this post was submitted on 21 Aug 2025
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[–] connaisseur@feddit.org 21 points 10 months ago (3 children)

Irgendwie kriege ich die Aussagen und Statistiken nicht so ganz übereinander gebracht.

Gerade im KFZ-Bereich hätten sie sich bereits vielfach bewährt und Leben gerettet, schilderte Meyer. Bei Smartphones und Smartwatches hingegen besteht nach den Erfahrungen der Rettungskräfte noch erheblicher Entwicklungsbedarf. Bei ihnen seien die Auslöseschwellen oft zu niedrig eingestellt, was zu einer Vielzahl unbeabsichtigter Notrufe führe.

OK, E-Call ist also sinnvoll, Smart-Device-Alarme hingegen verbesserungswürdig.

Bei der Leitstelle in München beispielsweise gingen mit Stichtag Ende Juni binnen Jahresfrist 3208 eCall-Meldungen und 26 Smartwatch-Alarme ein. Die Leitstellen Hoch-Franken und Schweinfurt zählen jeweils bis zu 30 Einsätze im Monat, und viele andere nannten pauschal "mehrmals täglich". Die Bandbreite der berichteten Fehlalarme lag dabei zwischen 75 und über 95 Prozent. Augsburg etwa registrierte bei 350 eCall-Meldungen 275 Fehlalarme.

Also nach den konkreten Zahlen sind doch dann E-Call eher ein Problem was Fehlalarme angeht?!

[–] brainwashed@feddit.org 9 points 10 months ago* (last edited 10 months ago)

Also nach den konkreten Zahlen sind doch dann E-Call eher ein Problem was Fehlalarme angeht?!

Was auch ungefähr meinem Vertrauen in Softwarefoo bei Autoherstellern entspricht.

[–] domi@lemmy.secnd.me 3 points 10 months ago (3 children)

Woher kommen die vielen Fehlalarme beim eCall wenn dieser eigentlich nur wenn die Airbags auslösen automatisch gesendet wird?

Leute die versehentlich den eCall-Knopf drücken?

[–] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 5 points 10 months ago (1 children)

Leute die versehentlich den eCall-Knopf drücken?

Muss man auch erstmal schaffen. Bei einem unserer Autos ist das eine Taste an der Dachkonsole, die aber erstmal nur einen Deckel öffnet und darunter ist dann die leuchtend rote Taste. Das löst man nicht aus Versehen aus.

Beim anderen Auto wüsste ich noch nicht mal wie ich das manuell auslöse. Muss ich mir tatsächlich Mal bei Gelegenheit anschauen.

[–] domi@lemmy.secnd.me 4 points 10 months ago

Ist bei meinem deutlich einfacher, an der Dachkonsole direkt neben dem Warnblinker. Gibt allerdings eine 30 Sekunden Warnung bevor der Notruf abgesetzt wird.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 3 points 10 months ago

Dazu noch Störungen aller Art, das wird noch mehr werden, wenn die Karren, die das haben, alt werden.

[–] kossa@feddit.org 3 points 10 months ago

Ich hatte einen Mietwagen, da war der Alarm Knopf direkt neben dem Knopf für das Licht in der Fahrerkabine. Ultra schlau, vor allem wenn es dunkel ist.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 10 months ago

Also nach den konkreten Zahlen sind doch dann E-Call eher ein Problem was Fehlalarme angeht?!

Ja, aber Heise sind halt auch Techbros, die können das nicht einfach als so schädlich benennen, wie es in der Gesamtbetrachtung ist.

[–] Tywele@lemmy.dbzer0.com 5 points 10 months ago (1 children)

Ich frage mich wie die Leute es so oft schaffen den automatischen Notruf bei Smartphones oder -watches auszulösen, ohne es rechtzeitig zu schaffen die Aktivierung zu unterbrechen. Als ich das einmal aus Versehen aktiviert hatte, hat mein Smartphone einen heiden Lärm gemacht bis der Notruf wirklich rausging.

[–] Chewy7324@discuss.tchncs.de 5 points 10 months ago (1 children)

Wenn man z.B. Handschuhe an hat, oder einen nassen Bildschirm hat, kann es fast unmöglich sein, innerhalb von 5s von links nach rechts zu wischen. Oder man hat dreckige/verklebte Hände, wie z.B. beim Kochen/Backen.

