150 Franken anstatt der Todesstrafe.

[–] brainwashed@feddit.org 12 points 2 weeks ago

Normalerweise Kopfschuss mit Armbrust.

[–] Stefan_S_from_H@piefed.zip 26 points 2 weeks ago (1 children)

Habe einen Clip eines Interviews mit einer Strafverteidigerin gesehen. Sie wurde gefragt, welche Konsequenzen sie für ihr Leben zieht, nach ihren Erfahrungen als Strafverteidigerin.

Sie meinte, sie werde nie eine Self‑Checkout-Kasse benutzen.

[–] muelltonne@feddit.org 14 points 2 weeks ago (2 children)

Ist auch wirklich die beste Lösung und ich boykottiere die auch fleißig. Wenn der Kassierer was falsch über seine Kasse zieht oder was vergisst, dann ist das nicht dein Problem. Beim SelfCheckout bist du direkt Ladendieb.

[–] cjk@discuss.tchncs.de 4 points 2 weeks ago (1 children)

Nene. Man muss dir Vorsatz nachweisen. Einfach sagen, dass das ein Versehen war, dann ist das schlimmste, was dir passieren kann, ein Hausverbot.

Oder halt keine SB-Kasse benutzen, klar.

[–] muelltonne@feddit.org 3 points 2 weeks ago (1 children)

Ich weiß, im Artikel ist es die Schweiz, aber genau das ist doch da passiert?

[–] cjk@discuss.tchncs.de 5 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (2 children)

In der Schweiz ist Diebstahl anders definiert als in Deutschland. Dass dir das in der Schweiz passieren kann, mag sein, das kann ich nicht so richtig beurteilen.

Abgesehen davon wissen wir auch nicht so richtig, was da passiert ist. Hat die Dame irgendein Schuldeingeständnis unterschrieben oder so? Keine Ahnung. Wir haben nur den sehr oberflächlichen Bericht.

[–] muelltonne@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Ist das nicht alles total egal? Spätestens, wenn du dich dann mit der Frage der Definition von Diebstahl im europäischen Ausland inkl. Rechtsberatung, ob man ein Schuldeingeständnis unterzeichnen sollte befassen musst, ist das als Kassensystem ja absolut untauglich.

[–] cjk@discuss.tchncs.de -1 points 2 weeks ago (1 children)

na, es zwingt dich doch keiner, diese Kassen zu benutzen. Tus halt nicht. 🤷

[–] muelltonne@feddit.org 2 points 2 weeks ago (1 children)

Da hast du natürlich Recht, aber wenn du dieser Einschätzung bist, was machst du dann in der Kommentarspalte zu einem Artikel über die Probleme von Selbstbedienungskassen?

[–] cjk@discuss.tchncs.de 2 points 2 weeks ago

Prüf mal, worauf ich geantwortet hatte :-) Zugegeben, war ein klassischer Fall von Duty Calls.

[–] cows_are_underrated@feddit.org 1 points 2 weeks ago (2 children)

Da muss ich teils wiedersprechen. Auch wenn der genaue Wortlaut anders ist, sind die Kernelemente der Definition in beiden Länder identisch.

139 StGb in der Schweiz

242 StGb in Deutschland

Die Kernelemente sind in beiden Die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache mit der Absicht sich diese anzueignen.

[–] cjk@discuss.tchncs.de 2 points 2 weeks ago (1 children)

die vergleichenden Texte, die ich bei einer Suche gefunden hatte, sagten im wesentlichen aus, dass der Vorsatz in der Schweiz nicht nötig ist.

Aber wie gesagt. IANAL. Ich kann es nicht beurteilen.

[–] cows_are_underrated@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Auch wenn der deutsche Gesetzestext da etwas klarer ist, würde ich schon einen Vorsatz als essentielles Merkmal aus dem Text entnehmen. Das Gesetz sagt "um sich [...] damit unrechtmäßig zu bereichern". Dort ist eine gewisse Form von Vorsatz drin enthalten. Wenn ich aus versehen etwas einstecken, habe ich die Wegnahme nicht durchgeführt, um mich damit unrechtmäßig zu bereichern.

Es kann sein, dass die Kriterien, um den Vorsatz zu erfüllen, einfacher zu erfüllen sind als in Deutschland, aber das maße ich mir jetzt nicht an darüber eine Entscheidung zu fällen.

[–] BenLeMan@lemmy.world 1 points 2 weeks ago (1 children)

Das Schlüsselwort hier ist "Absicht". Und wer arbeitet, macht Fehler. Weiß jedes Kind.

[–] cows_are_underrated@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Auch wenn der deutsche Gesetzestext da etwas klarer ist, würde ich schon einen Vorsatz als essentielles Merkmal aus dem Text entnehmen. Das Gesetz sagt "um sich [...] damit unrechtmäßig zu bereichern". Dort ist eine gewisse Form von Vorsatz drin enthalten. Wenn ich aus versehen etwas einstecken, habe ich die Wegnahme nicht durchgeführt, um mich damit unrechtmäßig zu bereichern.

Es kann sein, dass die Kriterien, um den Vorsatz zu erfüllen, einfacher zu erfüllen sind als in Deutschland, aber das maße ich mir jetzt nicht an darüber eine Entscheidung zu fällen.

[–] Redditquaza@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Wenn der Kassierer was falsch über seine Kasse zieht [...] dann ist das nicht dein Problem

Unter Umständen schon, ich hatte es erst neulich andersrum, dass mir etwas zweimal berechnet wurde, obwohl ich es nur einmal gekauft habe.

[–] muelltonne@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Das ist aber ein anderes Thema. Wenn du Bock hast, kannst du ja auch Dinge mehrfach beim Self-Checkout scannen, wenn du Herrn Schwarz eine Freude machen willst.

