this post was submitted on 13 Mar 2026
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[–] pantherina@feddit.org 10 points 2 days ago* (last edited 14 hours ago) (3 children)

Sehr viele Streamingdienste wie Deezer oder Tidal erlauben (ohne es zu wollen) das Herunterladen von großen Mengen von Musik über open source Drittanbietertools.

Man kann also eine Wunschliste anlegen und dann ein Streaming-Abo abschließen, sich ganz viel herunterladen, und bei Bedarf wieder kündigen.

Ich hole mir meine Musik seit Jahren von überall ohne DRM, aber muss schon sagen, dass vor allem das Sortieren und die nie richtig synchronisierbaren Playlisten ein großes UX Problem sind. Hab so 2,5 Player gefunden (Anrimians Simple Music Player auf Android, Gapless auf Linux + Syncthing) die theoretisch normale .m3u mit relativen Dateiangaben verwenden, in der Praxis fehlen in den Playlists aber dann doch wieder Lieder.

Muss mir wohl mal Jellyfin holen, Heimserver kommt noch

[–] oneser@lemmy.zip 7 points 1 day ago

Navidrome finde ich besser für Musik als jellyfin.

[–] ranslite@pie.dasneuland.de 3 points 1 day ago (2 children)

Jellyfin kan zwar Musik, aber schön ist was anderes.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 2 points 1 day ago

Ich hab das im Einsatz und es funktioniert meiner Meinung nach super

[–] remon@ani.social 1 points 1 day ago

Plexamp ist ungeschlagen.

@pantherina @D_a_X
Hab seit Jahren eine Synology als Heimserver und auch eine Audioapp dafür. Aber seit langem keine Zrit mehr gehabt die wirklich zu nutzen.

[–] remon@ani.social 2 points 1 day ago

So wie ich streame, keiner!

[–] Vizzerdrix@lemmy.world 16 points 2 days ago (2 children)

Absurd ist ja auch, dass man gar nicht wenig Geld ausgibt für's Streaming und nachher keine Musik besitzt. Das trägt natürlich auch zum lock in bei - wer streamt hat selbst eine leere Mediathek. Wenn die enshittification kommt, ist man entsprechend ausgeliefert.

Ich bin wieder dazu übergegangen Musik zu kaufen. Bandcamp hat ja jetzt recht regelmäßig bandcamp Friday, wo sie nicht ihren üblichen (glaube 10%) cut nehmen. Ein digitales Album kriegt man üblicherweise auch für weniger als eine monatlich Spotify Rate.

[–] TheV2@programming.dev 8 points 2 days ago

Wenn die enshittification kommt, ist man entsprechend ausgeliefert.

Nein. Dann beendet man einfach das Abo und sucht einen anderen Weg.

Ein digitales Album kriegt man üblicherweise auch für weniger als eine monatlich Spotify Rate.

Ja, wenn man ausschließlich die Musik hören will, die man kaufen würde, und neue Musik entweder gar nicht oder über einen anderen Weg z.B. Radio oder Live-Musik findet, dann ist Musik-Streaming überflüssig. Wenn man rechtlich immer im Besitz der Musik sein möchte, dann ist Musik-Streaming nicht ausreichend. Wenn man hingegen darauf Wert legt, dass man an einem Ort über die Lieblingslieber hinaus eine breite Musik-Auswahl für den Zeitraum hat, dann macht Musik-Streaming Sinn. Genau so ist das mit Abos generell.

Musik-Streaming muss nicht für jeden etwas sein. Es gab aber auch nie einen Zwang. Ihr könnt einfach Musik so konsumieren wie es für euch am besten passt. Dass man aufgrund ungerechter Vergütung, Menschen auf Alternativen aufmerksam machen will, checke ich. Aber Streaming vs Kauf ist einfach eine Präferenz.

[–] bleistift2@sopuli.xyz 6 points 2 days ago (2 children)

Ich verstehe nicht, wie Leute Musik konsumieren, wenn sie sie nur streamen. Eine Management-Entscheidung, dann ist das Lieblingslied weg. Und dann ist das einfach so oder was?

[–] gigachad@piefed.social 3 points 1 day ago

Ist mir ehrlich gesagt noch nie passiert

[–] tofu@lemmy.nocturnal.garden 8 points 2 days ago (2 children)

Ist halt eher ein theoretisches Problem, ist ja nicht so als würde es großflächig stuff verschwinden.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Ist ein durchaus praktisches Problem: Diverse Bands haben ja Spotify verlassen.