Und bei mir macht das Handy aus irgendeinem Grund keinen Lärm.

[–] Tywele@lemmy.dbzer0.com 2 points 10 months ago

Aber wie löst man das bitte beim Kochen/Backen aus? Das Handy liegt doch einfach nur auf dem Tisch oder ist in der Hosentasche.

[–] philpo@feddit.org 3 points 10 months ago* (last edited 10 months ago)

Zuerst mal: Der Eingang einer eCall Meldung oder eines Smart-Devices ist erstmal nur ein Notruf wie jeder andere - und das heißt nicht,dass da jedes Mal Kräfte real raus geschickt werden.

Um mal einen Vergleich zu liefern: Die Leitstelle München nimmt am Tag 2000-3000 Notrufe entgegen. 3250 eCall Notrufe entsprechen also 8-9 Notrufe am Tag. (Wobei es hierbei ja nicht so ist,das diese alle "zusätzlich" entstehen - ein gewisser Teil hat ja auch seine Berechtigung und ersetzt so normale Notrufe) Normale Handy-Taschen-Notrufe sind übrigens eine ganz andere Dimension, hier reden wir in großen Leitstellen von mehreren pro Stunde. Mit dem Extra-Benefit,dass man theoretisch die Rufnummer bei Verbindungsabbruch zurück rufen müsste. (Machen aber bei weitem nicht mehr alle Leitstellen)

Nichts desto trotz sind eCall Alarme natürlich manchmal nervig, es kommt definitiv zu Fehleinsätzen und vor allem über-Triagierung (man entsendet mehr Mittel als man bräuchte). Die Problematik ist hier auch nicht der Standard -es gibt durchaus Integration in Leitstellensysteme. Nur halt nicht in alle...was nicht am seit Jahren 20 Jahren bekannten Standard liegt. Ein Nebenfaktor ist hierbei die fehlende Flexibilität der deutschen Leitstellen (Behörden und Hilfsorganisationen nehmen sich da leider nichts) - in vielen Leitstellen wird auf einen eCall Alarm genauso alarmiert wie bei einer "Maximalmeldung" - sprich: kann man keinen Sprechkontakt aufbauen alarmiert man erstmal volles Rohr (=A4 hat vier Plätze,also geht man von vier eingeklemmten, bewusstlosen Personen aus.) Das ist natürlich großer Schwachsinn, aber ist halt typisches Verwaltungsdenken in DE.

Das zweite Problem sind die Nutzer - niemand kann und sollte etwas über die Auslösung eines Notrufes nach einem Unfall haben- aber leider wissen viele Autofahrer nicht einmal,dass sie eCall haben & ignorieren im Schock dann auch noch die Sprachansagen des Autos. Dementsprechend steigen sie aus, es besteht kein Sprachkontakt mehr und Kräfte werden alarmiert. Tlw. ignorieren die Leute aber den eCall auch einfach, selbst wenn sie es mitgekriegt haben.

Man darf auch die andere Seite nicht vergessen: Ich habe im Rettungsdienst angefangen wo "jeder hat ein Handy" erst so langsam Standard wurde und das Netz gerade am Land noch Scheisse war. Ich hab selber schon den Tod zweier 18 Jähriger Mädchen feststellen müssen, die Stunden-lang eingeklemmt neben einer gar nicht so unbefahrenen Landstraße lagen. Laut Rückmeldung aus der Rechtsmedizin wäre die eine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit rettbar gewesen,die andere mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Ein anderes Mal hatte ein älterer Herr nur das Glück, dass sein Auto von Straßenarbeitern rechtzeitig gefunden wurde - wir haben ihn mit 31° übergeben bekommen.

Übrigens passiert sowas auch heute noch: https://www.stern.de/news/baden-wuerttemberg--vermisste-nach-einer-woche-tot-in-auto-neben-landstrasse-gefunden-35945098.html

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (4 children)

Das hätte man vorher wissen können. Bevor es den Mist gab, dass automatisierte Notrufe praktisch überall eingebaut wurden, gab es schon ein ähnliches, auch zunehmendes Problem mit automatischen Brandmeldeanlagen.

