this post was submitted on 06 Jun 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Hallo zusammen,

heute ist die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin. Ab 17 Uhr kann man für 7,5€ in viele Museen und Forschungseinrichtungen gehen und dort Präsentationen, Vorführungen and Experimente sehen, woran die da so forschen. Ich kann es sehr empfehlen, da sind vieeeeeele interessante Dinge dabei. Leider sind die Tickets mittlerweile aber keine BVG Tickets mehr.

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

top 10 comments
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[–] Wrufieotnak@feddit.org 7 points 2 weeks ago (2 children)

So, jetzt hat die Infektion auch mich erreicht und ich hab ein Spiel gespielt, das Arbeit simuliert... Librarian: Tidy up the Arcane Library ist ein Spiel, in dem man 3000 Bücher in die richtigen Regale sortieren muss. Es ist absolut hirnbefreit so etwas zu spielen. Ich hasse aufräumen! Aber es hat mir verdammt nochmal Spaß gemacht.

Ich habe es komplett ohne Nutzung der Magie gelöst und würde das auch zum Anfang empfehlen (Zumindest die große Magie. Die kleine Magie in den Truhen vereinfacht dann doch die Arbeit enorm). Wodurch es zwar wesentlich länger gedauert hat, aber es hatte was Meditatives. Und so bekommt man auch eher ein Gefühl für die Bibliothek und deren Ordnungssystem, anstatt einfach immer nur den Zauber zu benutzen, der einem sagt in welches Regal es gehört.

Die Buchtitel sind auch gerne Anspielungen auf andere Werke wie Herr der Ringe, Berserk oder solche tollen wissenschaftlichen Titel wie "Einfluss von langlebigen Rassen auf die Wirtschaft". Dadurch war dann auch ein bisschen ein Puzzle dabei, die richtige Zuordnung heraus zu bekommen.

Hatte ich Spaß? Ja! Sollte ich meine eigenen Zimmer mal aufräumen? ... Ich lese lieber mal das Buch "Über die Psychologie lieber Spiele zu spielen als das Zimmer aufzuräumen" aus der Psychologieabteilung. Da wird sicherlich die Lösung drin stehen.

Außerdem habe ich das Finale zu Amazing Digital Circus als Kinofilm geguckt. Es war ganz okay mit einem schönen Ende, auch wenn ich mir etwas mehr Konflikt und Erklärungen gewünscht hätte. Was mir nicht ganz bewusst war, aber erklärt warum ich mit den Nummerierungen durcheinander gekommen bin: Folge 8 ist die erste Hälfte des Films. Diese Folge wurde aber auch schon auf YouTube veröffentlicht. Es spricht aber wohl auch für die Serie, dass ich es trotzdem nicht langweilig fand, die Folge nochmal auf der großen Leinwand mir anzugucken.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und auch gefreut, dass ich die Macher der Serie damit unterstützen konnte. Und da kein großer Filmverleih das Ding produzierte, gab es auch keine elendig lange Werbefilme davor, nur 10 min lang die kinointernen Spots. So schnell hatte schon lange kein Film angefangen.

[–] squirrel@cake.kobel.fyi 4 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (1 children)

Librarian: Tidy up the Arcane Library

Witzig, noch nie vorher davon gehört, bis ich eben gerade erst ein Meme über das Spiel gesehen hab und jetzt deinen Kommentar.

[–] Wrufieotnak@feddit.org 4 points 2 weeks ago

Es scheint für gewisse Leute die richtige Droge zu sein, um die Dopaminfreisetzung im Gehirn zu stimulieren.

[–] ComfortableRaspberry@feddit.org 3 points 2 weeks ago

Oooh ich hab's auch angefangen aber nach 2 Anläufen erst Mal wieder geparkt, weil es meine motion sickness triggert.

Tipp für alle, die sich das ggf noch holen:
Alle Bücher aus dem EG erst Mal auf einen großen Haufen auf der Treppe zu werfen ist nicht die beste Idee. Bin beim erneuten Starten des Spiels in diesem Haufen gespawned und musste erst Mal 5 Minuten lang wild Bücher durch die Gegend schmeißen :D

[–] kossa@feddit.org 6 points 2 weeks ago

Wir haben die letzten Wochen Pluribus geschaut.

Die Serie ist erfrischend anders. Man will sie weitersehen, aber irgendwie schafft sie es, dass man nicht von irgendwelchen Geheimnissen getrieben wird, wie bei den meisten anderen Serien.

Eigentlich ist schon nach der ersten Folge "alles geklärt", und man möchte nur noch erfahren "was jetzt passiert". Das fand ich sehr ungewöhnlich. Und immer, wenn ein "dunkles Geheimnis" angeteasert wird, wird 5 Minuten später eine total mundäne Erklärung dafür geliefert 😅.

