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Ich find die Teile super - klein. Meistens elektrisch. Günstig. Führerschein kostet deutlich weniger. Das ist schon eine sehr gute Fahrzeugklasse, die sich idealerweise auch bei Nicht-Jugendlichen verbreiten wird. Denn um die 10km zur Arbeit zu fahren, reichen die völlig aus.
Du bist nicht vom Land, oder?
Zumindest fast alles was ich hier in der Gegend (Schwarzwald) rumfahren sehe ist zu 98% nicht elektrisch sondern einige Diesel und der Rest stinkende Benziner, die mangels ernsthafter Vorschriften und verpflichtenden regelmäßigen Prüfungen motortechnisch ungefähr auf dem Stand von Rasenmähern und oftmals dazu noch schlecht gewartet sind, in elektrisch sieht man die Teile in der Praxis kaum.
Zudem halte ich die Dinger auf engen und kurvigen Landstraßen für fast schon gemeingefährlich, abgesehen davon dass es nervt hinter so einem Ding zu hängen ist nämlich dass sie eben viel mehr Platz brauchen als ein Moped und entsprechend schwer zu überholen sind - erst recht wenn hinten dran noch ein LKW oder Traktor fährt. In Folge gibt es hinter solchen Dingern immer ewig Stau, Drängelei und am laufenden Band Leute die es nicht erwarten können und absolut geisteskrank überholen (was natürlich deren Fehlverhalten ist, trotzdem aber nicht weniger gefährlich umd trotz allem halt trotzdem irgendwie von den Kriechmobilen provoziert).
Den von jemand anders hier gezogenen Vergleich als “Moped - SUV” find ich daher eigentlich ganz passend - komfortabler und vielleicht ein bisschen sicherer für die Insassen, auf Kosten und zum Leidwesen buchstäblich aller anderen.
Meiner Meinung nach gehören die Dinger verboten, lieber begleitetes Fahren auf 16 runter, oder Klasse B ab 17, oder einfach mal die Regulierungslücken schließen die solche Dinger überhaupt erst möglich machen. Oder wenns schon unbedingt sein muss, dann mit Klasse A1 und dann einem Gefährt wie dem Ellenator oder so das immerhin einigermaßen im restlichen Verkehr mitschwimmen kann, halbwegs vernünftige Sicherheitsstandards besitzt und zur HU/AU muss.
Weiß ich nicht, ist das schon wieder Jevons Paradox?
Meine Güte, unsicher. Im Vergleich zu Fahrrädern? Zu Fuß gehen? Moped fahren?
Kann ja nicht sein, dass im Auto Land Deutschland irgendwas unter 1 t wiegt, was sich von selbst fort bewegt
Geht's Dir nur ums gegen Autos meckern? Das hat genau gar nichts mit dem Gewicht zu tun.
Die Dinger fahren nur 45km/h, sind aber optisch wie ein großes, schnelleres Fahrzeug und benötigen dabei die volle Spurbreite. Die kleinen 45km/h-Schilder am Heck sind sehr unscheinbar und erst spät erkennbar. Außerdem besteht für solche Fahrzeuge auch nicht die Möglichkeit, auf für Mofas freigegebene Seitenstreifen und Radwege auszuweichen, sie müssen bauartbedingt auf der Hauptspur fahren.
Außerorts sind solche Geschwindigkeiten durchaus ein Risiko, da wären 80km/h besser, aber das braucht dann halt einen richtigen Führerschein ab A1, mit den entsprechend hohen Kosten.
Ja, jeder muss so fahren, dass nichts passiert, aber wir wissen alle, dass das in der Realität nicht immer funktioniert. Schlechte Sicht, unübersichtliche Straße, kurz mal abgelenkt. Dazu ganz einfach, dass diese Geräte in Deutschland nicht so verbreitet sind, dass man das wirklich ständig und überall erwartet.
Und zu gute Letzt kommt noch der Jugend-Faktor dazu. Jugendliche in dem Alter haben oft nicht den Blick für gewissen Risiken und verhalten sich nicht defensiv, auch wenns sinnvoll wäre.
