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Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz erzielten 2025 gemeinsam Gewinne von rund 24,4 Milliarden Euro.

Und mit so einem lächerlichen Betrag soll die irreversible Zerstörung des Klimas gerechtfertigt werden? Wir werden dieses Jahr wohl über 100000 Hitzetote in der EU haben !

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[–] fairchild@sopuli.xyz 12 points 3 days ago (6 children)

Fahre Fahrrad, bei jedem Wind und Wetter und ich habe absolut 0 Verständnis mehr für alle die es bei gut ausgebauten Strecken von 10-15 kM Distanz nicht tun.

Da kann man auch noch so viel auf die Hersteller usw. schimpfen, am Ende sind es immer noch die Kunden die denen ihr Geld in den Ar*** schieben aus Bequemlichkeit und Faulheit. Der Sprit müsste so teuer sein dass es richtig weh tut um manche dazu zu bewegen was zu ändern.

Und so fette E-SUVs durch die Gegend zu karren ist einfach die selbe Mentalität die ich nicht versteh aber jo bin wohl auch 1 edge-case mit großem Fahrradkorb, Anhänger und hässich aussehenden Regengewand

[–] creamfresh@lemmy.world 1 points 1 day ago (1 children)

15km? Das wären 2h Pendelei mit dem Rad. Ich hab Verständnis dafür, wenn jemand nach ihrer 8,5h-Lohnschufterei noch etwas Zeit für sich/die Familie haben will.

[–] Ibuthyr@feddit.org 2 points 23 hours ago

Mit nem E-Bike sind es eher 40-45 Minuten pro Strecke. Ich habe 10km zur Arbeit und schaffe das in ca 25-30 minuten, je nach Ampelschaltung. 15 km sind absolut schaffbar.

[–] starlinguk@lemmy.world 1 points 1 day ago (1 children)

Chronic fatigue syndrome, bitches. Ich versuche, so oft wie möglich mein Fahrrad zu benutzen, aber manchmal bin ich zu erschöpft und die Supermarkten lieferen hier nicht.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 20 hours ago

Oh, Mist! Ein guter Freund hat das auch, er kann kaum noch was machen.

Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es besser wird! Und super, dass Du nicht aufgibst!

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 8 points 2 days ago (3 children)

Fahre Fahrrad, bei jedem Wind und Wetter und ich habe absolut 0 Verständnis mehr für alle die es bei gut ausgebauten Strecken von 10-15 kM Distanz nicht tun.

Was ist das bitte für ein Argument?

"Wasche die Wäsche händisch - hab kein Verständnis für alle, die es noch mit Strom machen".

Nicht jeder will halt frieren und nass werden, oder sonst irgendwie zurück in die Steinzeit. Die Frage ist nur wie wir das in vernünftige Bahnen lenken, aber Leute gegeneinander ausspielen bringt wenig.

[–] Ibuthyr@feddit.org 1 points 23 hours ago

Niemand muss frieren oder nass werden. Dafür gibt es Klamotten. Du beschreibst genau die Bequemlichkeit, um die es hier geht. Bei uns im Werk steht der Parkplatz zu 80% voll mit Autos, die aus der selben Stadt kommen. Die Stadt ist winzig klein. Ich möchte sogar wetten, dass die Kollegys mit dem Rad schneller unterwegs wären als mit dem Auto. Und ja, es ist asozial, wenn man für 2-3 km mit dem Auto zur Arbeit fährt. Als Ausnahme geht das klar, wenn man zum Feierabend direkt weiter muss oder groß einkaufen muss. Aber diese Kollegys sind einfach nur zu bequem unterwegs.

[–] schnokobaer@feddit.org 4 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (2 children)

Mach dich nicht lächerlich. Fahrradfahren oder eine Jacke anziehen, wenn das Wetter schlecht ist, ist keine Steinzeit.