Mir kommt jedenfalls kein Auto mit eCall in die Tüte und irgendwelche automatischen Notruf-Funktionen in Smartphone und Co. schalte ich aus. Wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dass mir wirklich mal was passiert, wo niemand vorbeikommt, um einen Notruf abzusetzen, dann ist das halt so. Allgemeines Lebensrisiko. Um den unwahrscheinlichen Fall abzudecken, überlaste ich nicht mutwillig Systeme, die an anderer Stelle bei wesentlich wahrscheinlicheren und häufigeren Notfällen Leben retten.

[–] Gladaed@feddit.org 13 points 10 months ago (2 children)

Ein Menschenleben ist eine gewisse Quote von Fehlalarme wert.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 8 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (2 children)

Eine gewisse Quote, aber nicht die 90%, die in dem Artikel genannt werden.

Außerdem gibt es immer ein Restrisiko. Diese unrealistische Vollkasko-Mentalität, die meint, jedes auch noch so unwahrscheinliche Restrisiko ausschließen zu können, tötet, weil sie Systeme überlastet und dazu führt, dass die Leute, die das abarbeiten "dürfen", solche Alarme nicht mehr ernstnehmen.

Weißt Du, wozu die zunehmende Flut von Fehlalarmen bei Brandmeldeanlagen geführt hat? Nämlich dazu, dass solche Alarme nicht mehr wirklich ernstgenommen werden, und dass diese Alarme in der Regel nicht mehr so viele Ressourcen zugewiesen bekommen, wie das früher der Fall war, als das noch nicht so häufig passiert ist.

Der ganze eCall- und Smartphone-Mist hat eine wesentlich höhere Fehlalarmquote, als Brandmeldeanlagen, die immerhin einer gewissen Wartungspflicht unterliegen, und wo inzwischen Fehlalarme praktisch flächendeckend kostenpflichtig sind.

[–] Gladaed@feddit.org 2 points 10 months ago (1 children)

Bei uns kam immer ein kompletter Löschzug. Gibt aber auch mehr echte als Probe Alarme... Und Berlin Fenster... Und böses Zeug. Ich glaube aber kein kochendes Flusssäure Bad. Das haben die Steinelecker.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 3 points 10 months ago* (last edited 10 months ago)

Ja, so ist das in Großstädten mit Berufsfeuerwehr. Der Löschzug ist dann auch gebunden, bis der Einsatzleiter festgestellt hat, dass das ein Fehlalarm ist. (Feststellen heißt, nicht einfach Leute vor Ort fragen, sondern mit eigenem Personal den Abschnitt erkunden, in dem der Melder ausgelöst hat, je nach Größe des Objekts kann das auch mal dauern)

Überall, wo es keine Berufsfeuerwehr gibt (also außerhalb von Großstädten), kommen stattdessen halt Freiwillige. Die dann mit jedem Fehlalarm weniger Bock und mehr Ärger mit ihrem Arbeitgeber haben. Resultat: Für BMA kommt fast kein Schwein mehr. Blöd, wenn's dann wirklich brennt.

Rechtlich ist es eigentlich so, dass automatisch ausgelöste Alarme so zu behandeln sind, wie "echte" Notrufe von echten Menschen.

Weißt Du zufällig, ob bei Dir zum Löschzug dazu auch der Rettungsdienst mitkommt? Das wurde in meinem Landkreis vor rund 5-10 Jahren aus den Alarmplänen für BMA rausgenommen, weil das zu viele knappe Ressourcen verbraten hat.

[–] brainwashed@feddit.org -3 points 10 months ago (1 children)

Eine gewisser QUote, aber nicht 90%, wie in dem Artikel.

Äh… doch? Also wenn du precision vs recall tunest willst du bei sowas natürlich eher etwas Zeit in der Notrufzentrale verschwenden als jemanden sterben zu lassen.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 5 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (1 children)

Dann musst Du halt damit leben, dass Leute sterben, weil die Flut von Fehlalarmen das System überlastet. Viel Spaß damit. Denn das wirkt sich aktuell (und nicht erst seit gestern) schon aus.

[–] brainwashed@feddit.org -2 points 10 months ago (2 children)

Man könnte ja auch die Notrufzentrale besser besetzen, nur so als idee.