Außerorts fährt jeder Traktor und Mähdrescher usw. noch langsamer und da passieren auch nicht andauernd Auffahrunfälle. An Stellen wo das wirklich ein Problem ist gibt es dafür in der StVO eine Mindestgeschwindigkeit.
Dude, weißt du eigentlich wie groß so'n Mähdrescher ist? Da fährt keiner freiwillig dicht auf. So eine kleine Streichholzschachtel hingegen wird in einer Tour überholt und wenn man auf der Landstraße zum überholen ansetzt, dann fahren die allermeisten bis auf die Stoßstange ran, damit man beim Überholen in der Kurve mit etwas Glück kein Gegenverkehr abbekommt. Du weißt doch ganz genau wie die meisten in Deutschland fahren.
Die Dinger fahren nur 45km/h, sind aber optisch wie ein großes, schnelleres Fahrzeug und benötigen dabei die volle Spurbreite. Die kleinen 45km/h-Schilder am Heck sind sehr unscheinbar und erst spät erkennbar. Außerdem besteht für solche Fahrzeuge auch nicht die Möglichkeit, auf für Mofas freigegebene Seitenstreifen und Radwege auszuweichen, sie müssen bauartbedingt auf der Hauptspur fahren.
Dann weicht man denen halt aus und überholt wo es sicher ist. Wenn du so schnell fährst, dass du, wenn der Vordermann wider erwarten 45 statt 80 fährst direkt draufbretterst, bist du betrunken oder sehr viel zu schnell unterwegs.
Ja, jeder muss so fahren, dass nichts passiert, aber wir wissen alle, dass das in der Realität nicht immer funktioniert. Schlechte Sicht, unübersichtliche Straße, kurz mal abgelenkt. Dazu ganz einfach, dass diese Geräte in Deutschland nicht so verbreitet sind, dass man das wirklich ständig und überall erwartet.
Und die Alternative ist jeder muss immer Höchstgeschwindigkeit fahren und alle Assistenzsysteme unter der Sonne im Gefährt haben? Das ist doch ein Wettrüsten.
Jugendliche in dem Alter haben oft nicht den Blick für gewissen Risiken und verhalten sich nicht defensiv, auch wenns sinnvoll wäre.
Alte Leute auch nicht, lassen wir ohne Sorge bis 120 (Sachen wie Jahren) durch die gegend fahren. Und nun?
Dann weicht man denen halt aus und überholt wo es sicher ist. Wenn du so schnell fährst, dass du, wenn der Vordermann wider erwarten 45 statt 80 fährst direkt draufbretterst, bist du betrunken oder sehr viel zu schnell unterwegs.
Wenns immer so einfach wäre, gäbe es keine Unfälle.
Je höher die Geschwindigkeitsdifferenz, desto größer die Gefahr.
Und die Alternative ist jeder muss immer Höchstgeschwindigkeit fahren und alle Assistenzsysteme unter der Sonne im Gefährt haben? Das ist doch ein Wettrüsten.
Da legst Du mir jetzt Worte in den Mund, die ich nicht geschrieben habe. Wir kennen alle die gesetzlichen und moralischen Anforderungen an Fahrzeugführer, wir wissen aber auch, dass niemand die immer einhält. Assistenzsysteme helfen da sogar immens, es sollte mehr davon geben.
Es geht auch nicht darum, diese Fahrzeuge zu verteufeln, es sollte nur Jedem bewusst sein, der so eins Überland nutzt, dass die Gefahr real ist und dementsprechend handeln. Frag mal einen der vielen Motorradfahrer wie real die Gefahr ist falsch eingeschätzt zu werden, und wie oft er schon für Andere mitdenken und reagieren musste. Nutzt einem halt nix wenn "Er hatte aber Recht" auf dem Grabstein steht.
Alte Leute auch nicht, lassen wir ohne Sorge bis 120 (Sachen wie Jahren) durch die gegend fahren. Und nun?
Whataboutismus. Der Artikel spricht explizit Jugendliche an.
Je höher die Geschwindigkeitsdifferenz, desto größer die Gefahr.