Edit: Okay, ich habe etwas recherchiert und du hast natürlich recht. Hier ist eine uralte Filmaufnahme aus einem extrem ärmlichen Entwicklungsland vor langer, langer Zeit, die das klar belegt. Und hier sieht man schön, dass man bei Kälte niemandem zumuten könnte Fahrrad zu fahren.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 3 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Ich glaube, hinter dem Satz

Nicht jeder will halt frieren und nass werden, oder sonst irgendwie zurück in die Steinzeit.

steckt mehr hinter:

  1. Suggeriert er, dass Radfahren bei etwas Regen oder Kälte extrem unangenehm ist. In der Realität ist es wesentlich angenehmer, bei Kälte auf dem Fahrrad zu sitzen, als an einer Bushaltestelle zu stehen. Ich denke, das Argument zielt vor allem auf Leute, die schon länger nicht mit dem Fahrrad gefahren sind und vergessen haben, wie angenehm es wirklich ist. Ich habe diese Argumentation schon oft gesehen in verschiedenen ähnlichen Kontexten, und würde mich nicht wundern, wenn es Astroturfing ist. Es gibt da auch die Warmwetter-Variante: Angeblich schwitzt man bei warmen Wetter grundsätzlich viel zu sehr. Das Argument kommt nicht von Frisörinnen sondern von Büroarbeitern. Was diese Carbrain-Witzbolde komplett vergessen ist, dass es bis Anfang / Mitte 90er Jahre kaum Klimaanlagen gab, d.h. wenn man sich in ein in der Sonne geparktes Auto setzte, war das gern mal 50 Grad heiss. Aber das hätte NIEMALS so einen Autojünger dazu bewogen, aufs Autofahren zu verzichten oder sich aufs wesentlich kühlere Fahrrad zu setzen. Es ist halt auch nur ein vorgeschobenes Argument.

  2. Zweitens wird da gleich gesetzt "Fahrrad fahren = Steinzeit" also implizit "Auto fahren = Zivilisation". Mal von der Frechheit dieser Herabsetzung abgesehen, suggeriert das auch, dass es irgendwie einen Anspruch darauf gäbe, allein zugunsten der eigenen Bequemlichkeit das Klima mit Emissionen zu zerstören, speziell in Situationen wo das (Verbrenner-)Auto einfach zu ersetzen ist.

Steinzeit ist es übrigens, just for Fun Dinge zu verbrennen. Einschließlich Öl und Benzin. Die Alternativen sind da - es gibt keinen Grund, sich noch wie Fred Feuerstein zu benehmen. Wenn die Menschheit es ins nächste Jahrtausend schaffen will, müssen wir uns das abgewöhnen, und zwar besser heute als morgen.

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 1 points 1 day ago (2 children)

Suggeriert er, dass Radfahren bei etwas Regen oder Kälte extrem unangenehm ist. In der Realität ist es wesentlich angenehmer, bei Kälte auf dem Fahrrad zu sitzen, als an einer Bushaltestelle zu stehen. Ich denke, das Argument zielt vor allem auf Leute, die schon länger nicht mit dem Fahrrad gefahren sind

Falsch. Ich fahre sogar gerne mit dem Fahrrad, aber nicht bei Regen und Kälte. Da stehe ich sogar lieber bei der Bushaltestelle - wenn man das gut plant, ist das auch nicht lange. Aber je nach Strecke ist natürlich auch das Auto eine Option. Dank der Elektromobilität gibt es auch die Standheizung serienmäßig. Und auch in einer Stadt sind die Öffis nicht rund um die Uhr oder in allen Randgebieten eine gute Option.

Zweitens wird da gleich gesetzt "Fahrrad fahren = Steinzeit" also implizit "Auto fahren = Zivilisation".

