this post was submitted on 29 Nov 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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[–] SapphireSphinx@feddit.org 37 points 3 months ago* (last edited 3 months ago) (1 children)

Können wir mal mit dem reden aufhören und endlich etwas tun? Soll dieser Scheiß jetzt so weiter gehen bis mal wieder keiner was gewusst hat?

[–] comrade_twisty@feddit.org 11 points 3 months ago

Wir sind kurz vor erstmal an die Macht verhelfen und: „In zwei Monaten haben wir ~~Hitler~~ Höcke in die Ecke gedrückt, dass er quietscht“

[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 28 points 3 months ago* (last edited 3 months ago)

Spannend, dass Politikerinnen ihre Absichten verkünden, bei einer AfD-Regierung das Land verlassen zu wollen, aber weiter Regierungsarbeit leisten, die den Boden für diesen Faschismus bereitet, in einer Partei sind, die immer weiter nach Rechts rückt und die beide die beste Möglichkeit, die AfD zu verhindern, nicht nutzen wollen.

Zu der Politik, die dem Faschismus bereitet gehört übrigens auch eine Politik, die dafür sorgt, dass es im Falle einer AfD-Regierung unzählige Menschen sind, denen die Flucht schwer bis unmöglich gemacht wird, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen. Diese verdammte Egozentrik, ich will kotzen.

[–] daw@feddit.org 20 points 3 months ago* (last edited 3 months ago) (3 children)

Wenn sie nicht offen wären, wären sie gegen das Grundgesetz!

Es ist eine Anmaßung, dass dieses Parteiverbot politisiert wird. Leben wir in einer Bananenrepublik? Kein Politiker darf jemals darüber entscheiden oder sich überhaupt Gedanken darum machen ob eine Partei verboten werden sollte oder nicht. Dass ist alleinige Sache des Grundgesetzes und der Gerichte.

Wenn es da auf irgendeiner Seite, bei irgendeiner Partei Zweifel gibt, dann wird das einfach geprüft. Entweder die entsprechende Partei/Organisation wird geprüft und verboten oder geprüft und für in Ordnung befunden. Das ist aber einfach Sache der Judikative und jeder Versuch dies zu politisieren ist ein Angriff auf unsere Gewaltenteilung.

Wenn dann rauskommt das zB die AfD ok ist, dann muss sie auch als legitimer Bestandteil unserer Demokratie akzeptiert werden. Nicht inhaltlich aber grundsätzlich. Wenn nicht dann halt nicht. An dieser Klarheit haben doch bestimmt alle ein Interesse, oder?

[–] azolus@slrpnk.net 5 points 3 months ago* (last edited 3 months ago) (1 children)

Dass ist alleinige Sache des Grundgesetzes und der Gerichte.

Das ist ja schön, dass du das denkst - die juristische Realität ist eine andere [1]:

Antragsberechtigt sind Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung.

Die Entscheidung, den Verbotsantrag einzureichen, benötigt also eine Mehrheit und ist folglich ein politischer Prozess. Die endgültige Entscheidung trifft natürlich das BVerfG aber ohne den entsprechenden Antrag kann es nicht zum Verbot kommen.

Finde ich auch blöd, aber so ist es nunmal.

[–] daw@feddit.org 4 points 3 months ago (3 children)

Aus derselben Quelle

Um beiden Gesichtspunkten gerecht zu werden, hat das Grundgesetz das Parteiverbotsverfahren nicht der Exekutive, sondern dem Bundesverfassungsgericht zugewiesen. So ist gewährleistet, dass ein unabhängiges Gericht alleine nach verfassungsrechtlichen Maßstäben entscheidet.

Irgendjemand muss die Prüfung veranlassen, das ist praktisch so. Ich bin froh, dass zB die Polizei nicht die Macht hat darüber zu entscheiden wer geprüft wird und wer nicht.