[–] tofu@lemmy.nocturnal.garden 1 points 1 day ago

Was heißt diverse?

[–] bleistift2@sopuli.xyz 2 points 2 days ago (1 children)

Gut zu wissen. Ich kenne nur Videostreamer, wo ständig Sach ein- und ausgelistet werden.

[–] zaphod@sopuli.xyz 5 points 1 day ago

Bei Filmen und Serien wird lizensiert, oft mit zeitlich begrenzter Lizenz, deshalb verschwinden da oft Inhalte. Oft gibt es da auch Exklusivlizenzen, dann gibt es eine Serie nur bei einem einzigen Anbieter. Beim Musikstreaming läuft es eher andersrum ab, Musiker oder Labels stellen ihre Musik bei allen möglichen Plattformen rein. Hin und wieder verschwindet mal was wegen Streitigkeiten, aber im allgemeinen landet eigentlich fast alles erstmal auf allen Plattformen und Exklusivdeals sind auch nicht üblich.

[–] mschae@discuss.mschae23.de 11 points 2 days ago

Da wird Qobuz schon erwähnt (ehrlich gesagt unerwartet) und dann wird nicht einmal darauf eingegangen, dass man sich Musik dort auch kaufen kann. Ein bisschen schade eigentlich, schließlich umgeht man damit praktisch die Probleme des Streamens, was ja für den Artikel relevant gewesen wäre.

[–] rumschlumpel@feddit.org 6 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (2 children)

Aus Sicht vieler Bands und Acts sorgt vor allem das Erlösmodell der großen Streamingplattformen für fehlende Fairness. Das Prinzip ist simpel. Alle Einnahmen aus Premium-Abos und Anzeigen fließen zunächst in einen großen Topf. Danach verteilt sich das Geld nach Marktanteilen.

Die Erklärung leuchtet mir so nicht ein. Klar, dann bezahlt jeder Taylor Swift mit seinen Abo-Gebühren, auch wenn man vielleicht ausschließlich Death Metal hört, aber dafür bezahlen auch Taylor Swift-Fans anteilig die Metal-Bands. Entweder entspricht die Verteilung der Gebühren also gar nicht den tatsächlichen Marktanteilen, oder das eigentliche Problem sind die Empfehlungs-Algorithmen, oder Spotify greift einfach zu viel ab. 42% für Plattenfirmen und 30% für Künstler klingt für mich auch eher besser als das, was Künstler früher mit Tonträgern verdient haben. Die Abo-Gebühren sollten eigentlich hoch genug sein, um Künstlern die bekannt, aber keine Superstars sind, ein gutes Einkommen zu generieren - die meisten Leute haben doch früher auch nicht jeden Monat eine Schallplatte oder CD gekauft, sondern haben einfach werbefinanziertes Radio gehört.

Entweder entspricht die Verteilung der Gebühren also gar nicht den tatsächlichen Marktanteilen, oder das eigentliche Problem sind die Empfehlungs-Algorithmen, oder Spotify greift einfach zu viel ab.

Beim "Marktanteil" gibts noch zwei "Spezialitäten": Zum einen gibts für wenig gehörte Künstler garkein Geld, zum anderen pusht Spotify selbstgenerierte "KI"-"Musik" für die sie sich dann selbst bezahlen.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 3 points 1 day ago

Es gibt diese schöne Grafik mit der Umsatzentwicklung nach Medium der deutschen Musikindustrie. Die zeigt wunderbar, dass es vor allen Dingen in den 90er Jahren, als alle dann ihre Schallplatten entsorgt haben und CDs gekauft haben, einen richtigen Boom gab, der dann mit Napster so richtig gecrasht ist. Mittlerweile ist Streaming natürlich deutlich verbreiteter. Man hat wieder ähnliche Einnahmen - die natürlich dank Inflation nicht wirklich so hoch sind wie damals.

Das große Problem wird aber schlicht und einfach sein, dass es mittlerweile deutlich mehr Künstler gibt. Früher konnte ja nicht jeder im heimischen Zimmer seine Musik produzieren und dann auf gepresster CD weltweit veröffentlichen, wie das heutzutage mit Musik auf Spotify der Fall ist. Es gibt einfach viel mehr Leute, die am Kuchen knabbern wollen.