[–] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 5 points 10 months ago

Wenn die, die solche Systeme einsetzen, dafür entsprechende Gebühren zahlen, könnte man das machen.

Aber die Systeme werden doch einfach aktiviert, kann man ja schön werbewirksam nutzen, und die Kosten überlässt man der Gesellschaft.

[–] PatrickYaa@feddit.org 5 points 10 months ago (2 children)

Der Ansatz ist finde ich verschwenderisch.
Die Tech-Industrie baut mumpitz und die öffentlichen Stellen müssen das abfangen, indem mehr Personal eingestellt wird, oder eventuell gleich die Leitstelle größer gebaut wird? Das ist doch ein Paradebeispiel von Profite privatisieren, Kosten vergesellschaften!

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 10 months ago* (last edited 10 months ago)

Der Ansatz ist finde ich verschwenderisch.

Gerade, weil die Leitstellen in den vergangenen Jahren eh schon massiv personell aufstocken, unter Anderem, um die zunehmende Flut von Notrufen bearbeiten (das bedeutet am liebsten abwimmeln) zu können, die aus der abnehmenden Verfügbarkeit des normalen (also nicht notfallmäßigen) Gesundheitswesens resultieren. Außerdem ist das mit den Leitstellen alleine nicht getan, die machen eh seit vielen Jahren nur noch Mangelverwaltung, weil das Rettungswesen, insbesondere der Rettungsdienst, auch auf dem Zahnfleisch geht und dazu noch durch den neoliberalen Umbau der Gesellschaft das Ehrenamt zunehmend wegbricht.

Die automatischen Notrufsysteme für den privaten Bereich (eCall, Smartphones) decken ein verschwindend geringes und höchst unwahrscheinliches Risiko ab. Wir als Gesellschaft müssen uns dringend Gedanken machen, ob es das wirklich wert ist, insbesondere zu dem Preis, deswegen wesentlich wahrscheinlichere Risiken nicht mehr abdecken zu können.

[–] brainwashed@feddit.org -2 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (2 children)

Das ist doch ein Paradebeispiel von Profite privatisieren, Kosten vergesellschaften!

ich kann dich ganz nachvollziehen wie private Unternehmen von mehr Notruf profitieren. Ich jedenfalls bin froh, dass ich (sowie Mutter, Schwiegermutter) im Zweifelsfall einmal zu oft den Notruf verständigen als einmal zu wenig. Und ja, man bekommt das mit wenn das Ding nen Anruf startet. Kann das Abbrechen. Alles kein Hexenwerk.

[–] killingspark@feddit.org 3 points 10 months ago

Na der Profit kommt davon, dass die Anbieter ein extra-feature anbieten gegenüber der Konkurenz. Die Kosten des Features werden auf die Allgemeinheit abgewälzt.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (1 children)

Wenn Du irgendwo alleine bist, wo dich niemand schnell findet, und Dir was wirklich Schlimmes, z.B. Herz-Kreislaufstillstand, passiert, hilft Dir auch kein automatischer Notruf, denn da kannst Du (außer unter sehr speziellen Umständen) ab ca. 5 Minuten ohne Erste Hilfe, also ohne Sauerstoffversorgung des Gehirns, mit bleibenden Hirnschäden rechnen. Auch falls danach eine Reanimation klappen sollte, wirst Du sehr wahrscheinlich als Gemüse wieder aufwachen.

Die gesetzlichen Hilfsfristen bewegen sich, je nach Bundesland, in einem Bereich zwischen 8 und 15 Minuten innerorts. Und da wird schon jetzt dank Überlastung der Systeme praktisch überall getrickst, was das Zeug hält, dass die Statistik wenigstens einigermaßen passt. Du wirst also nur in Ausnahmefällen Hilfe bekommen, bevor es zu spät ist. Und dank zunehmender Überlastung des Rettungswesens, auch durch eine Flut von Fehlalarmen durch automatische Notrufe, wird das in absehbarer Zeit eher schlechter werden.

[–] brainwashed@feddit.org 1 points 10 months ago (1 children)

Wenn Du irgendwo alleine bist, wo dich niemand schnell findet

… übermittelt das Smartphone mitterweile den genauen Standort an die Retter.

