Warnt
Als ob es viel schlimmer sein könnte als jetzt...
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Warnt
Als ob es viel schlimmer sein könnte als jetzt...
Doch klar - im Kern steuern wir hier ja auf so ein Pseudokonkurrenzszenario zu, wo sich dann diverse private Bahnen die Filetstücke an Verbindungen versuchen zu sichern. Die attraktiven Trassen zwischen den Großstädten, wo die Züge immer voll sind. Die Verbindungen zu den Stoßzeiten. Und dann stellt sich sehr schnell die Frage, wer denn die eher unattraktiven Verbindungen in den Randzeiten zwischen den eher weniger attraktiven Städten fahren soll. Die DB quersubventioniert da ja durchaus war und wenn man ihr halt die Goldstücke wegnimmt, kippt das auch
Wie bei Krankenhäusern, wo die privaten sich auch die lukrativen Sachen krallen.
Ja man bräuchte irgendwie eine Regelung dass Bahnbetreiber die auch weniger attraktive Strecken befahren bei der Trassenvergabe auf hoch nachgefragten Strecken bevorzugt werden.
Keine Ahnung ob das irgendwie umsetzbar ist aber irgendeine Lösung muss eigentlich sein.
Ich meine, dass zudem die Trassen ohnehin schon heillos überfüllt sind.
Für dieses Problem gibt es doch schon lange Lösungen, kostendeckend nicht betreibbare Strecken werden eben dementsprechend gefördert und rentable Strecken (und besonders attraktive Zeiten) sind in der Benutzung eben entsprechend teuer. Das muss man nur ordentlich implementieren, funktioniert anderswo ja auch.
Naja, wenn du dann in Würzburg stehst und eine Stunde statt 30min warten musst, weil die nächste Verbindung nach Frankfurt eben nicht von "deinem" Anbieter gefahren wird; wenn du dir ein neues Ticket für von Köln nach Frankfurt kaufen musst, weil du deinen Anschluss verpasst hast und es keine durchgängigen Tickets und damit verbundenen Fahrgastrechte für deinen RE-Vorlauf ab Aachen gibt; wenn du von Berlin nach Hamburg pendelst und nur noch jeden zweiten Zug mit deiner BC100 nutzen kannst, weil die andere Hälfte halt jetzt von Flixtrain gefahren wird... Ich kann mir sehr viel Verschlimmbesserung vorstellen, wenn eine weitere Liberalisierung undurchdacht und unreguliert durchgeführt wird.
Ja, dann ist natürlich die Antwort darauf, auf deiner Monopolstellung zu beharren, anstatt daran zu arbeiten, dass deinen Fahrgästen das nicht passiert.
Passagieren steht bei Ausfall schon jetzt zu, sich alternativ befördern zu lassen (grob gesagt). Das muss dann eben ausgeweitet werden. Wenn eine DB Bahn ausfällt, sollten sie eben die Fahrt mit der Konkurrenz bezahlen.
Ich sag ja nur dass man, wenn man über weitere Liberalisierung nachdenkt, auch die Regeln im Sinne der Fahrgäste anpassen muss. Eine Fahrt mit der Konkurrenz wird ja schon nach Fahrgastrechten bezahlt, z.B. hier bei Flixtrain: Du darfst einen anderen Beförderungsvertrag abschließen, wenn Flixtrain dir bis 100min nach geplanter Abfahrt nicht deine alternative Reisemöglichkeit mitgeteilt(!!) hat.
Bei der DB kann ich ab 20min erwarteter Verspätung am Zielbahnhof jeden anderen DB-Zug oder auch Regionalzüge anderer Anbieter nehmen. Für mich heißt das also, dass wenn DB-Leistungen durch andere Unternehmen übernommen werden, die Bahn erstmal unattraktiver wird, wenn die Regelungen nicht geändert werden.
Wenn es einen liberalisierten Bahnmarkt gibt, bitte so wie im Regionalverkehr: Aufgabenträger stimmen Fahrpläne ab und mit deiner Monatskarte braucht dich auch nicht zu interessieren, welches Unternehmen jetzt deinen Zug fährt.