Das politische an der Sache ist, zu entscheiden ob es begründete Zweifel an der Verfassungstreue einer Partei gibt. Ein Sache wo sich ironischerweise praktische alle Demokraten einig sind. (Das es begründete Zweifel gibt)

Was aktuell politisiert wird ist, ob das zu einem Parteiverbot führen soll. Und das ist der Angriff auf die Gewaltenteilung.

[–] azolus@slrpnk.net 5 points 3 months ago (1 children)

Was aktuell politisiert wird ist, ob das zu einem Parteiverbot führen soll. Und das ist der Angriff auf die Gewaltenteilung.

Das steht halt nicht im Artikel. Da wird lediglich die Einleitung eines Verbotsverfahrens gefordert, d.h. eben dass der entsprechende Antrag eingereicht wird. Das Verbotsverfahren selbst wird dann vom BVerfG geführt, wie du korrekt zitiert hast.

[–] daw@feddit.org 3 points 3 months ago (1 children)

Eben und der sollte eingereicht werden aufgrund von begründeten Zweifeln an der Verfassungstreue ohne überhaupt darüber nachzudenken was dann am Ende dabei rauskommt. Und daran hält sich unsere Politik nicht.

[–] azolus@slrpnk.net 3 points 3 months ago

Ja da stimme ich dir zu.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 3 months ago* (last edited 3 months ago)

Das Problem ist, dass es sich dabei um eine Pflicht für ein politisches Organ handelt. Deswegen funktioniert das in unserer zu einer plutokratischen Oligarchie degenerierten parlamentarischen Demokratie nicht mehr. Denn unsere politische Kaste ist es gar nicht mehr gewöhnt, ihren formalen Pflichten nachzukommen, größtenteils fühlt sie sich nur noch ihren Geldgebern verpflichtet.

[–] killingspark@feddit.org 1 points 3 months ago* (last edited 3 months ago)

Ich bin froh, dass zB die Polizei nicht die Macht hat darüber zu entscheiden wer geprüft wird und wer nicht.

Also, ja, ich glaub dabei gings aber insbesondere darum sowas nicht dem Innenministy oder Bundeskanzly zu überlassen. Die sind ja auch exekutive.

[–] SapphireSphinx@feddit.org 4 points 3 months ago* (last edited 3 months ago)

Dass ist alleinige Sache des Grundgesetzes und der Gerichte.

Dazu muss das halt politisch forciert werden und das passiert seit Jahren nicht. Auch hier wird wieder nur komplett folgenlos gefaselt. Ich warte nur noch auf den Arbeitskreis...

Jede Stimmer für CDU/CSU/SPD ist eine Stimme für die AfD. Einfach weil die seit Jahren die Arbeit verweigern.

[–] Ooops@feddit.org 1 points 3 months ago* (last edited 3 months ago)

Leben wir in einer Bananenrepublik

Die Antwort auf diese Frage könnte Teile der Bevölkerung verunsichern.

An dieser Klarheit haben doch bestimmt alle ein Interesse, oder?

Nicht diejenigen, die der AfD inhaltlich am nächsten stehen, und somit entweder a) hoffen am ehesten AfD Wähler abwerben zu können, oder b) am effektivsten andere Parteien zur Kooperation nötigen zu können, weil sie sonst c) die wenigstens Probleme mit einer Zusammenarbeit mit Faschisten haben.

Die Union versucht nach wie vor von ihren Freunden in den US zu lernen und übersieht dabei immer wieder die offensichtliche Leere: Wer mit radikalen Rechten paktiert, um aus Populismus Kapital zu schlagen, und sei es auch nur ein Duldung unter offen zur Schau getragenen Abneigung, wird von diesen über kurz oder lang aufgefressen, verdaut und als Teil der braunen Masse wieder ausgeschieden.

[–] SaharaMaleikuhm@feddit.org 9 points 3 months ago

Also von mir gibts auch grünes Licht.