Nein. Was ich damit gemeint habe: Technische Errungenschaften machen uns das Leben bequemer. Die Steinzeit ist für mich der Verzicht auf Bequemlichkeit. Eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler macht uns das Waschen bequemer. Auch dort könnte man Energie sparen, aber zum Preis der Bequemlichkeit. Ein E-Bike ist bequemer als ein normales Fahrrad und bei Regen, Schnee oder Kälte ist für viele das Auto die bequemere Wahl. Will man das ändern, muss man Alternativen finden und akzeptieren dass nicht die gleiche Lösung bevorzugen, wie man selbst, statt den Leuten überheblich zu sagen, dass ihnen gefälligst nicht kalt sein soll.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago) (2 children)

Falsch. Ich fahre sogar gerne mit dem Fahrrad, aber nicht bei Regen und Kälte.

Das ist aber, unter normalen Bedingungen ein psychologisches Problem (Ich rede nicht davon, an der Eiger-Nordwand zu biwakieren, oder Unwetter im Hochgebirge, wo Unterkühlung ein reales Risiko ist).

Kälte ist auf dem Fahrrad angenehmer als beim Wandern, und jeder normal gesunde Mensch kann im Winter zwei Stunden wandern mit ner Jacke und vernünftigen Schuhen.

Regen gibt's immer weniger. Ich hab in den späten 80ern/90ern in NRW und Norddeutschland studiert, da waren nasse Tage auch im.Sommer die Norm. Dann zieht man halt ne Jacke an. Und Handschuhe bei Kälte. Meine Lenkerstulpen sind auch bei -15 Grad bequem warm.

Zumal die Funktionskleidung heute wesentlich besser ist.

Das ist einfach Gewöhnungssache und man gewöhnt sich schnell dran.

Und zur Bequemlichkeit - die ist kein guter Ratgeber. Unser Stammhirn ist auf Steinzeit optimiert, es vermeidet jeglichen unnötigen Energieverbrauch, und wenn man allein dem nachgeht was bequem ist, isst man zuviel, und bewegt sich viel zu wenig. Das ist sehr ungesund - und das Auto nutzt genau das aus. Das Auto appelliert an Steinzeitinstinkte.

[–] BigShammy80@feddit.org 1 points 17 hours ago

Manche können halt nicht nass und schwitzend auf der Arbeit hocken, nachdem sie 15 km mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind.

Umziehen? Dann müsste ich jeden Tag Wechsel-Klamotten/Schuhe dabei haben... und duschen geht auf Arbeit auch nicht, also dann hockt man halt müffelnd im Büro.

Von der zusäzlichen Fahrzeit fange ich mal gar nicht an.

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 1 points 18 hours ago* (last edited 16 hours ago)

Das ist aber, unter normalen Bedingungen ein psychologisches Problem

So wird man aber die Leute nicht für sich gewinnen, wenn man ihnen erkärt ein psychologisches Problem zu haben.

Das ist einfach Gewöhnungssache und man gewöhnt sich schnell dran.

Nicht jeder. Du kannst nicht immer von dir auf andere schließen. Verschiedene Leute haben verschiedene Bedürfnisse. Du kannst nicht immer davon ausgegehn dass was für dich funktionoiert auch für andere funktioniert.

Was du hier machst, ist die Propagierung des Fahrrads als Lösung. Eh ok, warum sollte es keine andere Lösungen geben? Und eine davon ist nun mal die Elektromobilität.

Unser Stammhirn ist auf Steinzeit optimiert, es vermeidet jeglichen unnötigen Energieverbrauch, und wenn man allein dem nachgeht was bequem ist, isst man zuviel, und bewegt sich viel zu wenig. Das ist sehr ungesund - und das Auto nutzt genau das aus

Das halte ich für etwas zu verdreht. Die Bequemlichkeit sich überhaupt zu wenig bewegen zu können haben wir erst durch unseren gesellschaftlichen und technischen Fortschritt erreicht. In der Steinzeit gab es diese Bequemlichkeit nicht. Ich sehe daher eher den Verzicht als Steinzeit. Wobei Bequemlichkeit nicht automatisch gut, und Verzicht nicht automatisch schlecht bedeuten muss - aber man muss es den Menschen entsprechend verkaufen, damit sie den Vorteil für sich sehen. Anders funktioniert das nicht.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 2 points 1 day ago (2 children)

Eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler macht uns das Waschen bequemer. Auch dort könnte man Energie sparen, aber zum Preis der Bequemlichkeit.

