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Petition Beschränkung der Geschwindigkeit auf Landstraßen ohne bauliche Trennung von Rad- und Fußwegen
(epetitionen.bundestag.de)
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@D_a_X Kann ich als jemand der beide Seiten, Stadt und Land kennt nicht unterzeichnen so lange es auf dem Land keine schnelle Alternative gibt um in die Städte zu kommen.
Ist halt immer die Frage, wie viel Menschenleben (und nicht nur das der Opfer) einem 10 oder 20 min Zeitgewinn wert sind.
Das hört sich böse an, aber auf das läuft jede Diskussion über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinaus.
@D_a_X Nein läuft es nicht wenn man die richtigen Prioritäten setzt und die Menschen die in der Stadt/urbanen Raum leben nicht versucht gegen die Menschen die auf dem Land leben auszuspielen.
Man hat zumindest hier in Baden-Württemberg von staatlicher Seite über Jahrzehnte propagiert das Menschen, vor allen junge Familen, aufs Land ziehen und ihnen z. B. erzählt das sie ja mit dem Auto günstig mobil und flexibel sind, schnell in die Städte kommen. Doch das ist schon jetzt durch immer mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen immer mehr Makulatur. Nein ich bin nicht gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen, wenn es nach mir geht werden alle Hauptverkehrsadern in Städten und Dörfern auf 30 km/h gesetzt und Wohngebiete werden zu verkehrsberuhigten Bereichen. Jedoch muss man dann eben auch für jene die aufs Auto und die Mobilität durchs Auto angewiesen sind entsprechende gleichwertige Alternativen anbieten, welche ich eben nicht sehe.
PS. Wir reden nicht über Zeitgewinn, sondern über Zeitverlust. Und es ist für den Einzelnen schon sehr relevant ob man 30 oder 60 Minuten zur Arbeit braucht.
Aber es geht hier doch nur um Menschen, die auf dem Land leben?
Auf der einen Seite die, die sich ein Auto leisten.
Und auf der anderen Seite die, die, möglicherweise auch nur temporär, nicht mit dem Auto fahren können/dürfen. Aber dennoch auf dem Land ihr Ziel erreichen müssen.
Und es geht um das Leben der letzteren gegen die Zeit der ersteren.
Wo steht da was von Stadtbewohnern?
@tja Es geht darum das die Petition stark auf die Sichtweise von Menschen die in den Städten wohnen ausgerichtet ist. wo das Fahrrad wirklich Massenverkehrsmittel ist und dabei die Perspektive jener die auf dem Land wohnen weitgehend ausgeblendet wird. Den die wollen über die meist größeren Strecken einfach nur schnell von A nach B kommen. Das wird schon jetzt in immer mehr Ortschaften (gerechtfertigt) verzögert, aber Landstraßen sind nun einmal dafür gedacht schnell von A nach B zu kommen, wobei ich z. B. bei nicht vorhandenen gut gemachten Fuß- und Radwegen mit einer regulären Höchstgeschwindigkeit von 70 kein Problem habe. Strecke ist nicht nur Geld, sondern eben auch Zeit. Und je mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen es gibt, umso mehr Zeit braucht man. Da man beim ÖPNV meist auf Busse setzt btw. auch damit. Praktisches Beispiel? Als ich angefangen habe Auto zu fahren hat man vom Haus meiner Eltern im Dorf nach Heidelberg Zentrum mit dem Auto rund 30 Minuten gebraucht. Heute sind es 50 bis 60 Minuten. Das mag jetzt noch ok sein wenn man aller paar Wochen fährt, aber wenn man das fast jeden Tag fährt kostet es massiv Lebenszeit.
Verstehe. Du findest also bei Landstraßen ohne Fuß-und Radweg eine Höchstgeschwindigkeit von 70 okay, aber 60 nicht zumutbar?
@tja Ich finde das 70 eine Geschwindigkeit ist mit der man Überlandstrecken gerade noch so gut zurücklegen kann ohne große Zeitverluste zu haben. Alles darunter würde in diesem Bereich außerdem nicht nur den Auto- und Lastkraftverkehr, sondern auch den ÖPNV ausbremsen. Die Lösung heißt daher in meinen Augen eine gute Fuß- und Radinfrastruktur zu schaffen. Natürlich wäre ich wenn ich auf dem Land wohne auch mit einen wirklich gut gemachten innovativen ÖPNV der unabhängig von den Straßen ist glücklich, aber den gibt es nicht.
Wusstest du nicht? Fahrradfahrerende sind alles Städter, die auf unseren schönen Landstraßen Urlaub machen. Auf dem Land ist man ausnahmslos auf ein Auto angewiesen! ^Quelle^ ^fehlt^
@Tudsamfa Nein auch hier auf dem Land (ich bin gerade in meiner alten Heimat) gibt es einige wenige Radfahrer. Doch es fehlt an gut gemachter sicherer Fahrradinfrastruktur, da beim Bau der aktuellen Infrastruktur bei den Planern ein Auto zwischen den Ohren gesessen ist.