Nun gibt es ja Autos die 220 fahren. Was tun wir da? Jeden Escooter beschleuningen?
Wir kennen alle die gesetzlichen und moralischen Anforderungen an Fahrzeugführer, wir wissen aber auch, dass niemand die immer einhält. Assistenzsysteme helfen da sogar immens, es sollte mehr davon geben.
Gehts jetzt um die Fahrzeuge selbst oder die Fahrzeugführer?
Whataboutismus. Der Artikel spricht explizit Jugendliche an.
Garkein Whataboutism, weil du hier von der Beschaffenheit der Fahrzeuge auf die Unfallneigung der Alterskohorte schwenkst. Die ist uns in Deutschland nachweislich egal, also warum soll es hier jetzt relevant werden? Ich kenne die Antwort: Weil das andere ist ja das neumodische Zeug dieser jungen Leute und wenns den Opa beim überholen stört, wirds halt fix verboten.
Spassfakt: mein Baby-Benz aus den '90 hat weniger als 1t gewogen (ohne mich).
vergnügte 2019er Suzuki Ignis Geräusche, sogar mit Allrad
Hm, ich bin zwiegespalten von wegen wenig Sicherheit bezogen auf einen "normalen" PKW. Aber dann meines Erachtens doch deutlich mehr als bei einem Zweirad.
Die Gefahr ist essentiell a) dass dich ein SUV aus Ungeduld weil du zu langsam bist von der Straße schiebt und b) dass du in einer Kollision mit einem SUV einfach zu Staub zermahlen wirst.
Lösung für a): 50 km/h außerorts, 30 km/h innerorts, überall.
Lösung für b): PKW über 1000kg verbieten.
Dies!
Hatte letztens den Gedanken mit meiner Frau, weil unsere Tochter unbedingt Moped fahren will.
War nur ein Gedankenspiel, aber ich halte die Dinger für wesentlich sicherer und komfortabler als Zweiräder.
Und mit denen kann man auch im Winter fahren.
Zugleich seien die Fahrzeuge mit wenig passiven Sicherheitssystemen ausgerüstet. "Airbag, ABS, ESP oder aber auch der Gurtstraffer, was im herkömmlichen Pkw quasi Standard ist, ist in diesen Kleinstfahrzeugen nicht gesetzlich vorgeschrieben und meist auch nicht drin", sagt Schmidt.
Puuhh... Also natürlich brauchen die nicht jedes Luxus Sicherheitssystem, aber ABS und ein Airbag sollten doch schon drin sein
Bei einem Aufprall mit Geschwindigkeiten, bei denen ein Airbag was bringen würde, hast Du in einem Moped-Auto andere Probleme, bei denen Dir ein Airbag auch nicht mehr weiterhilft.
Haste auf der Simson auch nicht und der Hobel schaft gut eingefahren 70 Sachen.
Der Unterschied ist, dass die Schwalbe ein 50 Jahre altes Zweirad eines nicht mehr existenten Konzerns aus einem nicht mehr existenten Land ist, da kann man im Vergleich zu neueren Quasi-Autos nicht viel erwarten
Dennoch fahren Simsons noch zu tausenden rum.
Im Endeffekt ist das aber auch nur ein Effekt aus Nostalgie und dieser einen Klausel im Wiedervereinigungsvertrag.
Puuhh… Also natürlich brauchen die nicht jedes Luxus Sicherheitssystem, aber ABS und ein Airbag sollten doch schon drin sein
Die Frage ist, wie viel der Airbag bei Geschwindigkeiten unter 45 km/h hilft. Selbst beim ABS wird der Benefit bei der Geschwindigkeit nicht sehr hoch sein.
Nein, ich mag jetzt nicht suchen.
Bei Schnee hat bei mir ABS schon bei unter 30 gegriffen
Bei einem Frontalzusammenstoß ist die Geschwindigkeit schon höher als 45km/h.. Auf der anderen Seite ist der Airbag selber aber auch nicht ohne (Hitze, Schallpegel und zerbrochene Abdeckungen/Verkleidung)
Aber immernoch sicherer als Roller und Mopeds.