Ich hab das mal nachgemessen - von Hand Geschirr spülen spart keine Energie, weil der Verbrauch an Warmwasser höher ist (cs 4 Liter für ein mal sparssm spülen gegenüber 8-9 Liter + 0.9 kWh für eine Maschinenspülung der vierfachen Menge Geschirr). (Es sei denn man erwärmt das Wasser komplett mit Solarenergie, dann kann eventuell die "Graue Energie" im Gerät überwiegen.)

Beim Auto zieht das reine Komfortargument aber nicht.

[–] Ibuthyr@feddit.org 3 points 23 hours ago

Auch eine Waschmaschine ist deutlich sparsamer. Also ein wirklich schlechtes Argument, lol.

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 1 points 18 hours ago

Ich hab das mal nachgemessen

Das ist defintiv eine interessante Diskussion und ein gutes Argument. Wahrscheinlich kommt es wie so oft auf die konkrete Ausführung an. Bei der Waschmaschine hat man ja auch noch den Herstellungsprozess und den Transportweg.

Beim Auto zieht das reine Komfortargument aber nicht.

Wieso nicht? Warum glaubst du denn, dass die Leute damit fahren? Weil es für viele die komfortabelste Option ist.

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org -1 points 1 day ago (1 children)

Lol, mit Arroganz wird man die Leute bestimmt überzeugen. :) Und, wascht du jetzt deine Wäsche eh auch mit der Hand, wenn das für mich kein Problem ist?

[–] schnokobaer@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Ich verstehe diese Frage leider nicht, aber komisch ist es für mich schon, dass du nicht mal merkst dass deine erste Antwort gebündelte Arroganz ist und es nicht merkst wenn es dir ebenso wieder aus der Wald heraus schallt. Und nein, Leute die so weit ab von der Realität und Logik sind holt man ohnehin mit gar nichts ab. Mein Kommentar ist für Leute, die eine Wahrheit außerhalb ihres Echokammer noch ansehen wollen und für die es keine Propaganda ist, dass stinknormale Leute wie du und ich bei Regen oder Kälte außerhalb einer klimatisierten, schallisolierten Box leben können.

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 1 points 18 hours ago* (last edited 18 hours ago)

Was ist an der Frage nicht zu verstehen? Es gibt sicher auch bei dir etwas, wo du durch Komfortverzicht einen Beitrag für die Umwelt leisten könntest, aber es nicht machst, weil dir der Komfort wichtiger ist.

die eine Wahrheit außerhalb ihres Echokammer

Das finde ich jetzt lustig, das ausgerechnet du das sagst. Bis jetzt hat sich dein Kommentar für mich gelesen, wie aus einer Echo-Box. Immerhin nutze ich ja alle Optionen: Fahrrad, Öffis und Auto. Jede Option hat ihre Vor- und Nachateile aber eben auch da und dort ihre Berechtigung.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 2 days ago (1 children)

Nicht jeder will halt frieren und nass werden, oder sonst irgendwie zurück in die Steinzeit.

Den Tonfall kenne ich schon von der Diskussion in den 80er Jahren um die Atomenergie. Sogar exakt dasselbe Schlagwort.

Merke: Wenn es um die Profite einer Industrie geht, und es wird zu solchen Schlagwörtern und generell der Herabsetzung der anderen Seite gegriffen, anstatt sachlich argumentiert - dann sind dieser Industrie ganz offensichtlich sämtliche überzeugenden Argumente ausgegangen.

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Nicht jeder will halt frieren und nass werden, oder sonst irgendwie zurück in die Steinzeit.