Auch falls danach eine Reanimation klappen sollte, wirst Du sehr wahrscheinlich als Gemüse wieder aufwachen.

Ich weiß jetzt nicht genau was dein Punkt ist. Es kommt keiner und selbst wenn, du wirst auf jeden Fall Gemüse?

Mir fallen genug Themen alleine in der eigenen Familie (Rentner kommt nicht aus Badewanne, Sturz von Treppe, Schlaganfall wo Hilfe innerhalb von 30 Minuten Gold wert gewesen wäre) wo sowas viel Leid erspart hätte. Dass hier jeder Fehlalarm technische Fehlfunktion statt "user error" war (falschen Knopf im Auto gedrückt, Tastenkombi am Telefon behoben) oder das klassische Notrufen ohne Notfall, geht mir aus den dünnen Statistiken nicht hervor.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 0 points 10 months ago (1 children)

… übermittelt das Smartphone mitterweile den genauen Standort an die Retter.

Das bringt halt auch nur wenig, weil die Retter auch dann nur sehr unwahrscheinlich rechtzeitig da sind, dass Du eben keine bleibenden Hirnschäden hast. Insbesondere, weil der Standort auch gerne mal doch nicht so genau ist und eben niemand da ist, um die Retter einzuweisen, wenn der Standort nicht sofort auffindbar ist. Alleine die Hilfsfristen geben das nicht her, dass da zuverlässig rechtzeitig jemand kommt.

Eine Fehlalarmquote von 90% kann man natürlich auch als

Dünne Statistiken

bezeichnen.

Bei echten Anrufen ist die Quote wesentlich geringer, steigt aber leider auch, dank Vollkaskomentalität und kaputtem Gesundheitssystem.

[–] brainwashed@feddit.org 0 points 10 months ago

Verweise mich gerne auf detaillierte Statistiken. Die paar Zahlen in dem Artikel sind genau das. Dünn.Ich habe beim besten willen keine gefunden. Alleine unter Fehlalarm kann man alles verstehen von Smartwatch dreht durch bis Menschen rufen ohne guten Grund an.

Gerade wenn das System kaputt gespart ist, habe ich vielleicht eine hohe Eigenmotivation eine Faktor zehn höhere Belastung durch Smart watches zu postulieren, damit ich mit besseren Mitteln ausgestattet werde.

[–] Saleh@feddit.org 5 points 10 months ago

Fehlalarme binden Ressourcen und gefährden damit Menschenleben, wenn tatsächliche Notrufe nicht mehr schnell genug behandelt werden können.

Wo hier das "Optimum" liegt, dürfte nicht so einfach ermittelbar sein.

[–] Successful_Try543@feddit.org 9 points 10 months ago (1 children)

Mir kommt jedenfalls kein Auto mit eCall in die Tüte

eCall ist leider seit 2018 bei Neufahrzeugen Pflicht.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 10 months ago

Ich weiß, deswegen gibts für mich nur noch alte Mühlen.

Hab eh bis jetzt noch nie ein neues Auto gekauft, weil die Preise reine Abzocke sind.

[–] Dekkia@this.doesnotcut.it 6 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (1 children)

Ich sehe das problem eher darin, dass Leitstellen und (oftmals freiwillige) Feuerwehren damit belastet werden.

Mmn sollen Hersteller, die sowas anbieten, eigene Call-Center betreiben und das dann ggf. Weitergeben. So wäre die verhinderung von Fehlalarmen auch in deren Interesse.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 5 points 10 months ago* (last edited 10 months ago)

Die Hersteller werden da einfach im Zweifel trotzdem den Notruf weiterleiten, um nicht haftbar zu sein. Das Problem liegt in der zugrundeliegenden Vollkaskomentalität, die versucht, jedes auch noch so kleine und noch so unwahrscheinliche Risiko auf Andere abzuwälzen. Und irgendjemand ist halt dann das letzte Glied in der Kette, das den Mist abkriegt. Dieser Irgendjemand ist das gesamte Rettungswesen.

[–] philpo@feddit.org 1 points 10 months ago

Das ist schlichtweg Unfug,aber hey, die Demographie von Gebrauchtwagen löst auch das.