[–] j5906@feddit.org 17 points 2 weeks ago

Haben wohl nichts aus dem Migros Skandal gelernt (ein Brazilianer hatte fälschlicherweise angenommen die Papiertüten wären gratis, haben aber 20 Rappen oder so gekostet und er musste dann Strafe zahlen).

Sowas macht doch viel mehr Rufschaden als wenn man zumindest beim 1. Mal nur eine Warnung ausspricht.

Die Kassierer selbst vergessen auch mal ein Croissant oder rechnen statt dem Schoko-Croissant nur ein normales ab...

[–] B0rax@feddit.org 15 points 2 weeks ago

Die Läden sparen die Kassierer ein, dann sollten sie auch die Fehler der Kunden einkalkulieren, die das eben nicht beruflich machen.

[–] c_dach_einheimischer@feddit.org 12 points 2 weeks ago

Das ist auch ein bisschen dämlich, weil Profi Diebe die sich teilweise einfach dreist den ganzen Wagen mit teurer Ware voll machen und abhauen, juckt das Hausverbot nicht und so vergrault man nur zahlende Kundschaft.

[–] probable_possum@leminal.space 7 points 2 weeks ago

Ein Supermarkt-Croissant im Coop kostet 1Fr? Arme Schweiz. :)

[–] nw520@lemmy.world 7 points 2 weeks ago

Hatte letztens mal einen Handscanner benutzt um eine Batterie an Süßigkeitentüten einzuscannen. Nachdem ich um die 15 Tüten eingescannt hatte, kam eine Fehlermeldung à la „Es gab einen Timeout“; instinktiv hätte ich das beinahe weggetippt. Nachgezählt was so gescannt wurde und es stimmte tatsächlich nicht. Ergo, alles rauslöschen und noch einmal einscannen. Später an der Bezahlstation hatten dann alle(!) eine Kontrolle bekommen. Mein Glück, dass ich nachgezählt hatte, aber das erschütterte schon mein Vertrauen in das System, da du als Kunde eigentlich nichts nachweisen kannst.

[–] BenLeMan@lemmy.world -4 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (3 children)

Dir ist im Titel ein Fauxpas unterlaufen.

Davon abgesehen habe ich mir bestimmt schon einige Schnitzer beim Selber-Scannen geleistet. Jedes Mal wenn ich gezwungen werde, die Arbeit der Angestellten kostenlos für den Konzern zu machen, steigt die Fehlerwahrscheinlichkeit. Ups. 😇

edit: oh, wow, wusste gar nicht dass Dieter Schwarz auch hier bei Lemmy ist.

[–] elmicha@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Dir ist im Titel ein Fauxpas unterlaufen.

Oh, jetzt sehe ich es auch. Ich hatte den vorgeschlagenen Titel übernommen.

[–] Tudsamfa@lemmy.world 0 points 2 weeks ago (1 children)

Ich hole mir auch immer ein Tiefkühlprodukt zu viel, und bitte dann einen Angestellten das für mich zurückzulegen. Ups.

Wär auch nicht passiert, wenn die Tante Emma mit meiner Liste die Sachen selbst raussucht, während ich im Eingangsbereich meine Zeitung lese.

[–] BenLeMan@lemmy.world 3 points 2 weeks ago (1 children)

👍 Coole Geschichte, hat aber Null mit meinem Beitrag zu tun.

[–] Tudsamfa@lemmy.world 5 points 2 weeks ago (1 children)

Wieso, ist doch beides Arbeit der Angestellten, die wir gezwungen werden selber zu machen?

[–] BenLeMan@lemmy.world 8 points 2 weeks ago (1 children)

Schwachsinn. Was du tust, erzeugt Arbeit (und beschädigt Lebensmittel). Ziviler Widerstand gegen überbordende Profitgier und gegen Vernichtung von Arbeitsplätzen ist nicht dasselbe.

[–] Tudsamfa@lemmy.world 9 points 2 weeks ago

Ok, lass mich vorneweg sagen, damit ich nicht mit dem Konjunktiv umherschmeißen muss: Ich tue das nicht, das war Sarkasmus.

Ich wollte darauf hinaus, dass Kassieren und Artikel zusammensuchen einst beides von dem Personal erledigt wurde. Da hart eine Grenze zu ziehen wirkt sehr nach bloßer Angst vor dem Ungewohntem. Anderer Vergleich ist der Geldautomat, wessen Arbeit auch einst ein Angestelter gemacht hat. "Was ist der Unterschied?" war meine Frage.

Extra Arbeit fürs Personal erzeugen macht der Schwund ja auch, entweder wenn die Croissants früher neu bestückt werden müssen und spätestens wenn man einem Hausverbot verteilt. Wenn dich das Lebensmittel beschädigen so sehr stört, geht auch das Regale umräumen oder Artikel an den falschen Ort zurücklegen als "Ziviler Widerstand" gegen den Abbau der vergleichsweise unprofitableren Tante Emma Läden. Erhält sogar Arbeitsplätze, das dauert noch, bis Roboter die Regale bestücken!

Du könntest statt stressig unter Kameraaufsicht deine Artikel zusammensuchen in Ruhe im Vorraum Kaffe trinken, warum wehrst du dich dagegen nicht so vehement?

[–] remon@ani.social -3 points 2 weeks ago (1 children)

Niemand wird zum Selbstcheckout gezwungen. Du bist nur ein gemeiner Dieb.

[–] BenLeMan@lemmy.world 4 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago)

Doch, wird man, wenn die Kasse nicht besetzt ist und ein Schild da steht "bitte benutzen Sie die Selbstbedienungskassen". Wenn ich die mal freiwillig benutze, klappt es auch erstaunlicherweise viel besser mit der Konzentration.