Den Tonfall kenne ich schon von der Diskussion in den 80er Jahren

Seit den 80ern hat sich aber einiges geändert. Zum Beispiel haben die meisten E-Autos nun serienmäßig eine Standheizung. Und ich glaube wir brauchen uns jetzt nicht mit dem vermeintlichen Tonfall von den Fakten ablenken, dass man beim Auto nun mal ein Dach über dem Kopf und eventuell sogar eine per App steuerbare Heizung hat. Ich hätte nichts dagegen wenn jemand einen leistbaren kompakten und sparsamen Kabinenroller mit diesen Features baut. Alles besser als den Leuten zu sagen, dass ihnen nicht kalt zu sein hat.

[–] varyingExpertise@feddit.org 6 points 3 days ago (2 children)

Hab ich auch so gemacht, und jetzt: Hund, Arbeitstaschen, Rucksack, Hundekissen, 150m Höhendelta, Forstwege... wenn ich ehrlich bin, steht das Lastenrad in der Ecke, seit ich aufgehört habe Student im Flachland zu sein.

[–] fairchild@sopuli.xyz 6 points 2 days ago (1 children)

Verkauf das Lastenrad und hol dir ein Ebike. Ich wohn auch nicht im Flachland und es gibt genug hier die ihren Hund im Anhänger hin und her schippern.

[–] varyingExpertise@feddit.org 0 points 2 days ago (1 children)

Da ist ein E-Bike. Ich bin aber nicht bereit, das Geld für einen gefederten Hundeanhänger auszugeben. Wie gesagt, keine Radwege, nur 1.5-spurige Landstraßen (nein) und Waldwege.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 2 points 2 days ago (1 children)

Ich bin aber nicht bereit, das Geld für einen gefederten Hundeanhänger auszugeben.

Aber für ein Auto doch?

[–] varyingExpertise@feddit.org 0 points 2 days ago (1 children)

Das brauche ich ja sowieso. Das Rad ist hier Luxus für schöne, nicht matschige Tage und Strecken unter 20km.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 2 days ago (1 children)

Auf dem Land braucht man andere Lösungen. Ohne besseren ÖPNV wird es da nicht gehen. Und gegen den entscheidet sich die Mehrheit der Landbewohner regelmäßig bei Wahlen.

Aber ich vermute, du hast dir ausgesucht da zu wohnen.

[–] varyingExpertise@feddit.org 4 points 2 days ago

Naja. Bis auf Beamte und Soldaten kann sich ja jeder aussuchen, wo er wohnen will, nech.

Ich vermisse an der Stadt die kurzen Wege, das kulturelle Angebot, die Einfachheit des in-den-Tag-hineinlebens weil ja alles irgendwie maximal 30 Minuten entfernt war und der von der Straße getrennte Radweg wortwörtlich vor der Tür lag. Scheiße, kein Schmand mehr fürs Kochen da, naja, der große Kühlschrank um die Ecke hat ja bis 22:00 offen.

Ich vermisse überhaupt nicht das stete Leben auf Zehenspitzen, weil andere Leute im Haus wohnen, die aufgebrochenen Kellerabteile, die geklauten (teuren) Fahrräder, die Hitze im Sommer, das Ausgeliefertsein gegenüber dem Heizungsdienstleister, der Mangel an authentisch einsamen Orten und die absolute Anonymität.

Ich bin glücklich, da wo ich jetzt bin. Ich hab halt keine Lust mir die ganze Zeit erzählen zu lassen, wir müssten idealerweise alle in diesen riesigen Freiluftställen leben und das Land dazwischen sollte am Besten menschenleer sein.

[–] Sailing7@lemmy.ml 1 points 3 days ago (2 children)

Wir brauchen so vollelektrisch fähig fahrende fahrräder, also da wo treten komplett optional wird mit nem beikorb wie beim motorrad. Oder nen anhänger.