Und bei schlechtem Wetter auch deutlich angenehmer.
Ich würde mir im Artikel eine Aussage zur Zahl der Personenschäden wünschen, wenn sie schon die Sicherheit ansprechen. Vtl. verglichen mit echten Mopeds.
Schön, dass sie wenigstens irgendwo gut ankommen.
Im innerstädtischen Pendelverkehr, wo sie gut unnötig große Autos ersetzen könnten, sind sie dank 5km/h unter Tempolimit (und der damit einhergehenden Beschleunigunng) leider oft ein fahrendes Hindernis.
Ich hab mir das ein paar mal selber angetan, aber würd dann definitiv etwas sinnvolleres mit dem Geld anfangen können. Dafür kriegt man ja gut Fahrräder für die ganze Familie, inklusive Anhängern und Lastenrad.
Innerorts sollte man idealerweise eh nicht schneller als 30 fahren dürfen.
Tempolimit ≠ Richtgeschwindigkeit
Schön für die, bei denen Geld kaum eine Rolle spielt. Nachbarskind hatte mit 16 Jahren einen Roller und den bis 17einhalb Jahren ca 15x gefahren. Für das Geld (Führerschein+Roller+Sprit) hätte er in der Zeit mind 100x mit dem Taxi fahren, oder einem Bekannten 15x 100 Eur fürs Fahren geben können.
Ein Moped-Auto müsste nahezu täglich genutzt werden, dass sich das halbwegs rentiert.
Es geht relativ einfach. Zur Schule fährt man 185x im Jahr hin und zurück also 370x und das für zwei Jahre also 740x. Die günstigsten Modelle kosten etwas weniger als 6000€. Dann kommt man auf 8,18€ pro Trip. Wenn man dann noch am Wochenende oder zu Freunden fährt geht das alles. Dazu kann man den Roller am Ende auch verkaufen oder länger benutzen, womit die Preise fallen würden.
Ich bin hunderte male mit dem Roller umhergefahren.
Dann macht es rechnerisch auch Sinn. Wenn es absehbar ist, dass der Roller in den 18 Monaten nur sporadisch genutzt wird, macht es mehr Sinn hin und wieder einen Fahrdienst zu bezahlen.
Ich musste während der Ausbildung an die andere Seite von München. ÖPNV nicht unter einer Stunde, eher eineinhalb. Moped 25 min. Ich bin gefahren, so oft es ging. 150 bis 200x sicher im Jahr.
Kurzfassung: ich habe es überlebt. Ein Mitazubi nicht. Übersehen... Kann man nix machen...
Mit einem geschlossenen Fahrzeug wäre es wesentlich ungefährlicher abgegangen.
Das sind doch effektiv Moped-SUVs. Für die Insassen sind sie zumindest gefühlt sicherer, aber für alle anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger und Radfahrer deutlich gefährlicher. Mit maximal 45 km/h werden vermutlich auch keine längeren Strecken über Landstraßen zurück gelegt, denn permanent von doppelt so schnellen Autos überholt zu werden ist absolut kein Spaß. Vermutlich könnte man auf den allermeisten Strecken genauso gut oder sogar besser ein (E-)Fahrrad nutzen
Wie soll das unsicherer als Moped sein für andere?
Es ist größer, schwerer und unübersichtlicher als ein Moped und außerdem werden die Fahrer nicht darauf ausgebildet. Wurde ja auch im Videobeitrag erwähnt: die meisten Fahrschulen haben keine Moped-Autos, sondern nut normale Mopeds, also macht man darauf den Führerschein. Sowas wie rückwärts fahren oder tote Winkel lernt man dann natürlich nicht.
Ich fahre mit meinem Bub (8) ab und an in den Wald; ich mit Fahrrad und er auf seinem elektro Kinderquad.. Das ding macht gute 30km/h wenn voll und auf Stufe 3.
Sowas wie rückwärts fahren oder tote Winkel lernt man dann natürlich nicht.
Meinst du nicht, dass die Kombi 16 + Führerschein ausreichend sind, um selber damit 'warm' zu werden?