[–] Akelei@discuss.tchncs.de 4 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago)

Ich habe "Herkunft" von Saša Stanišić (Aussprache [saʃa ˈstaniʃit͡ɕ]) gelesen. Das Buch ist wirklich toll und bietet auf mehreren Ebenen Identifikationspotential. Stanišić hat so eine eigene poetische schöne Art zu schreiben. Es ist so schön und leicht geschrieben und auch wenn es teilweise schlimme Themen schildert, ist das Buch insgesamt doch sehr optimistisch.

Man erfährt auch einiges über den Jugoslawienkrieg. Mich hat die Beschreibung, wie Jugoslawien auseinander gebrochen ist, berührt:

[–] Augustiner@lemmy.world 3 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (1 children)

Ich habe in der letzten Wochen The Master and Margarita von Mikhail Bulgakov fertig gelesen. In einer der letzten Wochen hatte ich ja schon dazu geschrieben. Jetzt bin ich fertig und fand es insgesamt eine sehr beißende und unterhaltsame Sartire auf die Sovietgesellschaft. Manchmal rutscht es mir zu sehr ins Paranormale und ins lächerliche, das Thema ist ja eigentlich ein ernstes, aber mir ist auch bewusst dass das Buch für die Sovietmenschen geschrieben wurde, nicht für mich, und dass diese wahrscheinlich lieber Witze über ihre gesellschaftlichen Probleme hören wollten, als Schauergeschichten über die Gulags.

Dann habe ich noch Catch 22 von Joseph Heller gelesen. Der Bombenschütze Yossarian hat im WW2 mehr als 50 Missionen geflogen und dabei eine schreckliche Angst vor seinem Job entwickelt. Doch immer wenn er die Anzahl an Missionen erreicht, mit der er nach Hause geschickt werden dürfte, wird die Anzahl gesteigert. Hellers absurder Humor und seine Kriegs- und Systemkritik sind absolut treffend und das Werk hat in vielen Kapiteln auch genug Tragik, dass es sich nicht nur wie eine Farce liest. Manchmal zieht es sich ein bisschen aber im Großen und Ganzen ist es sehr unterhaltsam. Während dem Vietnam Krieg wurde es in den USA zum Antikriegs Klassiker. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

[–] Wrufieotnak@feddit.org 2 points 2 weeks ago (1 children)

Catch22 ist für mich der kleine Bruder von Im Westen Nichts Neues, der mit Humor versucht das Trauma zu verarbeiten. Sehr gut geschrieben und unterhaltsam, ohne die Probleme aber dadurch ins Lächerliche zu ziehen. Und ist auch nicht so lang, kann man gut zwischendurch lesen.

[–] Augustiner@lemmy.world 2 points 2 weeks ago

Ich versteh was du meinst, in der Handlung sind sie sehr ähnlich und auch die Kameradschaft zwischen den Figuren hat viele Parallelen.

Aber ich finde Heller ist mit seinen Aussagen deutlich Systemkritischer und manchmal konnte ich mir vorstellen, dass er dieses Buch auch über einen komplett anderen Corporate Job hätte schreiben können. Yossarian könnte genauso gut Mienenarbeiter oder so sein. MMn zeigt Heller also viel mehr wie stupide und sinnlos viele unserer hierarchischen und gesellschaftlichen Strukturen sind, als dass er explizit über Krieg schreibt.

Remarque zeigt besser wie schrecklich und tragisch der Krieg ist und wie absurd es ist, Generationen junger Männer in den Tod zu treiben aber bei ihm ist der Fokus weniger auf das System dahinter als die Kameradschaft und das allgemeine Leiden gerichtet. Deswegen fand ich ihn tatsächlich näher verwandt mit Borchert oder Hemingways A Farewell to Arms als mit Heller.

[–] Asinus@feddit.org 3 points 2 weeks ago

Ich habe angefangen die Serie The Handmaid's Tale zu schauen.

Die basiert auf dem gleichnamigen Buch von Margarete Atwood. Das und The Testaments habe ich vor ~8 Jahren gelesen.

Ich habe viel vergessen, sodass ich nicht mehr genau weiß, was passieren wird. Aber in Rücklicken sieht man schon deutlich einige Zeichen für den kommenden Umsturz und die Stimmung im "jetzt" ist schon arg bedrückend. An das Buch hab ich seither bei vielen Entwicklungen in den USA denken müssen.

Die erste Staffel werde ich auf jeden Fall sehen. Es gibt aber sehr viele Staffeln - keine Ahnung wie sich das entwickelt und wie viel Original dann noch drinsteckt.

Generell kann ich Atwood empfehlen. Z.B. die Oryxc & Crake-Reihe ist mit das Schrägste, was ich je gelesen habe, aber sehr spannend und gut geschrieben!