Da wär das mit höhenmeter und wauzel mitsamt kissen im anhänger machbar.

Aber bin auch kein deut besser. Hab nen elektro-suv firmwnwagen und nen elektro-corsa. Benutzen für kurztrips dann doch immer den suv weil halt keine kosten und so.

Aber bin kein fan von dem scheiß großen schiff. Entweder bald neuer job oder gegen ende des jahres irgend ne andere elektro-möhre weils leasing ausläuft.

[–] lebkuchen@feddit.org 4 points 2 days ago

Wir brauchen so vollelektrisch fähig fahrende fahrräder, also da wo treten komplett optional wird mit nem beikorb wie beim motorrad. Oder nen anhänger.

Das haben wir und die siehst du doch ständig: Das ist diese Kategorie der elektrischen Vespas. Kosten ca. 2500€. Fahren bis 45km/h. Sind günstig zu versichern. Verbrauchen so 2KWh/100km. Machen absolut keinen Lärm. Für den Stadtverkehr sind das ideale Fahrzeuge und es ist eine Schande, dass diese Kategorie nicht stärker gefördert wird. Aktuell haben sie das Problem, dass sie wegen der dämlichen 45km/h Begrenzung dann von den Autos, die in der 50er Zone 60 fahren, bedrängelt werden und mit den Autos im Stau stehen. Da könnte man vieles machen - alleine mit einzelnen "Nur Roller"-Spuren auf den Einfallsstraßen oder sinnvollen Geschwindigkeitsbegrenzungen

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 4 points 2 days ago (1 children)

Wir brauchen so vollelektrisch fähig fahrende fahrräder, also da wo treten komplett optional wird mit nem beikorb wie beim motorrad.

Die gibt's. Sie heissen "Mofas". Der Name kommt von "Motorfahrrad".

[–] Ibuthyr@feddit.org 2 points 23 hours ago (1 children)

Im Grunde heißen diese Dinger "E-Bikes". Wenn man mittreten muss, dann sind es eigentlich " Pedelecs".

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 20 hours ago (1 children)

Na ja, da unterscheidet sich der amtliche und der alltägliche Sprachgebrauch.

[–] Ibuthyr@feddit.org 1 points 16 hours ago

Da hast du vollkommen recht!

Wollte nur etwas klugscheißen Ü

[–] meerstyler@feddit.org 3 points 2 days ago (1 children)

Ja, aber. Mehrheit, Demokratie, freiwillig, Gefangenendilemma (heute nix Sätze)

[–] fairchild@sopuli.xyz -1 points 2 days ago (1 children)

Ja aber die Leutys kaufen ja auch freiwillig ihre Autos und setzten sich freiwillig da rein wenn es alternativen gibt

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 4 points 2 days ago (2 children)

Ein Fahrrad ist aber in vielen Fällen keine Alternative.

Dann sollte man vielleicht Alternativen erfinden statt so zu tun, als ob das Fahrrad eine wäre.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 2 points 2 days ago (1 children)

Ein Fahrrad ist aber in vielen Fällen keine Alternative.

In der Stadt in der Mehrheit der Fälle schon. Anders als von manchen befürchtet, ist in Amsterdam, Kopenhagen und Paris nicht die Zivilisation zusammen gebrochen, seit da ein grosser Teil der Bürger Fahrrad fährt. Und es ist auch niemand vom Radfahren erfroren oder hat sich im Regen aufgelöst.

[–] HieroProtagonist@lemmy.ml 2 points 2 days ago (2 children)

Als Landei winke ich mal und weise darauf hin, dass hier ein Auto unverzichtbar ist.

[–] fairchild@sopuli.xyz 1 points 2 days ago

Ist auch voll ok, verstehe das selbst als Landei. Aber nur weil man eins hat muss man nicht für jede Strecke rein springen. Und da seh ich halt wenige die dann mal eben kurz das Rad nehmen um von A nach B zu kommen.

Kommt natürlich auch auf die Strecke und Ausbau in der Gegend an,wie gesagt

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (2 children)

Weiss ich - ist eben so dass da tiefer gehende und langfristige Veränderungen im Verkehrssystem nötig sind. Solange die Mehrheit suf dem Land da nix ändern will, bleibt es so - die kann sich aber dann auch nicht beklagen, wenn das Verbrennerauto in Zukunft nicht mehr so stark subventioniert wird.

Unterstützung für Leute mit sehr wenig Geld zB Klimageld ja - aber aufs Land ziehen, Häuschen kaufen und sich so zu entscheiden, alles mit dem Verbrenner Auto zu machen, ist halt ne Lifestyle-Entscheidung, das kann ja nicht die Solidargemeinschaft finanzieren.

[–] Wrdlbrmpfd@feddit.org 1 points 1 day ago

ist eben so dass da tiefer gehende und langfristige Veränderungen im Verkehrssystem nötig sind.

Dort wo ich herkomme wird auch eine Veränderung im Verkehrssystem nichts ändern. Die Strecken sind nun mal zu lang und teilweise auch mit Höhenunterschieden, die selbst mit dem E-Bike nur bedingt Spaß machen.

Ich weiß auch nicht, warum manche nur für das Fahrrad lobbyieren. Gibt es denn keine anderen kreativen Ansätze für den Individualverkehr?

[–] fairchild@sopuli.xyz 1 points 2 days ago

Jup seh ich auch so.

Wocheneinkauf schafft man auch mitm Anhänger nach Hause. Ist halt so viel Mentalität die auch nix mit Steinzeit zu tun hat.

[–] fairchild@sopuli.xyz 1 points 2 days ago

Aber in viel mehr Fällen als sich die Leute zutrauen oder glauben.

Ich habe auch nicht davon gesprochen dass ich gererell gegen Autos bin oder das Fahfrad generell eine Alternative ist, aber für gut ausgebaute Kurzstrecken auf dem Land oder Stadtmenschen ist es das sehr wohl.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 2 points 3 days ago (1 children)

Fahre Fahrrad, bei jedem Wind und Wetter und ich habe absolut 0 Verständnis mehr für alle die es bei gut ausgebauten Strecken von 10-15 kM Distanz nicht tun.

Autos - auch elektrische - machen abhängig.

Zuerst ist es die Bequemlichkeit. Dann werden die eine Stunde Wegzeitbudget pro Tag, die der Mensch so hat, mit weiteren Strecken aufgefüllt.

Am Ende trauen sich die Leute nicht mal zu, sich die 10 Kilometer aus eigener Kraft zu bewegen. Und auch die Wahrnehmung von Entfernungen verzerrt sich. Fragt mal so einen chronischen Autofahrer, wie lange es dauert, einen Weg von ihrer Haustür zu einem zwei Kilometer entferntem Ort zu laufen.

Womöglich ist das ein wesentlicher Faktor , der zur Überfüllung von Strassen und teurem ÖPNV bei trägt.

[–] kossa@feddit.org 1 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Die chronische Autofahrerin (meine Frau) rechnet auch grundsätzlich Parkplatzsuche und den Weg von und zum Parkplatz einfach nicht in die Wegstrecke ein. Dann ist das Auto natürlich überragend schnell, aber im dicht bebauten, vollgeparkten Stadtviertel kommt da halt Zeit dazu. Oft verdoppelt das stumpf einfach die gesamte Wegstrecke, aber wird halt ausgeblendet.

Das Fahrrad schiebe ich halt aus dem Hof un parke es meistens höchstens 15 m vom Ziel entfernt ¯\_(ツ)_/¯

[–] Lemmine@feddit.org 1 points 2 days ago

Fun fact: 40% des Autoverkehrs in Städten ist parksuchverkehr funfacts mit horst evers, warum nicht kostenloser öpnv?